Österliche Freudenzeit und bedingungslose Liebe

Liebe Freunde

Wir sind noch in der österlichen Freudenzeit (die geht bis Pfingsten) und so traue ich mich, Euch auch noch auf Eure lieben Ostergrüße zu antworten, „Danke“ zu sagen und Euch dazu ein paar Gedanken zu senden. Und natürlich möchte ich Euch etwas schreiben, dass Euch gut tut und Euch unterstützt auf Eurem Weg, jetzt und auch überhaupt.

Die harte Phase des Shut Downs scheint schon wieder hinter uns zu liegen… Aber ob wir wirklich den Krisenpunkt / den Karfreitagspunkt (oder den Titanicpunkt?)  schon erreicht haben,  da bin ich noch gar nicht ganz sicher.

Ich habe nach wie vor das Gefühl, wir könnten etwas an unserer Transformation arbeiten und versuchen, etwas Gutes aus dieser ganzen Situation zu machen, und vielleicht eine klitzekleine Drehung vor einem weiteren Vorangehen vollziehen.

Früher auf der Farm kamen die Kurenden im Allgemeinen ziemlich kaputt an, bekamen nun Ruhe, Anwendungen, viel Natur, Vorträge, Beratung und gute Ernährung, sodass sie kräftig und gut gelaunt wieder nach Hause fahren konnten. Und schon da habe ich manchmal zum Abschied gesagt: „Wenn wir auf einem Weg waren, der uns kaputt gemacht hat und jetzt mit doppelter Kraft den gleichen Weg wie vorher fahren, dann sind wir in halber Zeit wieder an derselben Stelle wie vor der Kur. Wir könnten aber jetzt auch einmal gucken, ob wir unsere neue Kraft wirklich in die alten Ziele stecken wollen. Vielleicht wäre es gut, nach dieser Zäsur eine kleine Drehung zu vollziehen. Damit die neue Kraft in eine neue Richtung geht.“

Ich glaube, für eine kleine Drehung gibt es kaum eine bessere Zeit als einen Shut Down. Es gibt kaum eine bessere Zeit als Karfreitag/Ostern! Diese unterstützen uns in jeglicher Transformation.

So ein weltweiter Shut Down, eben weil es eine weltweite Pandemie gibt, im Jahr 2020[i] – das geht in die Geschichte ein! Wann gab es so etwas in der Form? (1919) – Nun sind wir Teil dieser geschichtsträchtigen Zeit. Es hat uns sicherlich etwas zu sagen.

Was ich Euch dazu schreiben möchte, fügt sich ein in die Reihe der letzten Mails oder auch der Aussagen im letzten und vorletzten Jahr, denn immer wieder komme ich auf diesen Punkt:

Ich glaube, eine sehr große Krux ist, dass wir jahrhundertelang mit bedingter Liebe erzogen wurden.

Liebe wurde, häufig genug sogar von den Eltern, aber auch von Freunden, in der Schule, in der Gesellschaft, in der Ehe, nur mit Bedingungen vergeben: „Wenn Du das tust, dann mag ich Dich“, „wenn Du das nicht tust, dann bist Du verkehrt“, „Der oder die macht es besser als Du,  der/die ist besser als Du“ etc.

Ich glaube, dass unser ganzes Streben, der oder die Beste sein zu wollen, es immer und immer perfekter machen zu müssen, unser Auftrumpfen „Ich kann das besser als Du“, „Ich weiß das besser als Du“, „Ich bin besser als Du“, unser Unterdrücken von anderen „Du kriegst das nicht, das hast Du nicht verdient, ich bin besser, ich will es haben, ich will es sein“, unser Immer-weiter-machen-müssen „Jetzt bin ich Vice-President, nun will ich President werden“, unser über die Grenzen schraben bei uns und bei anderen, aber auch unsere permanente Selbstüberforderung, dass wir zuviel versprechen, zuviel machen, obwohl wir nicht mehr können, dann ein schlechtes Gewissen haben, weil wir nicht alles geschafft haben und deshalb gleich wieder zuviel Neues versprechen, auch das Polieren der Schuldknöpfe bei anderen (und Triumphieren: „Der kann es auch nicht!“) und  sogar bei uns selbst, damit verbunden so viele Erkrankungen, das alles rührt von bedingter „Liebe“, die eben keine Liebe ist, sondern ein Vertrag, bei dem der/diejenige die höchsten Forderungen stellen kann, der/die am wenigsten liebt – und auch gar nicht lieben will. Weil man dann verletzlich ist und nicht mehr die Macht hat.

Es scheint nämlich schließlich gar nicht mehr um Liebe zu gehen, die wir so dringend benötigen, sondern um Macht über andere.

Eine Dame sagte zu mir: „Ich habe immer für alles bezahlen müssen. Jedes „Geschenk“ musste ich irgendwie, irgendwann zurückzahlen. Ob mit Arbeiten, oder mit dem Körper, oder mit Geld oder mit Abgabe von Rechten, mit Kopf-einziehen. Es war nichts wirklich geschenkt, die „Liebe“ schon gar nicht.“

Und wie lange halten wir das aufrecht… soviel Energie geben wir in Zustände, Systeme, die uns selbst nichts geben, krank machen. Immer in der Hoffnung, wenn wir noch ein bisschen weiter machen, ein bisschen besser vielleicht, ein bisschen funktionieren, erfüllen, was der jeweils andere will, ein bisschen noch seiner Macht beugen, dann, dann endlich, bekommen wir die ersehnte Liebe, erlangen wir unser Glück.

Aber immer gibt es dann neue Bedingungen.

„Ich sitze auf dem Klo in unserer Firma, als jemand herein kommt und sich auch in eine Kabine verzieht (abseits von mir, ich wurde anscheinend nicht bemerkt) und dort verzweifelt beginnt zu schluchzen. Ich höre tiefe, tiefe Verzweiflung in dem Weinen, das die andere Person schüttelt. Sie kommt wieder heraus und wäscht sich, immer noch um Luft ringend, die Hände. Da klingelt ein Handy, es muss diesem Menschen dort am Waschbecken gehören, denn sein Schluchzen verstummt und, nachdem es ein paar Mal geklingelt hat, meldet er sich schließlich mit ziemlich normal klingender Stimme an seinem Telefon. Unser Abteilungsleiter, der versucht, sein Gesicht zu wahren“ (dies war ein privater Kommentar unter einem Artikel).

Wie vielen Menschen geht es ähnlich? Und zeigen es uns ja nicht. Natürlich nicht. Um keine Schwächen zugeben zu müssen, um nicht verachtet zu werden, wird an so vielen Stellen in unserer Gesellschaft immer weitergemacht, wo es schon lange nicht mehr so sein dürfte.

Ist dieser Shut Down eigentlich eine Art kollektive Wunscherfüllung gewesen? Wie viele Menschen haben sich wohl gewünscht, dass sie morgen nicht zur Arbeit müssten? Wie schön es doch wäre, genug zum Leben zu haben, ohne in der bekannten Form arbeiten zu müssen? Es gibt auch nicht wenige, die denken: „Wenn ich krank wäre, dann hätte ich wenigstens Ruhe und müsste morgen nicht los“ (dieser Gedanke ist schon krank).

Damit meine ich nicht nur Deutschland, auch wenn wir solche Gedankengänge kennen sollten, ich meine das durchaus weltweit. Wollten wir alle mal Ruhe haben?

Natürlich hat sich das keine/r explizit so in der Größe, mit der Krankheit und sogar Opfern, nämlich vielen Toten, gewünscht. Aber für sich selbst vielleicht ein bisschen weniger Arbeit, ein bisschen weniger Stress, ein bisschen weniger Ärger dabei, ein bisschen weniger Druck? Ein bisschen mehr Zuspruch oder Wertschätzung? Bitte: Einmal durchatmen können!

Es ist für uns nicht leicht, so zu leben, wie man heutzutage lebt. Viele Kinder zahlen einen Tribut, weil sie ihre Eltern kaum sehen (die Beziehungen, die Erziehung finden in der Schule statt). Mit unserer Gesundheit zahlen wir oft einen Tribut. Und alle, die auch im Shut Down fleißig weiter arbeiteten (denken wir gerade mal an alle Menschen in systemrelevanten Berufen) zahlen ja auch ihren Tribut, denn der Mehrwert, der aus ihrer Arbeit entsteht, wird selten von ihnen selbst genossen, sondern abgeschöpft und irgendwohin transferiert.[ii]

Gucken wir auf die andere Seite der Erde ist es ungleich härter: In der Klimarecherche ( http://delfinbotschaft.de/?p=941 ) sprach ich das Thema Sklaven schon an (die es heute noch gibt und von denen viele auf je einen Bundesbürger kommen).[iii] Für Make up, Früchte, Shrimps, Gold, Silber, einen Diamanten am Ehering, Telefon, den Fußball, Kleidung etc. wird unter schlimmen Bedingungen geerntet und weiter verarbeitet. Wenn ich den Test, den Ihr ganz unten in der Endnote findet, mache, dann arbeiten für mich 62 Sklaven. Ehrlich, das will ich nicht und das wollte ich nie, ich suche also längst nach Auswegen!

Wo keine Liebe herrscht, da üben Muskelkraft, Geld, Wissen, Bodenkontrolle ihre Macht aus, auf: Kleinere, andere Lebewesen, andere Nationalitäten, das jeweils andere Geschlecht, die Erde selbst. Andere Arten, also Tiere/Pflanzen, werden geschunden, benutzt. Kinder werden von ihren Eltern bis zum 30. Lebensjahr als Sklaven verkauft. Jungen und Mädchen und genauso Frauen werden missbraucht. Frauen lässt man möglichst ohne Bildung – und wenn sie Bildung haben, verbietet man ihnen den Mund. Haben sie einen Beruf, kriegen sie weniger Geld und dann weniger Achtung, weil sie weniger Geld haben.

Dort, wo Gesetze die Schwachen schützen sollen, da geht es für die Skrupellosen ungebremst weiter. Notfalls baut man seine Fabrik in andere Länder, immer neue, immer dort, wo die günstigsten Löhne sind und wo es die geringsten Rechte für Arbeitnehmer*innen gibt.[iv]

 

Wo geht eigentlich unsere Achtung hin?

Achten wir Menschen, die andere stützen, freundlich, liebevoll sind oder Menschen, die andere benutzen?

Wo ordnen wir uns in diesem Gefälle ein?

Welches System stützen wir damit? Ein liebevolles System oder das System von Macht?

Kennt Ihr das Impostor Syndrom? Davon sind anscheinend mehr Frauen befallen (inzwischen aber kennt man dieses Phänomen zunehmend auch bei Männern). Ein Syndrom ist übrigens ein „Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener charakteristischer Symptome ergibt“ (so sagt es der Duden).[v] Mit anderen Worten, das hier ist eine Krankheit! Es ist nicht gesund, so zu fühlen! Das will ich vorweg sagen.

Und das Impostor Syndrom nennt man bei Menschen ihre eigene Annahme, dass alles, was sie gut gemacht haben, einfach nur Glück oder Zufall war, und alles, was verkehrt läuft, ihr Fehler ist.

Wie viele haben das von uns?

Wo kommt so etwas her?

Ich möchte hier noch einmal an die „Fünf Antreiber“ erinnern: Ein Erziehungsideal, dass den Kindern „helfen“ soll, „gut durch die Welt zu kommen“.

  1. Mach es sofort!
  2. Mach es allein!
  3. Mach es perfekt!
  4. Mach es ganz!
  5. Mach es schnell!

Diese fünf Bedingungen mussten eingehalten werden, dann war man ein „guter“ Mensch (und die anderen waren lieb zu einem). Was letztlich dazu führt, dass gilt:

  1. Mach es immer sofort!
  2. Mach es immer allein!
  3. Mach es immer perfekt!
  4. Mach es immer ganz!
  5. Mach es immer schnell!
  6. (Ach ja, und man muss dabei gut aussehen.)

Diese Verabsolution aber ist nicht einzuhalten, sie überfordert, man schafft es nicht und so ist man eben „schlecht“….

Mit bedingungsloser Liebe hat das wohl kaum etwas zu tun.

Wer so erzogen wurde, hat große Probleme, sich selbst zu lieben (vielleicht wurden die Impostor Menschen so erzogen?), erst recht sich bedingungslos zu lieben, dann Andere zu lieben oder gar bedingungslos zu lieben und auch Probleme, zu glauben, man könnte wirklich bedingungslos geliebt werden.

Überall sieht man nur Verträge, Angriffe.

 

Und dann Karfreitag!

DAS Gegenmodell!

Da war ein Mensch (oder ist das übermenschlich?) bereit, sich selbst als Opfer für alle hinzugeben. Einer der nichts Böses getan hatte, außer dass er mit deutlichen Worten gemahnt und mit Taten schon gebessert hatte. Den man aber gut gebrauchen konnte, als „Bauernopfer“ / „Sündenbock“ / „Opferlamm“, seine Liebe ausnutzen konnte und der tatsächlich bereit war, die Schuld anderer auf sich zu nehmen und so bedingungslos liebte, dass er sogar für andere starb.

Egal, welchen Glauben wir haben, es gab ihn, diesen historischen Jesus und seine Botschaft ist – bis heute – tief greifend weltverändernd. Das Heilige an ihm war, dass man für ihn nicht heilig oder perfekt sein musste, um von ihm geliebt zu werden, um dabei sein zu dürfen.

Allein der Gedanke an so einen Menschen, an so eine Hingabe, an so eine Liebe, tut mir gut und macht mich ein Stück heiler und hoffnungsvoller und auch bereiter, etwas mehr Liebe zu verschenken. Lässt mich an die Möglichkeit glauben, dass wir diese klitzekleine Drehung hinbekommen können. Von bedingter zu bedingungsloser Liebe.

Aber wie geht das?

Ich habe bei den Menschen um mich herum ein paar Fragen gestellt, vor einer Weile schon, weil es mich interessierte. Denn es sind dabei sehr viele Menschen, die es z.T. gar nicht leicht hatten in ihrer Kindheit oder durch verschiedene, heftige Situationen mussten, die aber, in meinen Augen, wunderbare Persönlichkeiten sind, die immer wieder ihren Weg gefunden haben.

Sie haben nicht einfach irgendetwas immer weiter gemacht, oder versucht, es halt besser oder schneller oder intensiver zu machen (und damit das krankmachende System, in dem sie waren, immer perfekter unterstützt). Das wäre ja so gewesen, als wären sie, beim Fahren an die Wand, einfach nur immer weiter (perfekter, schneller, intensiver) an dieselbe Wand gefahren.

Nein, sie haben eine kleine Drehung vollzogen, haben immer wieder Auswege, neue Wege gefunden und sind heute also in ihrem Leben auf einem guten Wege und gar kein Notfall, wie man nach ihren schweren Erlebnissen vielleicht erwarten könnte, sondern im Gegenteil, Stützen für andere, hilfreich, andere stärkend.

Man nennt das Resilienz, wenn ein Mensch oder ein anderes lebendiges Wesen, trotz widriger Lebenslagen immer wieder hoch kommt, die Seele wie geschützt ist und heile durch die schlimmsten Lebensumstände gelangt.[vi]

Ich habe also gefragt: „Wie hast Du / haben Sie das geschafft, durch diese Zeiten (in denen wie zufällig immer ausgerechnet mal wieder gerade keiner da war, um zu helfen), wie haben Sie es geschafft, so gut hindurch zu kommen. Ohne die Betonung zu sehr darauf zu lenken, dass man allein war, würde ich doch gerne wissen, was Dich / Sie in dieser Situation so gestärkt hat, dass alles gut ausgegangen ist?“

Und sie nannten mir Verschiedenes,  was ihnen persönlich geholfen hatte: Viel Zeit in der Natur, Zeit mit sich alleine, auch Glaube (das konnte durchaus unterschiedlicher Glaube sein), Bewegung in der Natur, was man „viel frische Luft“ nennen könnte, Musik, bestimmte Bücher, die dann wieder gegriffen werden, – einige denken auch noch über meine Frage nach, sie konnten das gar nicht so spontan sagen.

Die von ihnen genannten Hilfen scheinen also sehr wichtige, im Prinzip lebenswichtige Lebensbegleiter zu sein. Sie wirken unspektakulär, aber sie haben diesen Menschen tatsächlich und buchstäblich, teils mehrfach, das Leben gerettet und sie, nicht weiter, sondern anders/ neu machen lassen, einen neuen Anfang geschenkt, Kraft dafür gespendet und gesund erhalten in teils allerschlimmsten Zeiten.

Es scheint also zu helfen, wenn wir den Focus wegnehmen von dem Außen, den Anderen und ihn auf uns selbst legen. Statt weiter Energie in die verfahrene Situation zu schicken, nehmen wir sie (wo kommt diese Energie eigentlich immer wieder her?) und tun uns selbst Gutes damit. Und so ist es möglich, in einer schlimmen Situation Wertschätzung, gute Pflege, Güte, eben bedingungslose Liebe zu erhalten.

Und so haben diese resilienten Menschen sich selbst das gegeben, was sie von den Anderen in den damaligen Zeiten sowieso nicht bekommen hätten.

Wenn wir merken, wir machen es für den /die Andere/n sowieso nicht richtig, nie richtig genug, dann ist das genau der ideale Zeitpunkt, uns auf uns selbst zu besinnen. Gar nicht dadurch, dass wir uns aus allem „rausziehen“ und nur noch für uns selbst sorgen (der Kuchen ist weder nur für die Anderen noch nur für uns, er ist für alle. Selbstverständlich soll jeder, auch wir selbst, ein Stück erhalten. Da ist jeder Kampf um ein Stück überflüssig). Aber wir sind dann nicht mehr abhängig in unseren Beziehungen, „brauchen“ andere nicht, wenn wir den Focus von ihnen wegnehmen können, nicht mehr denken müssen: „Was muss ich tun, damit Du mich liebst?“ (♪ What shall I do to make you love me? ♫).

Statt mit den Anderen böse zu sein, sind wir gut zu uns selbst. Das ist die Drehung. So kommt wieder Liebe in unsere Welt.

Und das können wir, weil wir geliebt sind, von Anbeginn. Und das ist die Quelle aus der immer wieder Energie in uns strömt und aus dieser Quelle kann uns nun selbst Gutes zufließen.  Dadurch können wir uns tatsächlich selbst lieben.

Auch, wenn wir bisher immer nur bedingte „Liebe“ bekommen haben (bzw. natürlich nicht bekommen haben, weil wir nicht alles erfüllen konnten) und gar nicht so recht wissen, wie das ist, uns selbst zu lieben, lasst uns anfangen, das zu üben:

Wir haben da also diese sprudelnde Quelle in uns, von da kommt Liebe, nicht von außen.

Spür mal hinein in Deinen Brustkorb, da gibt es einen Punkt, wo die Liebe wohnt, der ist zu spüren und da fühle hin. Und da, wo Du ihn findest, da mach auf! Dann ist alles da.

Wenn wir dort sprudeln lassen, das selbst annehmen können, füllen wir gewissermaßen unser eigenes Gefäß mehr und mehr, mit dieser Liebe, Güte und Freundlichkeit, bis es irgendwann überfließt. Wir sind so voll davon, dass es erstens uns gut geht und wir damit zweitens nicht mehr abhängig von den Gaben Anderer sind. Und drittens trifft diese überfließende Fülle dann die Menschen, die uns am nächsten sind. Sie werden von unserer Liebe berührt, ohne dass sie vorher etwas dafür tun mussten, denn wir brauchen ja grad nichts, wir sind einfach gut gefüllt und wir laufen vor lauter Güte über.

Wie schön wäre es, wenn wir unseren Kindern so begegnen könnten? Es würde eine ganz andere Welt entstehen. Erinnert Ihr Euch an die Rede von Astrid Lindgren, die ich als Weihnachtsrundbrief im vorletzten Jahr geschickt habe?

Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen, das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist, je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.“ …

Ein Kind, das von seinen Eltern liebevoll behandelt wird und das seine Eltern liebt, gewinnt dadurch ein liebevolles Verhältnis zu seiner Umwelt und bewahrt diese Grundeinstellung sein Leben lang. Und das ist auch dann gut, wenn das Kind später nicht zu denen gehört, die das Schicksal der Welt lenken.

Sollte das Kind aber wider Erwarten eines Tages doch zu diesen Mächtigen gehören, dann ist es für uns alle ein Glück, wenn seine Grundhaltung durch Liebe geprägt worden ist und nicht durch Gewalt. Auch künftige Staatsmänner und Politiker werden zu Charakteren geformt, noch bevor sie das fünfte Lebensjahr erreicht haben – das ist erschreckend, aber es ist wahr.“[vii]

Ihr könnt diese Rede auch noch einmal im Original hören: Auf der Hör CD „#haltung“, gibt es die Originalaufnahme von Ihrer Rede (und noch viele weitere  beeindruckende Reden von anderen Frauen und Männern). Tolle CD!

Hier gibt es eine Hörprobe:  https://www.hugendubel.de/de/hoerbuch_cd/heinrich_boell_erich_kaestner_astrid_lindgren_stephan_hessel_carola_rackete-_haltung-38160266-produkt-details.html

 

Das also wäre die „klitzekleine“ Drehung, von bedingter zu bedingungsloser Liebe. Die uns geben lässt (weil wir ja voll von Liebe und der entstehenden Freude sind), statt haben zu wollen, die uns diese Größe und Gelassenheit gibt, Andere so sein zu lassen und so zu achten, wie sie sind. Und so zu lieben. Die die Welt nach Ostern anders aussehen lassen würde als vorher. Das wäre die  Auferstehung!

Wenn wir bisher gesund geblieben sind oder aber irgendwann gesund aus allem herauskommen, ist das, trotz aller anderen Verluste, ein Grund, uns beschenkt zu fühlen, geliebt zu fühlen, glücklich zu sein, uns und unser Leben, einfach so, als wertvolles Geschenk zu betrachten. Vielleicht hilft uns das, sowohl die Ansprüche, wie das Erfüllen-müssen herunter zu schrauben und die bedingungslose Liebe wieder in uns zu entdecken und dort als gesunde Basis auszubauen. Und weiter zu verschenken.

Die Zeit ist voller Wunder, da können wir mitmachen, dies wünsche ich uns allen sehr herzlich!

Eure Cornelia

 

[i] 1919/2020 leicht zu merkende Daten von großen Zäsuren  auch durch Krankheiten.

[ii]  Dieser Gedankengang kam von Herrn Krümpelmann in einem Gespräch mit mir, Ende 2011. https://www.buchholz.de/portal/meldungen/-aussergewoehnlicher-mensch-viel-zu-frueh-aus-dem-leben-gerissen–903001301-20101.html ,13.04.2020. Gut auch hier erklärt: https://m.tagesspiegel.de/wissen/wie-veraendert-die-pandemie-die-gesellschaft-die-corona-krise-spaltet-die-sozialen-milieus-neu/25734516.html , 14.04.2020.

[iii] Vgl.: http://delfinbotschaft.de/?p=941 ,S.31. Hier ist der Originallink: www.slaveryfootprint.org  ,13.04.2020.

[iv] https://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38751/textilindustrie ,14.4.2020.

[v] Zitat: https://www.duden.de/rechtschreibung/Syndrom , 14.04.2020.

[vi] Def. Resilienz: Psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen,  https://www.duden.de/rechtschreibung/Resilienz ,13.04.2020.

[vii] http://www.cornels-selke.de/news/?p=532 ,11.05.2020.

„Gib, dass die Lieb, von der ich leb, ich an and’re weiter geb.“

 Buchholz, den 10.10.2017/ 24.10.2017

Da mein Outlook nicht richtig funktioniert, kann ich meine Rundbriefe zur Zeit nicht in gewohnter Weise versenden. Doch möchte ich trotzdem über ein Thema schreiben:

Es ist schlecht für uns Menschen, jeden Tag einen neuen „Aufreger“ aus Presse oder Rundfunk oder sozialen Medien zu erfahren und auch gleich mitzumachen. Unser Grundlebensgefühl leidet und wir mutieren so nach und nach zu der schlechteren Version unseres Selbst. Wir werden ängstlich, gestresst und ärgerlich. Das will der „Aufreger des Tages“ ja auch erreichen.  Ge-„hypte“ Menschen stehen nicht mehr fest auf beiden Beinen, sie sind leichter zu dirigieren von denjenigen, die irgendwelche Schuldigen vorführen, um schnelle Lösungen verkaufen zu können. Unsere Ängste sind Ihr Gewinn.

Ich möchte, dass wir anders sind als all diese Menschen um uns herum mit ihrer „Aufregeritis“. Ich wünsche mir, dass wir gut für uns selbst sorgen können, statt panische Entscheidungen zu treffen, dass wir kraftvoll, gesund und gelassen sind. Dass wir auch gut mit anderen Menschen umgehen. Denn solche Menschen tun damit der ganzen Welt gut, ganz besonders heute.

 

Dies wird wieder ein etwas längerer Brief.  Ich will einen ziemlich großen Bogen ziehen, der natürlich unser heutiges Leben berührt, aber eigentlich will ich auf etwas Grundsätzliches hinweisen.

Ich fange an mit einer alten Geschichte: Es geht um einen Schuldner, der seinem Herrn noch viel Geld schuldet:

„24Und als er (der Herr) anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.

25Da er’s nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen.

26Da fiel ihm der Knecht zu Füßen und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s alles bezahlen.

27Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei und die Schuld erließ er ihm auch.

28Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du mir schuldig bist!

29Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s bezahlen.

30Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.

31Als aber seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte.

32Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast;

33hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe?

34Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war.“ [i]

Vor Jahren hörte ich diese Geschichte im Hamburger Michel. Der Pastor las sie im Rahmen seiner Predigt vor und er war es auch, der seinen Zuhörern den Satz mitgab:

 

„Gib, dass die Lieb’ von der ich leb, ich an and’re weiter geb’!“ Er hatte ihn, auf eine Wand geschrieben, gefunden und sagte sich, dass dies sehr gut zu seinem Predigtthema passen würde.

 

Und heute möchte ich ihn aufgreifen, denn er ist wirklich die Quintessenz dessen, was innerlich  in mir herum geht.

 

Wisst Ihr, ich habe von vielen Menschen so großzügige Unterstützung bekommen und bekomme sie immer noch, dass ich komplett dankbar bin. Ich weiß, dass ich an dieser Stelle wirklich Liebe geschenkt bekomme, dazu Nachsicht und  Ausdauer. Und ich weiß nicht, wie ich an manchen Stellen in meinem Leben ohne Unterstützung voran gekommen wäre.

Natürlich will ich etwas Gutes aus dieser Unterstützung machen. Und: Wie könnte ich nun anderen nicht helfen wollen?  Ich bin sicher, wir alle benötigen einmal solche Hilfe, egal ob in Worten oder Taten oder Gaben. Und wenn wir dies dann weiter reichen, was einfach fair ist, dann kommt aus dieser ersten lieben Gabe eine weitere in die Welt. Es könnte etwas Schönes daraus entstehen.

 

Leider ist bei einigen ausgerechnet das Gegenteil populär. Jetzt hole ich etwas weiter aus:

 

  • Da ist zum Beispiel ein Mann, ehemaliger DDR Flüchtling[ii], der also vor einem totalitärem Regime geflohen ist, und hier in Deutschland Heimat fand, studieren konnte, eine Existenz aufgebaut hat, dem es finanziell sehr gut geht. Sein Leben hat sich mit der Flucht zum Guten gewandt und man möchte sich mit ihm freuen, doch seine Lebensgeschichte ist hier nicht zu Ende:  Denn er ist in der Politik und versucht jetzt zu verhindern, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt.
  • Oder ein anderes Beispiel: Da ist eine Frau, deren Eltern Vertriebene waren, die aus einem totalitären Regime nach Deutschland kamen und denen es danach finanziell gut ging.  Sie selbst lebt in einem Schweizer Ort, der von Toleranz und sozialem Miteinander geprägt ist. Sie lebt dort in Partnerschaft mit einer Frau aus Sri Lanka, sie haben zusammen Kinder, die dunkelhäutig sind. Es geht Ihr gut dort in der Schweiz in der netten, verständnisvollen Atmosphäre. Sie selbst aber ging vor kurzem in die Politik, nicht in der Schweiz sondern in Deutschland, und verurteilt hier gleichgeschlechtliche Beziehungen, auch deren Adoptionsmöglichkeiten und ist radikal gegen „Ausländer“. [iii]
  • Noch ein weiters Beispiel: Eine Frau, auch sie aus der ehemaligen DDR, aus der sie 1989 noch vor dem Fall der Mauer geflüchtet ist und damit dem Vater folgte, der schon früher die Chance gehabt hatte, die DDR zu verlassen.[iv] Sie ist vierfache Mutter, hat eine Affäre mit einem Mann, der auch Frau und vier Kinder hat. Sie verlässt dafür Mann und Kinder,[v] heiratet den anderen Mann, der auch seine Frau und seine Kinder verlässt. Sie beide sind in der Politik, wollen die bisherige, grundsätzliche Unterstützungen Alleinerziehender abschaffen[vi] und propagieren die traditionelle Ehe. Sie beide wollen die Grenzen notfalls mit Waffengewalt gegen Flüchtlinge abdichten. [vii]

 

Es sind dies drei aktuelle Beispiele dafür, dass Menschen, die sich selbst alle Freiheiten und Vorteile nehmen und dabei Toleranz und Unterstützung genießen, anderen genau dieses missgönnen.

Alle drei Personen sind jetzt im Bundestag und sollen dort im Sinne der Bundesbürger handeln. Ich frage mich: Wie kann man gut für andere handeln, wenn man derartig missgünstig ist?

 

Trotzdem muss ich in deren Vorgehen, wenn es auch ganz anders ist als meine Überschrift und anders, als ich es mir wünschen würde, eine gewisse Logik erkennen: Dass ein Habgieriger anderen nichts abgeben will, ist ja auch eine Form der Logik.

 

Aber das führt mich nun zu der Seite der Wähler:

  • Warum zum Beispiel wählt ein arbeitsloser Mensch[viii] Politiker als Vertreter für ihn in den Bundestag, die Zwangsarbeit für Arbeitslose einführen wollen? Die außerdem alle Rentner bis 72 wieder auf den Arbeitsmarkt werfen wollen?
  • Oder warum wählt ein älterer Mensch Politiker, die ihm erst mit 72 die Rente zugestehen und ihn deshalb auch aus der Rente wieder zur Arbeit schicken wollen, bis er eben diese 72 Jahre erreicht hat? Und wenn er als älterer Mensch auf dem Arbeitsmarkt nun nicht vermittelbar ist, dann wird er schließlich Zwangsarbeit verrichten müssen, ginge es nach den Leuten, die er gewählt hat. Warum wählt er das? [ix]
  • Oder ein Arbeiter, der, häufig körperlich arbeitend, nur seinen Mindestlohn bekommt, warum wählt der solche Politiker, die ihn prozentual genauso stark besteuern wollen, wie einen Unternehmer, der vielleicht mehrere Firmen mit jeweils Tausend Arbeitern besitzt?

In meinen Augen ist das komplett unlogisch.

Ja, das hat mich wirklich eine Weile beschäftigt, diese Unlogik im Handeln und diese Destruktivität, also dieses Wählen von Dingen, die schlecht für den Wählenden sind. Was leitet diese Menschen, dass sie so irrationale Wahlen treffen?  …

 

… bis mir noch etwas anderes klar wurde und damit bin ich nun wieder bei anderen Themen als der Politik: Wir erleben ja zum Beispiel auch auf dem Gebiet der Gesundheit, dass Menschen Wahlen treffen, die eindeutig schlecht für sie sind. Wir selbst haben zum Beispiel einen Bekannten, der hustet und hustet auf schlimmste Weise und noch im Husten schiebt er sich die nächste Zigarette in den Mund.

Auch da kann ich schlecht zusehen.

 

… und damit war ich in meinen Gedankengängen bei unserem Unterbewusstsein angelangt. Denn ich musste erkennen, dass auch ich Dinge tue, die echt unlogisch sind. Und wenn ich sie mir recht betrachte, handele ich an diesen Stellen oft schlicht unbewusst.

Ich unterscheide hier übrigens einmal zwischen Dingen, die wir unwissentlich tun und Dingen, die wir unbewusst tun.

  • Derjenige, der unwissentlich handelt, der hat (okay, das kann man sich kaum vorstellen und es hinkt etwas der Vergleich) vielleicht noch nie gehört, dass Zucker schädlich ist und isst ihn deshalb in rauen Mengen. Oder er isst ihn, weil er nicht weiß, dass Zucker in ganz vielen Produkten enthalten ist und guckt auch nicht nach.

Dieser Mensch könnte sich einfach mal etwas informieren und er könnte damit sich selbst schützen.

  • Derjenige, der den Zucker unbewusst isst, der weiß zwar, dass Zucker schädlich ist und auch, dass er in vielen Produkten versteckt ist, aber er isst ihn trotzdem, weil er von etwas anderem geleitet wurde, als von seinem eigenen Wissen und Wollen.

Das zu ändern ist weit schwieriger. Mit guten Worten kommt man bei diesem Menschen nicht ans Ziel. Und auch er selbst wird sich immer wieder dabei ertappen und häufig genug schelten, dass er (schon wieder) entgegengesetzt zu dem handelt, was er sich doch selbst vorgenommen hatte. Er ist fremdbestimmt.

 

An dieser Stelle sollten wir einhaken und etwas für uns tun, damit wir wieder Herrscher/in über unsere eigenen Entscheidungen werden. Und damit über die Folgen unserer Handlungen, also unsere Erfolge. Wenn nämlich nicht wir selbst zumindest eine gewisse Kontrolle über unsere Gedanken und Handlungen halten, dann werden wir von anderen kontrolliert und benutzt. Und wir schaden uns selbst (im Falle des Rauchens, Trinkens und der Zuckersucht aber natürlich auch der nächsten Generation, oder im Falle einer schlechten Wahl womöglich ganzen Generationen). Die Mühe, sich selbst zu betrachten, lohnt sich also wirklich.

 

Denn es geht ja auch anders:

Es gibt Menschen, um die herum ist es hell. Sie sind innerlich leuchtend und wo sie hin kommen, wird es ebenfalls heller. Wollen wir diesen nicht einmal nacheifern? Ihre Welt liegt im Sonnenschein, weil sie selbst dafür sorgen. Sie selbst bestimmen die Farbe ihres Tages, sie selbst lenken ihre Füße und wo es Ihr Unbewusstes tut, da ist es womöglich noch strahlender, denn Ihr unbewusstes Handeln führt zum Glück, ist quasi auf Glück programmiert, sodass sie immerzu glückliche „Zufälle“ erleben. Statt sich von Umständen, von der Gesellschaft oder gar von der Politik abhängig zu fühlen, haben sie immerzu neue Projekte im Kopf, denn während bei anderen Probleme auftauchen, sprudeln bei Ihnen die Ideen.

Wollen wir auch dahin kommen? Wollen wir raus aus der unbewussten Selbstsabotage? Wollen wir die täglichen Geschenke annehmen und rund um uns herum weiter verteilen und somit eine Lawine der Freundlichkeit und des Friedens in Schwung bringen und in Gang halten?

Wollen wir ein „gutes Leben“ führen – also selbst Gutes erleben und genauso auf gute Weise durch das Leben gehen?

Wollen wir, dass der Raum, den wir betreten, heller wird? (Oder soll er wirklich heller werden, wenn wir ihn wieder verlassen?)

 

Wollen wir die Liebe, von der wir leben, an andere weiter geben?

 

Ganz sicherlich wirkt sich das auch auf unser Leben gut aus. Ich sehe es bei diesen hellen Menschen: Die Herzen fliegen ihnen zu, das gute Geschick scheint sie zu begleiten.

 

Ich gehe deshalb noch einmal kurz darauf ein, obwohl ich bereits in früheren Briefen darüber berichtet habe:

Da wir wohl nur zu annähernd fünf Prozent bewusst sind und zu 95% unbewusst handeln, könnte man uns mit einem Kutscher vergleichen, der 100 Pferde vor seiner Kutsche hat und nur 5 davon tun das, was er will. Die anderen 95 werden von allen möglichen anderen Sachen gelenkt (es kommen gleich ein paar Beispiele) und laufen in die verschiedensten Richtungen.

Dass wir überhaupt vorankommen ist dabei ein echtes Wunder.

 

Glücklicherweise sind aber nicht alle unsere unbewussten Verhaltensweisen von irgendwelchen Süchten geleitet und damit in ihrer Auswirkung schädlich für uns. Wir haben alle auch sehr viele Anteile in unserem Unbewussten, die es gut mit uns meinen. Die könnten wir also endlich einmal stärken.

 

An die 60.000 Gedanken denken wir täglich. Davon gibt es einige Gedanken, die wir immer und immer wieder denken. Wir denken sie auch an anderen Tagen immerzu und irgendwann denken wir sie überhaupt nicht mehr bewusst, sie drehen sich weiter und weiter in unserem Kopf, sie denken quasi uns. Wir hinterfragen sie nicht mehr, sie sind Teil unserer Persönlichkeit geworden und wir handeln dementsprechend, ohne noch einmal über den Grund unseres Handelns nachzudenken.

Sind diese Gedanken hinderlich, werden sie uns hindern. Sind sie förderlich, werden sie uns fördern. Es ist ein wenig wie mit unserem Essen. Wenn wir täglich eine schlechte Suppe zu uns nehmen, unseren Körper damit füttern, dann wird er auch nur Minderwertiges daraus entwickeln können.

Wenn also ein Mensch permanent vor sich hin grummelt, kommen andere Handlungen dabei heraus, als wenn jemand sein Leben und seine Mitmenschen mag und Schönes vor sich hin denkt, – auch wenn sie beide gleichermaßen meinen, etwas für Ihr Wohlbefinden tun zu wollen. Und aus diesen unterschiedlichen Handlungen ergeben sich natürlich jeweils andere Auswirkungen.

Das ist nur ein Beispiel, – es gibt viele Dinge, die uns unbewusst lenken. Vergangene Situationen als weiteres Beispiel oder auch Werbung, die wir immerzu sehen und hören,  auch alles, was uns jahrelang vorgemacht wurde, usw, usw.

In meiner Generation haben wir solche Sätze wie „Haribo macht Kinder froh“ automatisiert in uns, denn diese haben wir immerzu gehört, bis sie sich in unserem Unterbewusstsein eingegraben haben.

Wenn wir es also nicht selbst tun, die Werbung macht es schon lange mit uns:  Arbeit mit unserem Unterbewusstsein. Es werden Behauptungen immerzu wiederholt, bis der Käufer sie verinnerlicht hat (sie gehören jetzt zu seinen 95%) und kauft.

Ich bringe noch ein weiteres Beispiel: Es wird immer wieder behauptet, Zucker sei überhaupt nicht schädlich (und Wahres und Unwahres wird so vermischt, dass ich eine Stunde benötigen würde, um all das wieder in eine richtige Ordnung zu bringen) und so beruhigt sich sogar der schon Kranke mit den falschen Botschaften.  Da er immerzu etwas hört, was leider falsch ist, macht er auch weiter in seinem krankmachenden Tun. Ordentlichen Forschungen glaubt er nun schon gar nicht mehr, er glaubt ja dem „Ohrwurm“ in seinem Kopf. Bevor dieser Mensch seine Handlungen verändert, muss er wohl richtig heftig geweckt werden.

Genauso werden Kinder, die immerzu geschlagen werden, leicht zu Schlägern oder zu Selbstverletzern, etc.

Ich glaube, es ist klar, warum es eine Auswirkung auf unser Handeln hat, wenn viele Tausend Botschaften in die Welt geschickt werden, die uns etwas suggerieren sollen, z.B. per Tweet, Facebook, Werbung, Zeitungen, Aussagen und Handlungen anderer Menschen um uns herum oder im Internet, Fernsehen, Radio, oder auch automatisierte Botschaften etc. Sind sie verkehrt oder gar gelogen, dann ist das wie eine schlechte Suppe, die wir täglich löffeln.

 

Zurück also zu den 60.000 Gedanken, denn da können wir schließlich auch selbst ansetzen:

Wie wäre es denn, einfach einmal auszuprobieren, wie sich unser Leben entwickelt, wenn wir selbst etwas bewusster mit unserem Unterbewusstsein arbeiten. Wir könnten damit tatsächlich die Tür zu neuem Wohlbefinden aufstoßen.

Dass dies geht, bemerken wir, wenn wir eine neue Sprache lernen oder auch ein Musikinstrument. Eine Weile müssen wir bewusst lernen. Aber danach fliegen uns die neuen Worte wie von selbst in den Kopf und die Finger spielen nach einer Weile ganz automatisch das vor kurzem noch neue Instrument.

 

Also, wie könnten wir beginnen?

Wenn wir gerade grummeln, dann tun wir dies nicht einfach immer weiter, sondern wir fragen uns einmal bewusst: „Warum habe ich eigentlich gerade schlechte Laune? Wo rührt sie her? Was kann ich tun, eventuell lernen, damit es in Zukunft besser wird?“ Und wenn wir die Ursache erkannt haben, steuern wir ab sofort gegen, so dass es uns besser geht. Das ist doch besser als z.B. der Frustkauf oder bei einer unpassenden Gelegenheit Dampf abzulassen und sowohl andere wie uns selbst zu verletzen.

Hat man Hintergründe erkannt, könnte man immer, wenn sich, nur als Beispiel, Ängste einschleichen wollen, die aus einer vergangenen Zeit herrühren und in unserem jetzigen Leben verkehrt sind, sagen: „Das ist vorbei!“ Und dies bei erneutem Auftauchen natürlich immer wiederholen. Denn wir werden es recht häufig sagen müssen, bevor wir es wirklich auch innerlich glauben, so dass es schließlich echt vorbei ist und wir diese Angst hinter uns lassen können. Aber der Weg lohnt sich.

Oder ich nehme mir morgens vor, die Augen für Schönes offen zu halten. Könnte ja sein, dass es da ist und ich es nur nicht sehe. Und das tue ich ab sofort jeden Morgen, dann wird auch dies irgendwann zu einer Gewohntheit

Oder wir nehmen uns einmal bewusst einen Satz vor, den wir wirklich gut finden und sagen ihn uns immer wieder vor oder singen ihn uns vor, bis eben dieser ein Teil unserer selbst geworden ist.

 

Natürlich gibt es auch Hilfen aus der Naturheilkunde. Das nur kurz wiederholt. Wer Reiki den II. Grad hat, kann Heilung  in sein Unterbewusstsein bringen, LAV, CQM, Masterminding,  Mentaltherapie, Hypnosetherapie, Traumtherapie, Meditation etc. helfen sehr gut. Über Tapping und EMDR hatte ich auch bereits in einem meiner letzten Briefe viel geschrieben. Wer regelmäßig betet, der kennt die guten Auswirkungen davon.

Es gibt so viele Wege.

 

 

Auch Musik hilft: Diesen alten Song von Stevie Wonder möchte ich Euch bei der Gelegenheit noch einmal zeigen: „Heaven help us all“ / Himmel hilf uns allen.

https://www.youtube.com/watch?v=8aQyoXFhDNc  .

Und auch diese von Mercy me: „Dear younger Me“.

https://www.youtube.com/watch?v=-l70C3ePyIQ

Genauso von Casting Crowns „Oh, My Soul“

https://www.youtube.com/watch?v=3DIi0DRq6ww

(Ich habe immer die Fassungen mit Text ausgesucht).

 

 

Es geht kaum darum, immerzu Kontrolle über alles zu haben, wir brauchen Vertrauen und können dies genauso auch entwickeln. Wichtig ist aber, dass wir soweit wach werden, dass wir erkennen können, wie häufig wir durch das Leben schlafen, bzw. geschlafen sind. Selbst wenn wir nur ein paar Male am Tage aufwachen würden, so halten wir die Zügel unserer Pferde schon ganz anders in den Händen. Denn immer dann, wenn wir wach werden, nehmen wir uns neu vor, ein gutes Leben zu führen. Und wenn wir wieder in unsere Alltagsgedanken abtauchen, dann wirkt dieser Satz in uns nach und führt uns weiter. Und ruft sofort Hilfe für diesen Weg herbei.

Denn das Tolle ist: Unser Glaube in das Gute kehrt gleichzeitig mit zurück. Wir merken ja, dass die Dinge wieder klappen, dass unser Leben mehr leuchtet und scheint und trauen uns sofort wieder mehr zu, was wiederum auch leichter klappt, weil wir mit anderer Kraft herangehen. Peu A´ Peu erwischen wir wieder die Spirale nach oben, denn unsere guten Erlebnisse werden Teil unserer Erinnerungen, unseres Unbewussten und steuern nun unsere Kutsche ganz anders mit. Das wirkt so, als ginge auf einmal alles von selbst.

 

Und wenn wir so unterwegs sind, dann, ja, dann sollten wir wirklich auch wieder gut mit anderen umgehen, anders als der Knecht in der oben erzählten Geschichte. Wir sollten hilfsbereit sein, wir sollten freundlich und friedlich mit den Menschen um uns herum umgehen. Wer sonst sollte es tun? Wir können es ja und die anderen können es evt. nicht.

Es wird gesagt: „Wir können doch nicht allen helfen.“ „Nein, – aber jeder von uns kann etwas helfen, kann einem helfen. Dann ist allen geholfen.“ Und ganz sicher, die meisten werden dieses Geschenk der Freundlichkeit auch gerne weiter geben. Es gibt nur wenige, die alles für sich behalten und die kann man schließlich auch erkennen, wenn man bewusst hinschaut.

 

In meinem letzten Rundbrief habe ich viele Beispiele gegeben, wie Einzelne Gutes in Bewegung gebracht haben und/oder was man selbst gleich tun kann, um (unabhängig von jeder politischen Führung) das Schicksal aller zu wenden. Im einem der nächsten Briefe kommt natürlich noch mehr dazu. Wichtig ist, dass wir wissen, wir können etwas tun. Mit uns selbst können wir beginnen und dann, wenn wir wieder spüren, dass es bergauf geht, dann sind wir ein Baustein für eine freundlichere Welt.

 

Eine wunderschöne sonnige, farbenfrohe Herbstzeit wünsche ich uns allen!

Cornelia Cornels-Selke

 

 

 

[i] Lutherbibel von 1984, Matthäus 18, 24-34.

[ii] Vgl: Emmerich, Wolfgang und Leistner, Bernd (Hrsg) „Literarisches Chemnitz. Autoren-werke-Tendenzen“, Verlag Heimatland Sachsen, Siehe Eintrag zu Gauland, Alexander. Chemnitz 2008, S.133.

[iii]  Vgl: Amann, Melanie, „Die Unerbittliche“, Der Spiegel 38/2017, über Alice Weidel,  S36-38.

[iv] Kowitz, Doris, „Frauke Petry: Ihre zweite Chance“. In: Die Zeit. Nr. 26, 18.6.2014.

[v] Vgl: FAZ.net , Bender, Justus, „AfD Chefin verlässt Ehemann. Alternative für Petry“, Aktualisiert am 7.10.2015, 19.35 Uhr. 14.10.2017, 18.16.

[vi] Afd.de Wahlprogramm Punkt 7.3 und Punkt 7.3.1, 19.10.2017, 9.30 Uhr.

[vii][vii] Vgl: Süddeutsche Zeitung NRW, „AfD Chef will Flüchtlinge notfalls mit Schusswaffen abwehren“.1.11.2015, 16.22 Uhr. Und: www.welt.de , „Petrys Vorschlag „erinnert an den Schießbefehl der DDR“ veröffentlicht am 30.1.2016. 14.10.2017,18.17Uhr.

[viii] Vgl: Spiegel Online, Politik, Wahl 2017, Datenanalyse zur Bundestagswahl.14.10.2017, 18.54 Uhr.

[ix] Vgl: welt.de,Politik,  Balzli, Beat, Kamann, Matthias „Petry nennt „brutale“ Rentenreform notwendig“, 5.6.2016, 18.10.17. 21.31.

Etwas über Frieden

 

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Liebe Freunde

Wir hören, sehen und lesen viel zum Thema: Krieg, möglicher Krieg, an so vielen Stellen Krieg. Ob in Israel, in der Ukraine, in Syrien, völlig egal, wo, – das Thema war andauernd in den Medien. Und andauernd Falschmeldungen …

Von den Friedensdemonstrationen, die immer noch in ganz Deutschland JEDEN Montag gehalten werden, wird gar nicht berichtet.

Was soll damit bezweckt werden?

Wer ist dafür verantwortlich?

Und: Was können wir tun? Sind wir nur Spielbälle der Interessen Anderer? Können wir etwas anderes tun, als ängstlich die Kapuze über den Kopf zu ziehen? Wir Deutschen, mit den Ängsten der Eltern in den Genen?

Ja, ich denke schon, gerade wir können etwas tun. Gerade weil unser Land in der Vergangenheit soviel Schreckliches erlebt hat, haben wir (traurige) Kompetenz. Wir können komplett Abstand nehmen, wenn uns jemand für seine Kriegszwecke missbrauchen will. Ob streitende Königsfamilien oder ein geifernder Anführer, genauso Kriegshetze aus den Medien, wir kennen das und können das durchschauen, denn mit unseren Vätern und Vorvätern haben wir sovieles auch gelernt und überwunden. Und wir können aktiv zum Frieden beitragen!

Und wie geht das?

Ganz kurz, um es richtig erklären zu können, etwas aus dem medizinischen Bereich: Man hat den Versuch gemacht, dass man einen Menschen, der an Masern erkrankt war, mit Drähten (Hände hätten es wohl auch getan…) an jemanden gebunden hat, der bereits früher eine Masernerkrankung überwunden hatte. Man machte die Entdeckung, dass solche verbundenen Menschen viel schneller heilten, als Menschen, die alleine ihre Masern ausheilen mussten.

Die Versuchsreihe führte zu dem Ergebnis, dass Menschen, die eine Art „Gesundungskompetenz“ hatten, ihre Gesundung übertrugen, auf diejenigen, die gerade eine ähnliche Erkrankung durchlebten. Eine Art gesunde Ansteckung…

F. L. Rawson sagte einmal: „Anstatt für die betreffende Person zu beten oder geistig auf sie einzuwirken, wirke ich auf mich selbst geistig ein. Dass heißt, ich versuche die falschen Ansichten über Gott und Menschen, die sich durch Jahre falscher Erziehung in mein Bewusstsein gegraben haben, zu beseitigen. Wenn meine Gottesvorstellung der Wahrheit entspricht, ist die Person augenblicklich geheilt oder beschützt“ (er beschützte damals Menschen im Krieg auf geistigem Wege).

Dies entspricht auch dem Ho opono pono, das von den Kahunas auf Hawaii durchgeführt wurde: Ich erkenne meine Anteile an dem Falschen, heile das bei mir und heile damit den anderen.

Oder in der Bibel steht: „Reinige zuerst das Innere Deines Bechers, damit auch das Äußere rein wird“ (Matth. 23,26).

Nun lasst uns doch einmal nach innen gehen und schauen, wie friedlich wir dort drinnen sind, bitte.

Sind wir wirklich vollkommen friedlich?

Auch zu denen, die aggressiv sind? Halten wir die andere Wange auch noch hin?

Oder regen wir uns über irgendeinen anderen auf, z.B. über eine Bevölkerungsgruppe, politische Partei, Gesellschaftsschicht, Familie, einen Verein oder Nachbarn?

Sehen wir gerne Kriegsfilme, Krimifilme, Kampfberichte? Was lesen wir in der Zeitung für Nachrichten? Was für Bücher lesen wir am häufigsten?

Spielen wir am Computer Krieg in irgendeiner Version? Oder unsere Kinder?

Gehen wir morgens zur Arbeit oder ziehen wir in den Krieg?

Herrscht ein friedlicher Grundton in der Familie?

Können wir also mit Frieden anstecken?

Ich darf Euch ehrlich sagen, ich reg mich manchmal auf… Es mag gerechtfertigt sein, (im Stadtrat z.B). —– aber es tut mir nicht gut!

Da ich diejenige bin, die sich aufregt oder ärgert oder wütend wird oder sich gekränkt fühlt, bin ich diejenige, bei der der Puls hochgeht, die dadurch zunimmt, die dann nicht schlafen kann – und es hat ja noch viele Auswirkungen mehr, wenn wir Schlimmes oder Schlechtes in uns einlassen, in uns wirken lassen und dann auch noch in uns festhalten!

Soviel Kompetenz habe ich mir in Sachen Streit, Ärger, Wut, Kränkung, Schmerz, Trauer, Schuld, Nachtragen, Angst und Unsicherheit erarbeitet, dass ich sagen kann: Wenn wir das loslassen können, geht es uns besser! Denn wenn wir das Unschöne loslassen, ist nur das Schöne in uns übrig! Das ist logisch und es hilft.

Irgendwann saß ich einmal in meinem gemütlichen Sessel und grämte mich, um plötzlich zu der ganz tiefen Erkenntnis zu kommen: „Was tue ich hier? Das tut mir nicht gut! Und ich bin wahrscheinlich die Einzige, die sich überhaupt erinnert und dann auch noch darunter leidet. Bei allen anderen ist es längst weg und ich sitze hier immer noch in der Vergangenheit. Das ist jetzt ein für allemal vorbei. Ich lasse das jetzt bewusst los, mach mich frei davon, – wenn ich es recht bedenke, habe ich daran zumindest viel gelernt und nun ist Schluss mit der Leiderei!“

Wenn man das so tief empfindet, dann gelingt es auch. Aber Ihr könnt auch Hilfe von anderen suchen. Oder um Erlösung beten. Oder die Kraftworte „es werde Licht“ benutzen. Oder natürlich mit Reiki, LAV, Homöopathie Läuterungsarbeit betreiben.

Wisst Ihr, dass dann, teilweise mit sofortiger Wirkung, Heilung eintritt, wenn wir solche alten Verletzungen bewusst loslassen?

Meist ist das ganze Unschöne nur deshalb so lebendig, weil wir ihm durch unser Festhalten und immer-neu-Aufleben-lassen und immer-wieder-Durchleben unsere Energie geben und ihm damit diese Lebendigkeit verschaffen. Lassen wir es los, löst es sich in Wohlgefallen auf. Dann ist endlich Platz für anderes! Zum Beispiel für Gesundheit, zum Beispiel für inneren Frieden.

Also, tun wir nicht nur so, als sei alles eitel Sonnenschein, setzen wir uns mal wirklich hin und gehen die Sache an: Wir sagen uns bewusst los von dem ganzen Schlimmen. Zu Beginn, können wir das bestimmt zumindest bei einigen Teilen. Das üben wir und mit den Jahren werden wir immer mehr los, statt wie bisher immer mehr in uns anzuhäufen.

Schauen wir unser Inneres doch mal genauer an:

Wir alle haben einen riesengroßen unbewussten Pool in uns, bestehend aus Empfindungen, die recht wild hochschlagen können und Gedanken, die eifrig in jede Richtung rennen. Auch unsere Erinnerungen sind darin enthalten.
Unser Bewusstsein sollte da ein wenig den Überblick haben und behalten. Doch können uns teilweise Emotionen – vielleicht aus der Vergangenheit – komplett überschwemmen und hilflos machen. Wer hält dann die Zügel?
Auch unbewusst, aber eher wie eine Art Ratgeber für unser Bewusstsein, gibt es einen Teil, der ruhig und klug Lösungsvorschläge macht. Mit dem wir uns sozusagen selbst beobachten, wenn wir uns aufregen und „austicken“. Mit dem wir wieder auf „die Spur“ kommen, nach so einem Angst-, oder Wut-, oder Kummeranfall.

Zu unserem unbewussten Pool (den eigentlich unser Bewusstsein steuern sollte). Den nenne ich jetzt „George“ nach dem amerikanischen Sprichwort: „Let George do it!“ – „Lass es George machen!“ (Ich übernehme diese Vorgehensweise von Max F. Long). Warum sollte also George sich von uns lenken lassen, wenn er von uns nichts Gutes zu erwarten hat?

„Sie und ich wissen, wie schwer es für ein Kind ist, gut zu sein, wenn man ihm immerzu sagt, es sei böse“ (Catherine Ponder).

Ihr müsst mit diesem Teil nicht hart umgehen oder negieren, was da an Wünschen ist. Die sind meist komplett berechtigt und können im Tagesablauf auch berücksichtigt werden. Habt Ihr darinnen aber etwas Antrainiertes, was Euch nicht mehr gut tut, wäre es richtig, das abzugewöhnen. Es dauert etwas länger, das ganz loszuwerden, aber Ihr könnt George einen schöneren Ersatz anbieten. Tatsächlich ist er sehr willig.

Nach und nach folgt er Euch sofort – findet Eure Sachen auf Anhieb wieder, kramt die Erinnerungen, die Ihr braucht, in kurzer Zeit hervor, ist energetisch bei dem, wozu Ihr Energie benötigt.

Wenn Ihr ihm wieder Glauben an den guten Ausgang der Dinge gebt, dann stellt er hoffnungsvoll auch Energie dafür bereit!

Zu unserem Bewusstsein. Auch dies ist nicht immer sicher in seiner Vorgehensweise und muss doch mit allem umgehen. Gut wäre wohl, wir würden uns einmal eine grundsätzlich gute Linie für unser Leben vornehmen (ich sprach schon mal davon, dass unsere für uns festgelegten Werte über unseren Weg entscheiden). Damit unser Bewusstsein sich dann im Zweifelsfalle nicht von George’ Angst oder Wut mitreißen lässt, brauchen wir außerdem auch hier guten Glauben, der uns weiter trägt,

– den wir teils aus unseren eigenen Vergangenheit fischen müssen (Auftrag an George: „Guck doch mal, wie so etwas Ähnliches erfolgreich gelaufen ist, bei uns, bei anderen“),

– den wir bei anderen entdecken, die Ähnliches, wie wir es vorhaben, geschafft haben,

– den wir aus unserem höheren Unbewussten bekommen können.

Zu diesem höheren Bewusstsein. (Hier fängt es mit dem Glauben eigentlich schon an: Gibt es das überhaupt? Paul Brunton schrieb dazu sinngemäß: Schau Dich einmal im Spiegel an, schau Dir in die Augen. Wer schaut zurück? Wer ist Derjenige, der DEINE Gedanken manchmal annimmt, manchmal verwirft? Nimm mit Demjenigen engeren Kontakt auf und Du wirst gut geführt.) Ob durch Ruhe, mit bewusster Hinwendung (wie im LAV Kurs) oder besser noch zusätzlich mit Gebet, geben wir Energie in diese Verbindung – statt z.B. in die Ängste – und erhalten mit etwas Übung sehr schnell sowohl weise Antworten, wie auch Unterstützung im Tagesgeschehen. Dieses höhere Bewusstsein von uns ist mit allen anderen verbunden (auch mit dem Schöpfer) und kann Weitreichendes bewirken. Haben wir das erst ein paar Mal erlebt, dann wachsen auch unser Vertrauen und unser Glaube in das Gute überhaupt.

Arbeiten diese drei Anteile von uns zusammen, gelingt das Leben leichter und unser Glaube wächst. Wächst unser Glaube, können wir nach und nach immer mehr Angst und Wut und anderes loslassen und damit die Krankheiten, die als Folge entstanden waren, loswerden. In uns entsteht Heilung und ein großer, entspannter Frieden. Und jeden, dem wir begegnen, stecken wir damit an (auch ohne Drahtverbindungen).

Es lohnt sich, die Arbeit mit den drei Anteilen aufzunehmen! Sprechen sie eine gemeinsame Sprache, werden sie in dieser Welt besser verstanden und können eher mitschöpfen. Probiert es doch selbst einmal aus.

Das waren also ein paar Worte zum Frieden, den wir in uns und damit um uns erschaffen können.

Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass wir, wenn wir Frieden für unsere Weltengemeinschaft erbeten oder erbitten (wie erläutert, möglichst gut verständlich), natürlich sofort die Unterstützung von allen anderen Menschen, nämlich deren höheren Bewusstseinsanteilen, die ja mit uns und miteinander verbunden sind, bekommen, denn wir bitten ja auch für sie.

Bitte macht mit! Wir müssen überhaupt nicht verstehen, wer Recht hat oder wer angefangen hat, wir tun einfach unseren Teil für den Frieden, in uns und um uns herum, wann immer sich die Chance bietet. Leise oder laut, so wie es unserem Temperament entspricht, von nun an aber mit erhöhter Kraft.

Ich bedanke mich!

Eure Cornelia

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Cornelia Cornels-Selke

„Damit Sie wieder leuchten können!“

Naturheilkundliche Praxis für Ganzheitsmedizin•

Reiki-Schule • Schwimmen mit Delfinen •

Leben aus der Vision® • Lernen im Schlaf •Chinesische

Quantum Methode® • Masterminding

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buchcoverDie Welt ist schön

Begleitende Briefe durch das Jahr

Cornelia Cornels-Selke

316 Seiten, 144 farbige Seiten mit Fotografien

225 mm x 175 mm, Hardcover mit Fächerbindung

33,- € (10% Spende für die Delfinbotschaft gUG)

ISBN 978-3-00-044257-5