Eine Idee zum 35. Berufsjubiläum

Buchholz, den 17.8.2022

Heute nur eine kleine, persönliche Note. Fast wäre es sogar an mir unbemerkt vorbeigezogen (aber nun, einen Monat später, ist es ja immer noch so):

Seit nunmehr 35 Jahren bin ich Heilpraktikerin.

Seit gut acht Jahren arbeite ich (durch mein Studium) eher in Teilzeit.

Ich bin nicht mehr in einer großen, eleganten Praxis, sondern in einem selbstgebauten Tiny House aus geschenktem Holz etc.

Ich mache keine Werbung mehr, sondern arbeite nur an „meinen“ Patient*innen oder wenn jmd. aufgrund Eurer Empfehlung kommt. Ich pflege meine Website, damit man mich findet, wenn man gezielt sucht, das ist alles.

Insofern ist dieses Praxisjubiläum keine große Sache, eher ein persönlicher Meilenstein.

Aber es ist schön, so zu arbeiten! Ich liebe mein Tun. Und freue mich immer wieder über meine hippe Hütte.

Vor allem behandele ich jetzt eigentlich nur noch Freunde – d.h. Menschen, die ich schon lange kenne und wirklich schätze – und ich habe mehr Zeit für einzelne Behandlungen als früher.

Auf diese sehr freie und sehr schöne Weise kann man auch Gutes bewirken und es macht mir nach wie vor Freude.

Doch (Ihr wisst das, Ihr lest meine Briefe) wie gerne wollte ich noch mehr tun. Wie könnte ich etwas mehr an Heilung oder zumindest Linderung in die Welt bringen?

Jetzt zum Beispiel: Gerade waren wir mit Freunden an der Schlei – aber natürlich ist mir bewusst, dass gleichzeitig an anderer Stelle der Ostsee eine Giftsuppe hineinläuft. Ein Familienmitglied wohnt auf Usedom, ich empfinde die Oder und das Stettiner Haff, in das sie mündet, also auch persönlich als sehr, sehr nah

(Vgl.: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/oder-fischsterben-baden-stettiner-haff-ostsee-100.html ,16.08.2022).

Hier stand bis vor kurzem ein Jubiläumsangebot, das ist nun leider überholt. –

Ansonsten freue ich mich aufgrund des Jubiläums einmal mehr über Euch, diesen Kreis von empathischen Menschen, mit denen ich über solche Dinge sprechen kann, die mich seit 35 Jahren begleiten und interessiert sind, die mich bei der gemeinnützigen Arbeit der Delfinbotschaft unterstützen, die selbst eigene Wirkungskreise haben und da sehr, sehr fleißig sind. Ihr macht mir so viel Hoffnung, Ihr wisst das gar nicht, auf eine gute, lebenswerte Zukunft.

 

Ich grüße Euch hiermit also alle sehr herzlich aus der sehr warmen, trockenen Nordheide, in der es aber gerade zum Glück etwas gewittert und geregnet hat.

Cornelia Cornels-Selke

Ziemlich viele Gedanken

Ziemlich viele Gedanken

 

Lieber Freunde, liebe Leser

 

An einem recht frühen Morgen kam  ein kleiner Junge weinend auf der Straße an unserem Grundstück vorbei gelaufen. Es war ein sehr trauriges Weinen und ich ging schnell zur Pforte, um zu schauen, ob ich ihm helfen müsse. Nein, er war in Begleitung der Mutter. Die sah mich und sagte: „Da musst Du jetzt auch gar nicht weinen, das ändert überhaupt nichts!“ Wahrscheinlich sagte sie es eher zu mir, da ich sie stumm ansah, und sie fuhr fort, kluge Vorträge zu halten. Doch das Kind weinte weiter und rief: „Doch Mama, muss weinen, Mama, traurig, Mama!“ Wie man merkt, war er noch sehr klein, vielleicht drei Jahre alt und lief auf seinem kleinen Laufrad der Mutter hinterher.

Ja, ich habe keine Ahnung, was vorher gewesen war… Ich habe mich nicht eingemischt, sie sah ja meinen Blick…

Aber ich weiß, dass verzweifelte Kinder für mich kaum zu ertragen sind.

Deshalb möchte ich auch so sehr, dass die Kinder, die freitags demonstrieren und versuchen mit ihrem Rufen unsere Gewissen und unsere Herzen zu erreichen und damit unser Tun zu bewirken, – ich möchte, dass sie Erfolg damit haben, egal ob sie 9 oder 19 sind. Dass ihnen Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung erspart bleiben.[i]

An dem vergangenen Karfreitag kamen mir, denn es war ein Fridays for Future-Karfreitag, unendlich viele Gedanken, die sich auch nicht wegdrücken lassen und von denen ich nun hier ein paar aufschreiben möchte: Es kamen ja zwei Aspekte zu einem Bild, zu einer Aussage zusammen: Denn, wen kreuzigen die Menschen schon seit Jahren? Und wissen das. Und hören aus Bequemlichkeit, oder Unverständnis oder gar aus Profitstreben nicht auf damit. Unsere eigene Erde, – diese blaue Kugel, auf der wir durchs All schweben. Die Natur, die Tiere, unsere Umwelt, den Boden, das Wasser, die Luft, das Klima.

Wie häufig sehe ich abrasierte Natur, auch jetzt zur Setz- und Schonzeit, die versucht, sich wieder zu erholen. Sie könnte und sie würde das, wenn wir sie nur in Ruhe ließen. Doch Menschen, die diesbezüglich die Stimme erheben, werden oft genug tot geschwiegen oder anders ins Abseits geschoben.

Stattdessen scheint das Tempo beschleunigt zu werden, schnell noch das Letzte rausholen, bevor es womöglich verboten wird, scheint die Devise: Firmen wissen häufig genug, welche Auswirkung ihr Tun hat, sie haben Studien darüber machen lassen – und so viele machen doch weiter, bis zum Schluss. Erst wenn es verboten wird, erst wenn rechtliche Schritte gegen sie Erfolg haben, hören sie auf, – bzw. dann machen sie in anderen Ländern mit schwächerem Rechtssystem weiter.

(Als Beispiel die Spritzmittel, Biozide, die in Boden und Luft, Wasser, Nahrung, Körper gehen und sich über diesen Kreislauf überall verteilen. – „Tausende Menschen sind gegen das Unternehmen vor Gericht gezogen. Tausende! Sie klagen, weil sie in Monsantos Glyphosat-Produkten eine Ursache für ihre Krebserkrankung sehen. Bayer-Monsanto bestreitet das, doch bisher sieht es vor Gericht nicht allzu gut aus für den Konzern. Gerade verdonnerten ihn Geschworene in San Francisco zu einer millionenschweren Schadenersatzzahlung – sie teilten die Einschätzung eines Bauern, dass Monsantos Pestizide etwas mit dessen Krebserkrankung zu tun haben.“)[ii]

Ich habe Euch schon viele Links von anders arbeitenden Unternehmen geschickt, die zeigen dass es geht, wir können also längst einen höheren Standard in Sachen Umweltverträglichkeit ansetzen.

Doch gibt es leider immer noch die Unbelehrbaren, die nur ihr eigenes Interesse verfolgen.

Es erinnert mich an die Fahrt der Titanic:

Wer die Geschehnisse auf der Titanic verstanden hat, der ahnt, dass wir uns in ähnlicher Situation befinden: Ein Schiff, das mit voller Geschwindigkeit durch ein Eisfeld fährt, Menschen darauf, die sich in Salons amüsieren, entweder sitzen sie dort in Unkenntnis oder wetten gar auf einen Geschwindigkeits-Rekord. Wer wettet? Menschen, die sich überlegen und sicher fühlen. Die das Geld zum Wetten haben. Haben sie nicht mitbekommen, dass schon beim allerersten Ablegen des Schiffes, es andere Schiffe in den Sog gezogen hat, weil der Hafen in Southampton voll war und der eitle Kapitän zuviel Gas gab? Ist es ihnen egal? Sie zocken weiter, auf Kosten aller. Gibt es andere Menschen, die vielleicht zur Ruhe mahnen?

(Die Frauen hatten damals noch kein Wahlrecht, hatten sie deshalb auch nichts zu sagen? Haben sie ihre Männer machen lassen? Oder haben sie sogar noch angestachelt?)

Was ist mit den Menschen der unteren Decks? Passive Hinnahme?

Dazu ganz unten an den Kesseln Heizer, die im Schweiß stehend Kohlen im Akkord in die schon glühenden Öfen schaufeln und gleichzeitig versuchen einen Brand an Bord zu verhindern. Sind sie fähig zu streiken, so wie ihre Kollegen in Southampton das gerade getan haben? Wäre dadurch nicht etwas zu ändern? Aber sie sind abhängig von ihren Jobs, sie glauben, nicht, dass sie Macht haben, irgendetwas tun zu können. Sie ahnen oder ahnen nicht, dass sie, je mehr sie schaufeln, den Untergang anfeuern und als erste ertrinken werden.

Sollten die Musiker in den Salons warnen? Aufhören zu spielen und stattdessen eine Ansage machen?

Oder die Kinder? Sollen sie jetzt aufstehen und sagen, dass sie den Kurs geändert haben möchten?

Am 14. April 1912, kurz nach Ostern, ist die Titanic kurz vor Zwölf (Mitternacht) mit einem Eisberg kollidiert und nicht ganz drei Stunden später am 15.4.1912 untergegangen.[iii]

Verstehen wir das Geschehen? Können wir lernen aus einem Teil der Geschichte? Ich glaube, wäre die Geschichte der Titanic richtig verstanden worden, hätte es keinen I. Weltkrieg geben müssen, der nach ganz ähnlichem Muster, nur in großem Stil, ablief.

Sogar die Titanic hatte ihre Warnungen bekommen. Es gab ein Buch „Der Titan“, das 14 Jahre vorher erschienen war und, also vor der Zeit, erstaunlich ähnlich den Untergang dieses „unsinkbaren“ Schiffes auf der Fahrt nach New York durch einen Eisberg beschrieb.[iv]

Albert Schweitzer lebte damals und er sagte über seine Zeit: „So kam unsere Zeit, gedankenlos, wie sie war, zu der Meinung, daß Kultur vornehmlich in Wissenschaften, technischen und künstlerischen Leistungen bestehe und ohne Ethik oder mit einem Minimum an Ethik auskommen könne“.[v] Auch sprach er von dem „kollektiven Verzicht auf ernsthaftes Nachdenken“. Er sagte, das technisch Machbare nehme ständig zu, die ethischen Instanzen/Steuerungskräfte nähmen ab oder stagnierten. Er sprach von einer Vertauschung, denn die Ethik werde abhängig vom Technischen. Der Blick auf das Ganze sei verloren gegangen.

Und so ähnlich scheint es gerade zu sein auf unserer Erde, mit der wir alle im All unterwegs sind. Es finden sich so viele Parallelen, dass ich staune und fröstele.

Lasst uns mal die Kohlen aus dem Feuer holen, um die Fahrt in die falsche Richtung zu verlangsamen und um dann eine neue Richtung zu kriegen. Lasst uns mal nachdenken, statt die Zocker zu unterstützen oder gar in dem eitlen Spiel mitzumachen.

Schaut doch nur mal von oben auf die Bundesrepublik: Wie ein Krebs fressen sich allerorten Löcher in die Landschaft. Hier in Buchholz, in Trelde, in Bienenbüttel, in Nenndorf, rund um uns herum. Genauso aber auch in Norderstedt, in Coburg, in Eisenach, in kleinen und kleinsten Orten. Denn man sieht in schönster Natur (da wo kein Privatmensch bauen darf, weil es Außenbereich ist, der angeblich nicht zersiedelt werden soll) Gewerbegebiete entstehen. Wälder gehen verloren, Hallen entstehen, groß wie Weizenfelder, – von der Politik gefördert, weil man meint, dadurch Steuereinnahmen zu erhalten. Das geschieht aber kaum. Denn geht es einer der Firmen gut, dann expandiert sie, zieht in ein neues Gewerbegebiet um, baut neue, größere Hallen und schreibt diese ab.

Ich will nicht zu sehr in das Thema einsteigen, ich kann allmählich jede Seite dazu beleuchten und viele Seiten mit den Auswirkungen füllen. Das will ich Euch kaum zumuten. Aber es ist ein Beispiel dafür, wie lebendige Landschaft, die Jahr um Jahr neu wachsen, neu blühen, neu Frucht bringen und Mensch und Tier ernähren würde, geschlachtet wird und ab jetzt wächst hier nie wieder etwas. Nach wie vor gehen täglich rund 90 Hektar Acker und Grünland durch Überbauung und Versiegelung weiter und weiter verloren – und damit der Jahresbedarf des Grundnahrungsmittels Brot von über 10.000 Menschen! Es ist ein Beispiel dafür, wie wir mit unserer Umwelt umgehen.

Ein kluger Mann sagte dazu: „Weiß die Hefe, dass der Topf endlich ist?“

Und so könnte man viele Themen, Ansatz und Auswirkung, anschauen und sich bei jedem erschreckt abwenden, egal ob man in die Umwelt oder unseren Körper schaut, der ganz genauso mit Krankheit auf das kranke Tun reagiert, wie die Erde.

Mir selbst geht es, Gott sei Dank, gut! Wenn ich überlege, wie es manch anderen geht: in Minen für Edelmetalle in Smart Phones, für Uran in Atomkraftwerken oder auf Feldern für Schokolade, die auf den Ostertisch gekommen ist. Es geht mir wirklich gut. Vielleicht daher kommt mein Bedürfnis, etwas zu geben, etwas zu tun, etwas zu bewirken. Und so gucke ich, was ich verändern kann im eigenen Leben. Und ich glaube, dass das geht. Ich möchte an dieser Stelle also doch lieber Mut machen, dass wir ganz viel tun können, als hier weiter zu jammern. Dass wir bewirken können: jeder, jede, klein und groß. Mit jedem Kind, mit jedem von uns, verbindet sich Hoffnung. Mit jedem Menschen, mit jedem von uns, kommt auch Gutes in die Welt, und daraus kann weiter Gutes werden, Gutes entstehen. Die Kinder haben vielleicht noch nicht soviel Macht, aber helle Stimmen, die sie auch erheben. Wenn wir mehr Macht haben in diesem Leben, dann können wir jetzt auch mehr tun. Alphatiere können vielleicht auch anders: Wir brauchen Menschen mit Verstand UND Herz!

Albert Schweitzer hatte damals vorgeschlagen: Der Blick auf das Ganze muss aufholen. „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ „Ich fühle mich genötigt, allem Willen zum Leben die gleiche Erfurcht vor dem Leben entgegen zu bringen wie der eigenen.“ Und: „Gut ist, Leben erhalten und Leben fördern. Böse ist Leben vernichten und Leben hemmen.“[vi]

Und mit dieser Blick- und notwendigerweise Handlungsveränderung wäre es möglich, das zu feiern, was man ein Wunder nennt, – eine echte Auferstehung. Ich jedenfalls möchte es erleben! Ich weiß, diesmal müssen wir selbst Teil dieses Wunders sein, aktiv mitmachen. Aber dann kann es gelingen.

Der Countdown für 2020 läuft: Wenn wir ganz viel Zeit geben wollen, bis Ende 2020, dann haben wir noch 608 Tage, um die Ziele zu erreichen, die damals auch von der Bundesrepublik in Paris (12. Dezember 2015) beim Klimaschutzübereinkommen formuliert wurden.[vii] 589 Tage, wenn wir bis zum Jahrestag des Übereinkommens rechnen, 243 Tage, wenn wir bis Anfang 2020 rechnen.

So oder so, zählen alleine reicht natürlich nicht aus. Laut Klimaschutzbericht von 2018 beträgt die Verringerung der Treibhausgase (CO₂, Methan, Lachgas) statt der für das Jahr 2020 angestrebten 40% nur 31%. In den letzten Jahren stagnierte nämlich der Abwärtstrend und stieg zuletzt sogar wieder an.[viii] Das Umweltbundesamt selbst spricht von der Notwendigkeit massiver, rascher zusätzlicher Anstrengungen.

Wichtig ist, auch wenn ich gerade ziemlich kritisch schreibe, dass wir daran glauben, dass uns ein förderliches Handeln möglich ist. Glaube, Liebe Hoffnung sind aktueller denn je, denn dann werden wir auch etwas schaffen – schließlich auch andere mitreißen, die jetzt noch zögerlich oder voll des Unwillens sind. Es wäre ein Jammer, den Glauben, den Kopf und die Hände sinken zu lassen, gerade jetzt, wenn es drauf ankommt!

Wenn jeder von uns grob 80 Mio Deutschen nur 1% (ein Prozent) verändert, ist das ein Riesenschupps und eine gut sichtbare Veränderung in Deutschland. Und wenn 40 Mio wieder nichts tun, dann schaffen die anderen 40 Mio vielleicht auch zwei Prozent Veränderung?

 

  • Fange ich mal bei mir an: Das Schwimmen mit Delfinen in Key West könnte ich in diesem Jahr (Juli 2019) noch stattfinden lassen, 2020 lasse ich fallen, denn ein Flugzeug ist zwar ein öffentliches Verkehrsmittel, aber eine Belastung für die Natur.
  • Ansonsten finde ich öffentliche Verkehrsmittel sehr hilfreich, auch Fahrräder oder auch das Selbst-Gehen. Im nächsten Rundbrief kommt deshalb, passend zu der Aktion „Stadtradeln“, unsere Aktion von der Delfinbotschaft: „ONE LESS CAR“. Ich erzähle also bald genauer, was wir als Idee haben, die wir, gemeinsam mit Euch, gerne durchführen möchten. Ob Ihr da aktiv mitmacht oder einfach unterstützt, ich würde mich freuen, wenn wir tüchtig Bewegung in Deutschland erreichten.

Wir können hier und da und dort beginnen. Was fällt Euch sehr leicht? Was empfindet Ihr als sehr wichtig? Was bringt besonders viel? Guckt doch mal in die letzten Rundbriefe, da sind ganz viele Möglichkeiten aufgezählt. Aber es gibt unendliche viele Ideen mehr.

  • Einen Teil des Rasens nicht mähen, sondern zur Insektenwiese umwandeln (das macht sogar unser Großpapa in diesem Frühjahr). Beim Umweltinstitut.org gibt es einen kostenlosen Ratgeber für Balkon und Garten für Bienen und Schmetterlinge.
  • Statt mit Waschpulver mit Efeublättern waschen.
  • Guppyfriend Waschbeutel kaufen, um bei der Wäsche die anfallenden Microwaste-fasern aufzufangen. So wird vermieden, dass sie in den Wasserkreislauf gelangen (guppyfriend.com). Nähere Information gibt es auch hier: stopmicrowaste.com.
  • Kinder mit dem Fahrrad zur Schule bringen.
  • Anders essen macht besonders viel aus (und es macht auch uns selbst gesund).
  • Gezielt bestimmte Petitionen mitzeichnen. Zum Beispiel diese im Bundestagspetitionsforum: Bei der Klimaschutz-Petition von Parents for Future müssen bis zum 06.05.2019 mind. 50.000 Mitzeichner erreicht werden, damit sich der Bundestag damit beschäftigt. Aktuell fehlen noch rd. 21.500 Mitzeichner. https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_03/_17/Petition_92294.mitzeichnen.registrieren.html
  • Am 24. Mai beim globalen Klimastreik mitmachen, um das Momentum zu unterstützen.
  • Kosmetik ohne Tierversuche nutzen.
  • Denkt Euch aus, was Ihr selbst gut und gerne tun wollt, dann gelingt es leicht.

Ich weiß, dass Ihr Euch schon Gedanken macht und das finde ich sehr, sehr gut!

Vielleicht können Euch meine Zeilen unterstützen und auch Hoffnung geben, dass Ihr nicht alleine in Euren Bemühungen seid. Denn die Bemühungen der vielen umdenkenden Menschen zeigen schon Früchte.

Interessant ist dazu z.B. ein Artikel der Wirtschaftswoche, die beklagt, dass die Generation Z (die um 2000 Geborenen) durch ihr Nicht-Interesse die großen Marken in Bedrängnis bringe. Global verlören die Weltmarken an kleinere Unternehmen. Zum Beispiel hätten kleine, spezialisierte Marken 40 Prozent des europäischen Hautpflegemarktes erobert und seien eine Bedrohung für Nivea, also Beiersdorf. Der Kunde, die Kundin habe das Gefühl, dass die großen Firmen weder ihre eigenen Marken noch den Konsumenten schätzten und deshalb schwenke man um zu kleineren, liebevoller gepflegten Marken. Eine Werbeintensivierung würde nichts nützen. Die Menschen seien werbemüde. Die unvorstellbare Werbeflut hat sie resistent gemacht. Der Werbemarkt ist im ersten Quartal 2019 erstmals deutlich im Minus.[ix]

Das sind in meinen Augen doch echt Zeichen, dass eine andere Kaufhaltung seitens der Kunden wirklich, wirklich wahrgenommen wird. Ich mag Firmen, die umdenken und naturschonend produzieren. Das möge sich jetzt bitte durchsetzen und ich persönlich freue mich, dass es auch beginnt. An dieser Stelle können wir also ganz einfach unterstützen und es bringt tatsächlich was.

Der Kunde, die Kundin hat es ja auch geschafft, dafür zu sorgen, dass die eingeschweißte Bio-Gurke (ausgerechnet die) jetzt ohne Plastik angeboten wird.

Denkt doch mal, will auch nur eine/r der Wanderer, dass die Beschichtung ihrer Outdoor Kleidung die Antarktis verschmutzt? Gerade diese Menschen lieben doch die Natur und wollen sie lebendig erleben! Dennoch ist da wohl etwas komplett verkehrt gelaufen und genau diese Beschichtung ist im Antarktischen Eis gefunden worden. Dass es auch anders geht, zeigt die Firma Patagonia, sie übernimmt seit 1996 eine „Pionierrolle in Sachen Umweltschutz“[x] und setzt hier andere Standards. [xi]

Zum Beispiel mit Fleece-Bekleidung aus recycelten PET Flaschen oder ihrer Kampagne „Don’t buy this Jacket“ –   „Kauf diese Jacke nicht“ (Das stand auf den Anhängern an den verkäuflichen Jacken im Laden, damit man nachdenkt, ob man diese Jacke wirklich braucht).

Das finde ich richtig gut.

Bestimmt fällt Euch noch ganz viel dazu ein und ich hoffe, wir können schon in den nächsten Tagen zeigen, dass wir gewillt sind, dass wir mitdenken, dass wir etwas bewirken können.

Lasst uns gleich heute beginnen.

Ganz viele hoffnungsvolle Grüße dazu von mir

Eure Cornelia

 

[i] Anm.: Sehr gut ist in der letzten SZ (Nr. 98, 27./28. April 2019 Seite 3) unter „die Reifeprüfung“ berichtet worden, wie es anfing. Wie Greta Thunberg voller Kummer über die jetzige Weltsituation („in der 5.Klasse hörte sie auf zu lachen, zu reden, die Eltern notierten, wie viel sie aß“) im August 2018 anfing, freitags die Schule zu verweigern und stattdessen vor dem Rathaus zu sitzen und zu demonstrieren.

[ii] Zitat: Rücker, Martin, Foodwatch, Rundbrief vom 12.4.2019.

[iii] Vgl.: https://www.titanicverein.de/die-geschichte-im-uberblick/.

[iv] Vgl.: https://www.focus.de/kultur/buecher/der-untergang-der-titan-das-buch-das-die-titanic-katastrophe-vorhersah_aid_728890.html.

[v] Zitat: Schweitzer, A., Kultur und Ethik, S.38.

[vi] Zitat: Schweitzer, Albert, Kultur und Ethik, S. 331.

[vii] Vgl.: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/paris_abkommen_bf.pdf.

[viii] Vgl.: Umweltbundesamt.de. Siehe unter „Indikator: Emission von Treibhausgasen“.

[ix] Vgl.: WiWo, „Generation Z bringt große Marken in Bedrängnis“ vom 30.4.2019.

[x] Aussage vom Globetrotter Magazin.

[xi] Vgl z.B. die Website von Patagonia.

Gute Nachrichten

Ich habe lange nicht mehr geschrieben, bzw. wenn ich geschrieben habe, sah es altgriechisch aus. Aber das ist geschafft, wie so manches andere und nun sollt Ihr wieder Post von mir erhalten, es ist überfällig.

Drei verschiedene Rundbrief schwirren durch meinen Kopf und ich musste sie nun schon recht lange in irgendwelche Ecken und Gehirnwindungen zur Aufbewahrung stecken, in der Hoffnung, dass ich sie da dann wiederfinden kann, wenn ich denn endlich wieder Zeit zum Schreiben habe.

Ein bisschen hoffe ich, dass Ihr meine Briefe schon vermisst habt, und natürlich, dass Ihr diesen Brief hier gerne lest, denn mit ihm möchte ich gute Nachrichten bringen. Ich möchte von Dingen, Entwicklungen und Menschen berichten, die gut sind und Gutes bewirken.

Ich weiß: Es geschieht vieles in dieser Zeit und manches scheint in die komplett falsche Richtung zu gehen. Da radikalisiert sich ein Teil dieser Welt – Menschen müssen flüchten, um ihr Leben davor zu retten – und als Antwort darauf radikalisiert sich nun auch das Land, in das sie kommen und eigentlich Schutz suchen wollten. Sind wir denn zum Guten nicht mehr fähig? Weder da noch dort? Und die Zeitungen geben jedem dieser Irrwege auch noch Stimme und Publikum?

Doch ich weiß auch: Es geht anders. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und

  1. wir schreiben daran mit und
  2. macht die nächste Generation schon jetzt manches wieder gut, wo wir noch meinen, ihnen zeigen zu müssen, wo es langgeht.
  3. gibt es schon jetzt viel, viel Gutes, dass wir schließlich auch mal bewusst beschauen und achten sollten, statt einzig auf die schlechten Nachrichten zu starren.

Albert Schweitzer hat „GUT“ einmal definiert:

„Gut ist, was Leben schützt, was Leben rettet und entwicklungsfähiges Leben entwickelt.“ Genauso will ich es auch meinen, wenn ich Euch nun von „Gutem“ schreibe.

Boyan Slat, ein 17 jähriger Niederländer, hatte eine Idee, wie man die Weltmeere reinigen und vom Plastikmüll befreien könnte. [i]Wissenschaftler erklärten dazu vielfach, so sei das nicht möglich. Doch Boyan hat es mit Sponsoren, die er überzeugt hatte, einfach versucht und sich von Zweiflern nicht abhalten lassen. Inzwischen wurde eine Pilotanlage gebaut und – es funktioniert.

Boyan ist jetzt 21 Jahre alt und hat eine Gemeinnützige Gesellschaft gegründet, „The Ocean Clean Up“. Schaut mal, hier ist die Seite: http://www.theoceancleanup.com/ . Sie brauchen Helfer und Spenden, falls Ihr meint, Ihr würdet auch gerne etwas zur Rettung der Weltmeere tun. Eine Pilotanlage ist in der Nordsee 23 Kilometer vor der niederländischen Küste und wird dort jetzt ein Jahr bleiben und arbeitet schon jetzt gegen den (auch unseren) ganzen Müll! Beeindruckend!

In diese Kategorie trifft vielleicht auch diese Neuigkeit: Präsident Obama will den Meeresnaturpark, das [ii] Papahānaumokuākea Hawaii Monument vervierfachen. Damit hätten wir dann den weltgrößten geschützten Meerespark.

Auch hier könnt Ihr helfen: Am 17.9.2016 findet ein weltweites Aufräumen statt, denn Strände werden gemeinsam gesäubert. In Hamburg ist das zum Beispiel der Övelgönner Strand. Aber es gibt eine Karte, da findet Ihr den für Euch nächstgelegenen Strand zum Sammeln. http://www.oceanconservancy.org/our-work/international-coastal-cleanup/clean-up-locations.html Macht mit, das ist eine tolle Aktion, die so in dieser Form auch Spaß bringt. Macht viele Fotos dabei und steckt andere an.

Und in die Kategorie „Tolle Jugend“ passt sicherlich die Erfindung von einer 17-jährigen, Cynthia Sin Nga Lam, die Wasser reinigt und währenddessen Strom erzeugt. [iii]

Genauso der Amerikaner, Joe Landolina, der als 17-Jähriger eine Möglichkeit zur sekundenschnellen Stoppung von innerer und äußerer Blutung entdeckt hat. [iv] Nächstes Jahr soll sie zunächst für Tiere erhältlich sein.

In Sachen globale Veränderungen gab es Ende letzten Jahres die Überschrift: Was macht eigentlich das Ozonloch? Und es stand dort eine wirklich gute Nachricht, die fast überhaupt nicht zur Kenntnis genommen und auch kaum von den Zeitungen verbreitet wurde. „Rund drei Jahrzehnte nach dem Verbot von ozonzerstörenden Chemikalien gebe es Hinweise darauf, dass ein Regenerationsprozess eingesetzt habe und sich die Ozonschicht stabilisiere, berichten Forscher aus Großbritannien und den USA im Fachblatt „Science“[v].“ Der Vertrag von Montreal zeigt seine Wirkung. „Es wurde – auch weil es immer wieder verschärft wurde – zum „vielleicht erfolgreichsten internationalen Vertrag überhaupt“, wie der frühere Uno-Chef Kofi Annan einmal sagte.“[vi]  Und es zeigt sich, dass es sich lohnt, nach Erkenntnissen zu handeln, gemeinsam zu handeln.

Äthiopien – Abgeholzte Steppen verwandeln sich in grüne Wälder. Dies ist eine lokale Nachricht mit großer Auswirkung auf das Weltklima, denn was hier gelungen ist, das wird gerade weiter getragen und wächst so schnell, wie ein Baum wachsen kann. Zunächst hatte der Australier Tony Rinaudo in Niger seine Methode ausprobiert, wodurch dort bereits 200 Millionen Bäume nachgewachsen sind.[vii]  Dann half er mit Erfolg in Äthiopien. Und nun sind es bereits mehr als 5000 Mitglieder, die diese Methode unterstützen.

Die Firma Otto aus Hamburg ist, soweit ich weiß, auch wenn ich die Quelle nicht wiedergefunden habe, mit all seinen Tochterfirmen zweitgrößter Versandhandel im Internet nach Amazon. Im September 2014 erhielt die Otto Group den CSR-Preis der Bundesregierung. Dieser würdigt innovative Unternehmen, die ihre gesamte Geschäftstätigkeit sozial und ökologisch gestalten. Es gibt zum Lesen über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche den Nachhaltigkeitsbericht. Den empfehle ich, wenn Ihr weiter recherchieren wollt. Besonders in Sachen Baumwolle und Holz wird bei Otto viel gebraucht und verbraucht und der Konzern erhöht jedes Jahr den Anteil der nach FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierten Materialien. Vielleicht eine Alternative zu Amazon?[viii]

Etwas aus der Vogelwelt, man sieht aber sofort die Verknüpfung mit anderen Bereichen: Als zuviel Schwefeldioxid in die Luft geriet und der dadurch entstehende saure Regen einen Großteil des Flechtenbewuchses der Bäume zerstörte, 1960er bis 1980er Jahre, wurden die Schwanzmeisen selten, denn sie verkleiden ihre Kugelnester mit Flechten. Seit die Luft, insbesondere in den Städten, wieder besser wurde, nahmen auch die Schwanzmeisen wieder zu – weil die Flechten sich erholten. [ix]

Ein Beispiel für gelungenen Vogelschutz: „Seit nunmehr rund einem halben Jahrhundert genießen die Kraniche auch in weiten Teilen Europas und Nordwestasiens Schutz. Zunächst langsam, dann immer schneller nahmen daraufhin die Bestände des ( „unseres“) Graukranichs zu. Sogar neue Flugrouten entstanden.“[x]

Auch weiß man inzwischen, dass die Vogelrouten – weil die Vögel auf den Balkanrouten stark bewildert wurden, deshalb auf dieser Strecke weniger überlebten und deshalb die Vögel der Gibraltarroute eher die Chance hatten, lebend zurück zu kehren – sich von Osten nach Westen verlagert haben und nun ein Großteil der Vögel die sicherere Gibraltarroute nimmt. So erholen sich auch die gejagten Bestände bereits teilweise.

In Niedersachsen finden heute die Kommunalwahlen statt. Tatsächlich ist auch das etwas Gutes. Wir dürfen wählen. Wie lange hat die Menschheit – und sie tut es noch – dafür gekämpft, in Freiheit wählen zu können, wer regieren und die Geschäfte führen soll. Immer wieder stellen sich auch Parteien zur Wahl, die die Demokratie und die Freiheit, wie auch die Gleichheit in möglichst kurzer Zeit abschaffen wollen. Aber wir können uns informieren und können lieber die wählen, nicht nur Parteien, auch Parteilose, die unseren Zielen entsprechen und damit die Richtung mit bestimmen. In der Kommunalwahl, können wir uns sogar recht einfach und schnell selber wählen lassen, wenn wir aktiv mehr tun wollen. So habt Ihr hoffentlich Eure Stimmzettel ausgefüllt, nicht wahr?

Was mich selbst gerade beglückt, ist, dass in Buchholz die Schulsozialarbeit (deswegen bin ich 2011 in den Rat gegangen) ab sofort auf Dauer in den Schulen fortgeführt wird. Das war jetzt am Ende der Ratsperiode noch ein Grundsatzbeschluss (und ich bin so was von erleichtert, eigentlich ist es nicht zu beschreiben). Denn es ist ja erwiesen, wie sehr sich die Anwesenheit von Menschen, die gezielt Anwalt für die Kinder sind, deren Wohl und Entwicklung verbessert. Dafür bin ich sehr dankbar!

Noch etwas: Neulich waren Christoph und ich baden in einem bayrischen See und da sind mir Jugendliche aufgefallen, hellhäutige und dunkelhäutige, Jungen und Mädchen, alle am Springen und Spritzen und Lachen und Albern – und ich habe gedacht: Es gibt doch wirklich kaum ein Land, oder auch Kontinent, in dem es so gleichberechtigt zugeht, wie hier in Deutschland, bzw. Europa. Wir müssen sicherlich die Löhne, z.B. für Frauen fairer kriegen. Aber dass wir überhaupt davon reden, ist ein Zeichen, dass uns Gleichberechtigung etwas wert ist. Ich bin sehr dankbar hier, in dieser Zeit, in dieser Ecke der Welt zu leben und agieren zu können.

hdr

Während ich hier schreibe (ich habe diesen Text auf dem Laptop vorgeschrieben), fährt übrigens Christoph gerade links neben mir den Wagen und ich blicke auf, weil er über den Storebelt fährt. „Oh, wie schön!“ muss ich rufen, weil der Blick gerade weit über das Wasser geht, während wir über die Brücke zur nächsten Insel fahren. Auch das können wir immer wieder entdecken – diese Schönheit rings um uns herum.

Dazu fällt mir adhoc ein, dass, weil die Elbe und Weser sauberer geworden sind, jetzt wieder Stintschwärme die Flüsse hoch kommen – und dadurch die Population der Schweinswale in Deutschland zugenommen hat. Wenn man im Mai an der Elbe steht, kann man tatsächlich das Glück haben, ganze Schulen flussaufwärts ziehen zu sehen.

Irgendein kluger Mensch sagte neulich einmal: Es stören mich gar nicht die satten Zufriedenen, es stören mich eigentlich immer mehr die Satten, die immer unzufrieden sind.“ Ja, er hat wohl recht, in so vielem geht es uns gut, besser als einem Großteil der Menschen auf dieser Welt, aber wir sind alles- haben-Woller und nichts-geben-Woller geworden…

Schade, wie häufig könnten wir einen Augenblick genießen oder auch nutzen und tun es nicht, sondern sitzen unzufrieden herum, meckern und machen damit alles schlechter, egal, ob es vorher gut oder nicht so gut war….

Das grüne Band: „Entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens konnte sich die Natur über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Dies betraf nicht nur den eigentlichen Grenzstreifen, sondern aufgrund der Abgeschiedenheit häufig auch große angrenzende Bereiche. Das Grüne Band durchzieht wie eine Perlenschnur im Wechsel großräumig wertvolle Gebiete und ausgeräumte, intensiv genutzte Agrarlandschaften wie z.B. die Börden.“[1] „Im Jahr 2012 wurden 63,3 % der Fläche des Grünen Bandes und sogar 76,4 % der Offenlandfläche im Grünen Band von gefährdeten Biotoptypen eingenommen (Kategorien 1-3 der Roten Liste der Biotoptypen Deutschlands von 2006).“  Das Grüne Band ist damit Lebensraum von über 1.200 gefährdeten Tier und Pflanzenarten. Der Schutz des grünen Bandes lohnt sich also und wird von allen Seiten angestrebt! „150 Naturschutzgebiete liegen im bzw. grenzen an das Grüne Band an.“[2] Schritt für Schritt kommt es voran. [xi]

Und seht mal, wie weit es geht![3]

Mir fällt noch mehr ein, aber Ihr seht auch so, es sind gute Nachrichten zu finden, die Jugend macht Gutes, die Welt ist nach wie vor schön.

Und nun können wir mithelfen, dass es so bleibt oder auch schöner wird. Wir haben die Wahl. Unser Tun entscheidet über die Zukunft. Und es wird gut, wenn wir denn wollen.

Ich grüße Euch sehr, sehr herzlich hier aus dem ganz warmen und sonnigen Norddeutschland!

Ganz herzlich!

Eure Cornelia

Cornelia Cornels-Selke

„Damit Sie wieder leuchten können!“

 

ISBN 978-3-00-044257-5

[1]Zitat: https://www.bfn.de/0311_gruenes_band_de.html.

[2] Zitat: http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/gruenes_band/gruenes_band_deutschland/.

[3] Vgl: http://www.bfn.de/0310_steckbrief_gruenesband.html?&0=.

[i] http://futurezone.at/science/ozeane-koennen-sich-mit-muellbarrieren-selbst-reinigen/68.719.655.

[ii] https://secure.oceanconservancy.org/site/Advocacy?cmd=display&page=UserAction&id=1183&s_src=16WAXAWXXX&s_subsrc=16AWAPMHI2.

[iii] http://motherboard.vice.com/de/read/17jaehrige-entwickelt-ein-geraet-das-gleichzeitig-sauberes-wasser-und-strom-erzeugt.

[iv] Vgl.: http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit/d/7225706/17-jaehriger-erfindet-die-sekundenschnelle-wundheilung.html.

[v] Zitat: http://www.tagesschau.de/ausland/ozonloch-103.html.

[vi]Zitat: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/was-wurde-eigentlich-aus-dem-ozonloch-a-1047081.html.

[vii] Vgl.: http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/.

[viii] Vgl.: http://www.ottogroup.com/media/docs/de/Nachhaltigkeitsbericht/0001-Otto-Group-CR-Report-2015.pdf.

[ix] Vgl.: Reichholf, Josef H., Ornis, Das Leben der Vögel, 2014, Beck Verlag, S.31.

[x] Zitat: Reichholf, Josef H., Ornis, Das Leben der Vögel, 2014, Beck Verlag, S.81f.

[xi] http://apps.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1015.pdf.

Unterwegs

Hartsee

Liebe Freunde

Wenn wir unterwegs sind durch Deutschland, fällt schon von der Autobahn aus auf, wie viel Landschaft dieses kleine und hochindustrialisierte Land doch hat.

Hoch nach Schleswig-Holstein ist der Verkehr ruhiger und ich erlebe links und rechts Augenweiden durch grüne Hügel und Buckel in der Landschaft und Waldflecken, leuchtenden Raps oder duftendes Getreide, Wiesen und immer mal wieder ein Blick auf die Ostsee.

Oder, wenn es an die Nordsee geht, ist mit dem Nord-Ostsee-Kanal, spätestens aber mit Überquerung der Eider eine andere Welt erreicht, in der es ruhig und gelassen läuft, mit unendlichem Blick und riesengroßem Himmel über uns, Schafen auf Deichen und lichter Luft.

AmrumEiderland

Skt.Peter-Ording

Oder die Fahrt nach Berlin: Manchmal fahren wir morgens hin und abends zurück. Dann liegt morgens der Dunst golden schimmernd über der Landschaft und abends fahren wir in den Sonnenuntergang hinein, wie durch einen grenzenlosen Park. So um Parchim herum geht der Blick in endlose Weite über sanft geschwungene Landschaft. Und was die Kamera nicht schafft, das tut das Auge, es wandert durch vorbeiflitzende Bäume hindurch weiter durch die Landschaft, die Anhöhen und Wellen hinauf und hinunter, sieht vorne die Kraniche oder Rehe und hinten die blauer werdende Ebene.

Oder gen Süden, auf einer ganz normalen Autobahn (A7) bei Hannoversch Münden ist für Sekunden ein besonderer Blick sichtbar, der alle vorher und hinterher übertrifft, dann rollt der Wagen schon weiter. Höhe auf Höhe, Tal um Tal reihen sich aneinander, dass ein Kunstwerk vor Dir liegt, wie es kein Caspar David Friedrich je schaffen kann. Etwas weiter östlich, die Werra entlang ist Thüringen und das hat eine Landschaft, dass ich glaube, hier sind die Märchen entstanden. Auf den Hügeln Burgen in der Sonne und dazwischen Täler, in die ich im Vorbeifahren versuche, mit dem Auge weiter hinein zu wandern. Und die Hügel selbst sehen aus wie riesige Tiere mit dichtem Fell, die sich zum Schlafen gelegt haben.

Eisenach

Zu gerne tauchen wir tiefer ein in all diese Schönheit und nehmen gerne die Fahrräder mit, um mehr zu sehen, mehr zu fühlen, mehr zu riechen, was an Natur und Schönheit auf uns wartet

Zum Beispiel durch einen Wald hoch über der Flensburger Förde und dann vorbei an grasenden Wildgänsen und Uferschilf,

Flensburger Förde

oder an der Werra entlang, es ist schön am Wasser entlang zu radeln. Oder durch den Thüringer Wald über den Rennsteig durch Blatt-, Farn- und Pilzduft.

Rennsteig

Das ist dann schon mal schweißtreibend bei den Steigungen, durch die man aber immer wieder Panoramablick geschenkt bekommt.

Wartburg

Lohne/Dinklage, bisher nur eine Autobahnausfahrt für mich, kurz bevor es hügelig wird, also irgendwie Flachland…

Dinklage

… es entpuppt sich als Landschaft ohne Ende, das Oldenburger Münsterland, im Mai mit Wäldern aus Rhododendren und schwingenden, glänzenden Gerstenmeeren, durch die man ganz leicht auf ebenen gut angelegten Fahrradstrecken gleitet.

Oder um die bayrischen Seen, so viele, alle anders: Der Hopfensee mit Traumkulisse aus Bergpanorama, der Weißensee mit helltürkisem Wasser und schroffer Felswand oder der dunkelgrüne Alatsee, hoch oben, Chiemsee mit Weitblick oder daneben der kleine stille Hartsee, einsam und ruhig – wundervoll, das alles zu erfahren, sehen und erleben zu dürfen.

Hartsee2

Mit einem Pedelec habt Ihr diese Erlebnisse auch, nur dass Ihr dann immer Rückenwind habt 😉 .

Aber man kann ja auch noch etwas langsamer und intensiver an alles gehen und, wo auch immer, am Strand, über Almwiesen, durch Wald und Berge, auch über steile Steige, ein Teil der Landschaft werden und einfach nur sein und spüren und große Augen und weite Herzen bekommen… (und immer reich beschenkt treten wir aus dem Wald heraus)

SteinpilzeBrombeeren

Deutschland ist ein wunderschöner Flecken!

Und es bietet sich an, über die Grenzen zu schauen, denn immer nur ein paar Stunden weiter nach Norden, Süden, Osten, Westen geht die Schönheit weiter!

Deutschland hat die meisten Nachbarn in Europa, Helmut Schmidt sagte einmal: „Wir wollen gute Nachbarn sein“ und das sind wir vielleicht auch? So gerne, wie die Deutschen reisen, haben sie auch die Chance, zu lernen, zu verstehen, die Europäische Vielfalt zu erleben und lieben zu lernen: Das grüne Dänemark, die heile Welt Südtirol,

Kalterer See

die Schärenküste, die Alm, das Bergmassiv, all die schönen Inseln, oder den Stiefel ganz unten im Mittelmeer. Wir könnten Bücher füllen (und tun es ja auch) über alles, alles, alles und dann über noch unsere Vorlieben darin…. So vielfältig wie die Landschaften, sind die Menschen, sind die Sprachen. Man stelle einen Schweden neben einen Spanier… Das geht ja, wir sind frei und immer fleißig innerhalb unseres Kontinents unterwegs und pflegen Freundschaften über alle Grenzen hinweg. Jedes unserer Länder hat Religionsvielfalt! Es ist auf jeden Fall eine Wonne hier zu leben und hier zu reisen, alles zu entdecken und auch explicit für sich persönlich zu entdecken und zu erkennen, was die Schönheit dieser Welt und des eigenen Lebens darin ausmacht.

Nebenbei kommen mir beim Fahren folgende weitere Gedanken:

Ich bin stolz auf Europa und ein Teil davon zu sein! Wir sind souverän, wir sind stark – finanziell und menschlich -, denn wir sind vielfältig und wir sind einig. Wir haben es geschafft, mit unserer bunten Mischung Frieden zu schaffen, zu halten und auch einen gewissen Wohlstand zu bewirken. Wir haben wundervolle Natur und Tierwelt und auch ein Bewusstsein dafür. Wir haben Kultur und Bildung, wir reisen gerne zu unseren Nachbarn und lernen immer mehr von ihnen, nicht nur ihre Rezepte und ihre Sprachen. Wir sind autark, wir haben Geschichte, wir sind dabei quicklebendig, wir können was und wir tun was. Wir sind kein Ländle, wir sind ein Kontinent mit eigenen Regeln und Gesetzen, die wir über Jahrhunderte herausgearbeitet haben.
Europa ist ein ganz besonders vielfältiger Kontinent – eben Europa – einzigartig auf der Welt.

Warum sollten wir zu den Regeln anderer immer nur nicken, wo wir es doch besser können? Bei einem dieser jetzigen Freihandelsabkommen, wie auch immer sie heißen, soll bei uns das Gute zum Nutzen (Gewinn) anderer abgeschöpft werden. Dem können wir in unserer Stärke entgegen treten und sollten es auch tun (auch wenn wir mit fingierten Krisen und Kriegen in die Angst getrieben werden sollen). Handel, nur wenn er fair ist! Das sollte grundsätzlich gelten! Lasst uns dafür einstehen! Lasst uns echt bleiben.

Und wenn wir wieder nach Hause kommen, dann liebe ich es, barfuß durch den Garten und über den Rasen zu gehen, evt. die Pflanzen zu wässern oder einfach nur jedes Fleckchen zu begrüßen, mit den Vögeln zu sprechen, tief ein und aus zu atmen und ganz anzukommen. Ich schau den Libellen und Fledermäusen zu, wie sie im letzten Licht jagen, solange bis die ersten Sterne plinkern und alles ist gut.

Danke für die schöne Zeit!

Eure Cornelia

Oberbozen

Cornelia Cornels-Selke

„Damit Sie wieder leuchten können!“

Naturheilkundliche Praxis für Ganzheitsmedizin•

Reiki-Schule • Schwimmen mit Delfinen •

Leben aus der Vision® • Lernen im Schlaf •Chinesische

Quantum Methode® • Masterminding

21244 Buchholz • Tel: 04181/940 8117 (auch Skype möglich)

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