Gute Nachrichten

Ich habe lange nicht mehr geschrieben, bzw. wenn ich geschrieben habe, sah es altgriechisch aus. Aber das ist geschafft, wie so manches andere und nun sollt Ihr wieder Post von mir erhalten, es ist überfällig.

Drei verschiedene Rundbrief schwirren durch meinen Kopf und ich musste sie nun schon recht lange in irgendwelche Ecken und Gehirnwindungen zur Aufbewahrung stecken, in der Hoffnung, dass ich sie da dann wiederfinden kann, wenn ich denn endlich wieder Zeit zum Schreiben habe.

Ein bisschen hoffe ich, dass Ihr meine Briefe schon vermisst habt, und natürlich, dass Ihr diesen Brief hier gerne lest, denn mit ihm möchte ich gute Nachrichten bringen. Ich möchte von Dingen, Entwicklungen und Menschen berichten, die gut sind und Gutes bewirken.

Ich weiß: Es geschieht vieles in dieser Zeit und manches scheint in die komplett falsche Richtung zu gehen. Da radikalisiert sich ein Teil dieser Welt – Menschen müssen flüchten, um ihr Leben davor zu retten – und als Antwort darauf radikalisiert sich nun auch das Land, in das sie kommen und eigentlich Schutz suchen wollten. Sind wir denn zum Guten nicht mehr fähig? Weder da noch dort? Und die Zeitungen geben jedem dieser Irrwege auch noch Stimme und Publikum?

Doch ich weiß auch: Es geht anders. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und

  1. wir schreiben daran mit und
  2. macht die nächste Generation schon jetzt manches wieder gut, wo wir noch meinen, ihnen zeigen zu müssen, wo es langgeht.
  3. gibt es schon jetzt viel, viel Gutes, dass wir schließlich auch mal bewusst beschauen und achten sollten, statt einzig auf die schlechten Nachrichten zu starren.

Albert Schweitzer hat „GUT“ einmal definiert:

„Gut ist, was Leben schützt, was Leben rettet und entwicklungsfähiges Leben entwickelt.“ Genauso will ich es auch meinen, wenn ich Euch nun von „Gutem“ schreibe.

Boyan Slat, ein 17 jähriger Niederländer, hatte eine Idee, wie man die Weltmeere reinigen und vom Plastikmüll befreien könnte. [i]Wissenschaftler erklärten dazu vielfach, so sei das nicht möglich. Doch Boyan hat es mit Sponsoren, die er überzeugt hatte, einfach versucht und sich von Zweiflern nicht abhalten lassen. Inzwischen wurde eine Pilotanlage gebaut und – es funktioniert.

Boyan ist jetzt 21 Jahre alt und hat eine Gemeinnützige Gesellschaft gegründet, „The Ocean Clean Up“. Schaut mal, hier ist die Seite: http://www.theoceancleanup.com/ . Sie brauchen Helfer und Spenden, falls Ihr meint, Ihr würdet auch gerne etwas zur Rettung der Weltmeere tun. Eine Pilotanlage ist in der Nordsee 23 Kilometer vor der niederländischen Küste und wird dort jetzt ein Jahr bleiben und arbeitet schon jetzt gegen den (auch unseren) ganzen Müll! Beeindruckend!

In diese Kategorie trifft vielleicht auch diese Neuigkeit: Präsident Obama will den Meeresnaturpark, das [ii] Papahānaumokuākea Hawaii Monument vervierfachen. Damit hätten wir dann den weltgrößten geschützten Meerespark.

Auch hier könnt Ihr helfen: Am 17.9.2016 findet ein weltweites Aufräumen statt, denn Strände werden gemeinsam gesäubert. In Hamburg ist das zum Beispiel der Övelgönner Strand. Aber es gibt eine Karte, da findet Ihr den für Euch nächstgelegenen Strand zum Sammeln. http://www.oceanconservancy.org/our-work/international-coastal-cleanup/clean-up-locations.html Macht mit, das ist eine tolle Aktion, die so in dieser Form auch Spaß bringt. Macht viele Fotos dabei und steckt andere an.

Und in die Kategorie „Tolle Jugend“ passt sicherlich die Erfindung von einer 17-jährigen, Cynthia Sin Nga Lam, die Wasser reinigt und währenddessen Strom erzeugt. [iii]

Genauso der Amerikaner, Joe Landolina, der als 17-Jähriger eine Möglichkeit zur sekundenschnellen Stoppung von innerer und äußerer Blutung entdeckt hat. [iv] Nächstes Jahr soll sie zunächst für Tiere erhältlich sein.

In Sachen globale Veränderungen gab es Ende letzten Jahres die Überschrift: Was macht eigentlich das Ozonloch? Und es stand dort eine wirklich gute Nachricht, die fast überhaupt nicht zur Kenntnis genommen und auch kaum von den Zeitungen verbreitet wurde. „Rund drei Jahrzehnte nach dem Verbot von ozonzerstörenden Chemikalien gebe es Hinweise darauf, dass ein Regenerationsprozess eingesetzt habe und sich die Ozonschicht stabilisiere, berichten Forscher aus Großbritannien und den USA im Fachblatt „Science“[v].“ Der Vertrag von Montreal zeigt seine Wirkung. „Es wurde – auch weil es immer wieder verschärft wurde – zum „vielleicht erfolgreichsten internationalen Vertrag überhaupt“, wie der frühere Uno-Chef Kofi Annan einmal sagte.“[vi]  Und es zeigt sich, dass es sich lohnt, nach Erkenntnissen zu handeln, gemeinsam zu handeln.

Äthiopien – Abgeholzte Steppen verwandeln sich in grüne Wälder. Dies ist eine lokale Nachricht mit großer Auswirkung auf das Weltklima, denn was hier gelungen ist, das wird gerade weiter getragen und wächst so schnell, wie ein Baum wachsen kann. Zunächst hatte der Australier Tony Rinaudo in Niger seine Methode ausprobiert, wodurch dort bereits 200 Millionen Bäume nachgewachsen sind.[vii]  Dann half er mit Erfolg in Äthiopien. Und nun sind es bereits mehr als 5000 Mitglieder, die diese Methode unterstützen.

Die Firma Otto aus Hamburg ist, soweit ich weiß, auch wenn ich die Quelle nicht wiedergefunden habe, mit all seinen Tochterfirmen zweitgrößter Versandhandel im Internet nach Amazon. Im September 2014 erhielt die Otto Group den CSR-Preis der Bundesregierung. Dieser würdigt innovative Unternehmen, die ihre gesamte Geschäftstätigkeit sozial und ökologisch gestalten. Es gibt zum Lesen über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche den Nachhaltigkeitsbericht. Den empfehle ich, wenn Ihr weiter recherchieren wollt. Besonders in Sachen Baumwolle und Holz wird bei Otto viel gebraucht und verbraucht und der Konzern erhöht jedes Jahr den Anteil der nach FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierten Materialien. Vielleicht eine Alternative zu Amazon?[viii]

Etwas aus der Vogelwelt, man sieht aber sofort die Verknüpfung mit anderen Bereichen: Als zuviel Schwefeldioxid in die Luft geriet und der dadurch entstehende saure Regen einen Großteil des Flechtenbewuchses der Bäume zerstörte, 1960er bis 1980er Jahre, wurden die Schwanzmeisen selten, denn sie verkleiden ihre Kugelnester mit Flechten. Seit die Luft, insbesondere in den Städten, wieder besser wurde, nahmen auch die Schwanzmeisen wieder zu – weil die Flechten sich erholten. [ix]

Ein Beispiel für gelungenen Vogelschutz: „Seit nunmehr rund einem halben Jahrhundert genießen die Kraniche auch in weiten Teilen Europas und Nordwestasiens Schutz. Zunächst langsam, dann immer schneller nahmen daraufhin die Bestände des ( „unseres“) Graukranichs zu. Sogar neue Flugrouten entstanden.“[x]

Auch weiß man inzwischen, dass die Vogelrouten – weil die Vögel auf den Balkanrouten stark bewildert wurden, deshalb auf dieser Strecke weniger überlebten und deshalb die Vögel der Gibraltarroute eher die Chance hatten, lebend zurück zu kehren – sich von Osten nach Westen verlagert haben und nun ein Großteil der Vögel die sicherere Gibraltarroute nimmt. So erholen sich auch die gejagten Bestände bereits teilweise.

In Niedersachsen finden heute die Kommunalwahlen statt. Tatsächlich ist auch das etwas Gutes. Wir dürfen wählen. Wie lange hat die Menschheit – und sie tut es noch – dafür gekämpft, in Freiheit wählen zu können, wer regieren und die Geschäfte führen soll. Immer wieder stellen sich auch Parteien zur Wahl, die die Demokratie und die Freiheit, wie auch die Gleichheit in möglichst kurzer Zeit abschaffen wollen. Aber wir können uns informieren und können lieber die wählen, nicht nur Parteien, auch Parteilose, die unseren Zielen entsprechen und damit die Richtung mit bestimmen. In der Kommunalwahl, können wir uns sogar recht einfach und schnell selber wählen lassen, wenn wir aktiv mehr tun wollen. So habt Ihr hoffentlich Eure Stimmzettel ausgefüllt, nicht wahr?

Was mich selbst gerade beglückt, ist, dass in Buchholz die Schulsozialarbeit (deswegen bin ich 2011 in den Rat gegangen) ab sofort auf Dauer in den Schulen fortgeführt wird. Das war jetzt am Ende der Ratsperiode noch ein Grundsatzbeschluss (und ich bin so was von erleichtert, eigentlich ist es nicht zu beschreiben). Denn es ist ja erwiesen, wie sehr sich die Anwesenheit von Menschen, die gezielt Anwalt für die Kinder sind, deren Wohl und Entwicklung verbessert. Dafür bin ich sehr dankbar!

Noch etwas: Neulich waren Christoph und ich baden in einem bayrischen See und da sind mir Jugendliche aufgefallen, hellhäutige und dunkelhäutige, Jungen und Mädchen, alle am Springen und Spritzen und Lachen und Albern – und ich habe gedacht: Es gibt doch wirklich kaum ein Land, oder auch Kontinent, in dem es so gleichberechtigt zugeht, wie hier in Deutschland, bzw. Europa. Wir müssen sicherlich die Löhne, z.B. für Frauen fairer kriegen. Aber dass wir überhaupt davon reden, ist ein Zeichen, dass uns Gleichberechtigung etwas wert ist. Ich bin sehr dankbar hier, in dieser Zeit, in dieser Ecke der Welt zu leben und agieren zu können.

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Während ich hier schreibe (ich habe diesen Text auf dem Laptop vorgeschrieben), fährt übrigens Christoph gerade links neben mir den Wagen und ich blicke auf, weil er über den Storebelt fährt. „Oh, wie schön!“ muss ich rufen, weil der Blick gerade weit über das Wasser geht, während wir über die Brücke zur nächsten Insel fahren. Auch das können wir immer wieder entdecken – diese Schönheit rings um uns herum.

Dazu fällt mir adhoc ein, dass, weil die Elbe und Weser sauberer geworden sind, jetzt wieder Stintschwärme die Flüsse hoch kommen – und dadurch die Population der Schweinswale in Deutschland zugenommen hat. Wenn man im Mai an der Elbe steht, kann man tatsächlich das Glück haben, ganze Schulen flussaufwärts ziehen zu sehen.

Irgendein kluger Mensch sagte neulich einmal: Es stören mich gar nicht die satten Zufriedenen, es stören mich eigentlich immer mehr die Satten, die immer unzufrieden sind.“ Ja, er hat wohl recht, in so vielem geht es uns gut, besser als einem Großteil der Menschen auf dieser Welt, aber wir sind alles- haben-Woller und nichts-geben-Woller geworden…

Schade, wie häufig könnten wir einen Augenblick genießen oder auch nutzen und tun es nicht, sondern sitzen unzufrieden herum, meckern und machen damit alles schlechter, egal, ob es vorher gut oder nicht so gut war….

Das grüne Band: „Entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens konnte sich die Natur über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Dies betraf nicht nur den eigentlichen Grenzstreifen, sondern aufgrund der Abgeschiedenheit häufig auch große angrenzende Bereiche. Das Grüne Band durchzieht wie eine Perlenschnur im Wechsel großräumig wertvolle Gebiete und ausgeräumte, intensiv genutzte Agrarlandschaften wie z.B. die Börden.“[1] „Im Jahr 2012 wurden 63,3 % der Fläche des Grünen Bandes und sogar 76,4 % der Offenlandfläche im Grünen Band von gefährdeten Biotoptypen eingenommen (Kategorien 1-3 der Roten Liste der Biotoptypen Deutschlands von 2006).“  Das Grüne Band ist damit Lebensraum von über 1.200 gefährdeten Tier und Pflanzenarten. Der Schutz des grünen Bandes lohnt sich also und wird von allen Seiten angestrebt! „150 Naturschutzgebiete liegen im bzw. grenzen an das Grüne Band an.“[2] Schritt für Schritt kommt es voran. [xi]

Und seht mal, wie weit es geht![3]

Mir fällt noch mehr ein, aber Ihr seht auch so, es sind gute Nachrichten zu finden, die Jugend macht Gutes, die Welt ist nach wie vor schön.

Und nun können wir mithelfen, dass es so bleibt oder auch schöner wird. Wir haben die Wahl. Unser Tun entscheidet über die Zukunft. Und es wird gut, wenn wir denn wollen.

Ich grüße Euch sehr, sehr herzlich hier aus dem ganz warmen und sonnigen Norddeutschland!

Ganz herzlich!

Eure Cornelia

Cornelia Cornels-Selke

„Damit Sie wieder leuchten können!“

 

ISBN 978-3-00-044257-5

[1]Zitat: https://www.bfn.de/0311_gruenes_band_de.html.

[2] Zitat: http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/gruenes_band/gruenes_band_deutschland/.

[3] Vgl: http://www.bfn.de/0310_steckbrief_gruenesband.html?&0=.

[i] http://futurezone.at/science/ozeane-koennen-sich-mit-muellbarrieren-selbst-reinigen/68.719.655.

[ii] https://secure.oceanconservancy.org/site/Advocacy?cmd=display&page=UserAction&id=1183&s_src=16WAXAWXXX&s_subsrc=16AWAPMHI2.

[iii] http://motherboard.vice.com/de/read/17jaehrige-entwickelt-ein-geraet-das-gleichzeitig-sauberes-wasser-und-strom-erzeugt.

[iv] Vgl.: http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit/d/7225706/17-jaehriger-erfindet-die-sekundenschnelle-wundheilung.html.

[v] Zitat: http://www.tagesschau.de/ausland/ozonloch-103.html.

[vi]Zitat: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/was-wurde-eigentlich-aus-dem-ozonloch-a-1047081.html.

[vii] Vgl.: http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/.

[viii] Vgl.: http://www.ottogroup.com/media/docs/de/Nachhaltigkeitsbericht/0001-Otto-Group-CR-Report-2015.pdf.

[ix] Vgl.: Reichholf, Josef H., Ornis, Das Leben der Vögel, 2014, Beck Verlag, S.31.

[x] Zitat: Reichholf, Josef H., Ornis, Das Leben der Vögel, 2014, Beck Verlag, S.81f.

[xi] http://apps.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1015.pdf.

Unterwegs

Hartsee

Liebe Freunde

Wenn wir unterwegs sind durch Deutschland fällt schon von der Autobahn aus auf, wie viel Landschaft dieses kleine und hochindustrialisierte Land doch hat.

Hoch nach Schleswig-Holstein ist der Verkehr ruhiger und ich erlebe links und rechts Augenweiden durch grüne Hügel und Buckel in der Landschaft und Waldflecken, leuchtenden Raps oder duftendes Getreide, Wiesen und immer mal wieder ein Blick auf die Ostsee.

Oder, wenn es an die Nordsee geht, ist mit dem Nord-Ostsee-Kanal, spätestens aber mit Überquerung der Eider eine andere Welt erreicht, in der es ruhig und gelassen läuft, mit unendlichem Blick und riesengroßem Himmel über uns, Schafen auf Deichen und lichter Luft.

AmrumEiderland

Skt.Peter-Ording

Oder die Fahrt nach Berlin: Manchmal fahren wir morgens hin und abends zurück. Dann liegt morgens der Dunst golden schimmernd über der Landschaft und abends fahren wir in den Sonnenuntergang hinein, wie durch einen grenzenlosen Park. So um Parchim herum geht der Blick in endlose Weite über sanft geschwungene Landschaft. Und was die Kamera nicht schafft, das tut das Auge, es wandert durch vorbeiflitzende Bäume hindurch weiter durch die Landschaft, die Anhöhen und Wellen hinauf und hinunter, sieht vorne die Kraniche oder Rehe und hinten die blauer werdende Ebene.

Oder gen Süden, auf einer ganz normalen Autobahn (A7) bei Hannoversch Münden ist für Sekunden ein besonderer Blick sichtbar, der alle vorher und hinterher übertrifft, dann rollt der Wagen schon weiter. Höhe auf Höhe, Tal um Tal reihen sich aneinander, dass ein Kunstwerk vor Dir liegt, wie es kein Caspar David Friedrich je schaffen kann. Etwas weiter östlich, die Werra entlang ist Thüringen und das hat eine Landschaft, dass ich glaube, hier sind die Märchen entstanden. Auf den Hügeln Burgen in der Sonne und dazwischen Täler, in die ich im Vorbeifahren versuche, mit dem Auge weiter hinein zu wandern. Und die Hügel selbst sehen aus wie riesige Tiere mit dichtem Fell, die sich zum Schlafen gelegt haben.

Eisenach

Zu gerne tauchen wir tiefer ein in all diese Schönheit und nehmen gerne die Fahrräder mit, um mehr zu sehen, mehr zu fühlen, mehr zu riechen, was an Natur und Schönheit auf uns wartet

Zum Beispiel durch einen Wald hoch über der Flensburger Förde und dann vorbei an grasenden Wildgänsen und Uferschilf,

Flensburger Förde

oder an der Werra entlang, es ist schön am Wasser entlang zu radeln. Oder durch den Thüringer Wald über den Rennsteig durch Blatt-, Farn- und Pilzduft.

Rennsteig

Das ist dann schon mal schweißtreibend bei den Steigungen, durch die man aber immer wieder Panoramablick geschenkt bekommt.

Wartburg

Lohne/Dinklage, bisher nur eine Autobahnausfahrt für mich, kurz bevor es hügelig wird, also irgendwie Flachland…

Dinklage

… es entpuppt sich als Landschaft ohne Ende, das Oldenburger Münsterland, im Mai mit Wäldern aus Rhododendren und schwingenden, glänzenden Gerstenmeeren, durch die man ganz leicht auf ebenen gut angelegten Fahrradstrecken gleitet.

Oder um die bayrischen Seen, so viele, alle anders: Der Hopfensee mit Traumkulisse aus Bergpanorama, der Weißensee mit helltürkisem Wasser und schroffer Felswand oder der dunkelgrüne Alatsee, hoch oben, Chiemsee mit Weitblick oder daneben der kleine stille Hartsee, einsam und ruhig – wundervoll, das alles zu erfahren, sehen und erleben zu dürfen.

Hartsee2

Mit einem Pedelec habt Ihr diese Erlebnisse auch, nur dass Ihr dann immer Rückenwind habt J .

Aber man kann ja auch noch etwas langsamer und intensiver an alles gehen und, wo auch immer, am Strand, über Almwiesen, durch Wald und Berge, auch über steile Steige, ein Teil der Landschaft werden und einfach nur sein und spüren und große Augen und weite Herzen bekommen… (und immer reich beschenkt treten wir aus dem Wald heraus)

SteinpilzeBrombeeren

Deutschland ist ein wunderschöner Flecken!

Und es bietet sich an, über die Grenzen zu schauen, denn immer nur ein paar Stunden weiter nach Norden, Süden, Osten, Westen geht die Schönheit weiter!

Deutschland hat die meisten Nachbarn in Europa, Helmut Schmidt sagte einmal: „Wir wollen gute Nachbarn sein“ und das sind wir vielleicht auch? So gerne, wie die Deutschen reisen, haben sie auch die Chance, zu lernen, zu verstehen, die Europäische Vielfalt zu erleben und lieben zu lernen. Das grüne Dänemark, die heile Welt Südtirol,

Kalterer See

die Schärenküste, die Alm, das Bergmassiv, all die schönen Inseln, oder den Stiefel ganz unten im Mittelmeer. Wir könnten Bücher füllen (und tun es ja auch) über alles, alles, alles und dann über noch unsere Vorlieben darin…. So vielfältig wie die Landschaften, sind die Menschen, sind die Sprachen. Man stelle einen Schweden neben einen Spanier… Das geht ja, wir sind frei und immer fleißig innerhalb unseres Kontinents unterwegs und pflegen Freundschaften über alle Grenzen hinweg. Jedes unserer Länder hat Religionsvielfalt! Es ist auf jeden Fall eine Wonne hier zu leben und hier zu reisen, alles zu entdecken und auch explicit für sich persönlich zu entdecken und zu erkennen, was die Schönheit dieser Welt und des eigenen Lebens darin ausmacht.

Nebenbei kommen mir im Auto folgende weitere Gedanken:

Ich bin stolz auf Europa und ein Teil davon zu sein! Wir sind souverän, wir sind stark – finanziell und menschlich -, denn wir sind vielfältig und wir sind einig. Wir haben es geschafft, mit unseren bunten Mischung Frieden zu schaffen, zu halten und auch einen gewissen Wohlstand zu bewirken. Wir haben wundervolle Natur und Tierwelt und auch ein Bewusstsein dafür. Wir haben Kultur und Bildung, wir reisen gerne zu unseren Nachbarn und lernen immer mehr von ihnen, nicht nur ihre Rezepte und ihre Sprachen. Wir sind autark, wir haben Geschichte, wir sind dabei quicklebendig, wir können was und wir tun was. Wir sind kein Ländle, wir sind ein Kontinent mit eigenen Regeln und Gesetzen, die wir über Jahrhunderte herausgearbeitet haben.
Europa ist ein ganz besonders vielfältiger Kontinent – eben Europa – einzigartig auf der Welt.

Warum sollten wir zu den Regeln anderer immer nur nicken, wo wir es doch besser können? Bei einem dieser jetzigen Freihandelsabkommen, wie auch immer sie heißen, soll bei uns das Gute zum Nutzen (Gewinn) anderer abgeschöpft werden. Dem können wir in unserer Stärke entgegen treten und sollten es auch tun (auch wenn wir mit fingierten Krisen und Kriegen in die Angst getrieben werden sollen). Handel nur wenn er fair ist! Das sollte grundsätzlich gelten! Lasst uns dafür einstehen! Lasst uns echt bleiben.

Und wenn wir wieder nach Hause kommen, dann liebe ich es, barfuß durch den Garten und über den Rasen zu gehen, evt. die Pflanzen zu wässern oder einfach nur jedes Fleckchen zu begrüßen, mit den Vögeln zu sprechen, tief ein und aus zu atmen und ganz anzukommen. Ich schau den Libellen und Fledermäusen zu, wie sie im letzten Licht jagen, solange bis die ersten Sterne plinkern und alles ist gut.

Danke für die schöne Zeit!

Eure Cornelia

Oberbozen

Cornelia Cornels-Selke

„Damit Sie wieder leuchten können!“

Naturheilkundliche Praxis für Ganzheitsmedizin•

Reiki-Schule • Schwimmen mit Delfinen •

Leben aus der Vision® • Lernen im Schlaf •Chinesische

Quantum Methode® • Masterminding

21244 Buchholz • Tel: 04181/940 8117 (auch Skype möglich)

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