Klassik für die Seele

We’ve a Story to Tell for the Nations

Buchholz, den 4.4.2022

Neulich meinte ein guter Freund von uns, dass er in letzter Zeit immer mehr die klassische Musik für sich entdecke. Und ich wiederholte mich wahrscheinlich, als ich erneut erzählte, wie ich vor Jahren im Autoradio zufällig beim Suchen auf einen klassischen Sender traf und dabei bemerkte, dass die Felder ringsumher mit einem Male so ganz anders aussahen, die ganze Landschaft nun erhaben strahlte, als sei sie neu beleuchtet worden.

Was meinst Du? Willst Du vielleicht etwas zu meinen Lieblingsstücken hören? Ich gebe Dir jetzt jeweils einen Youtube Link dazu, damit Du gleich dabei sein kannst, wie ein außergewöhnliches Orchester ein außergewöhnliches Stück inszeniert (Für den Inhalt und dahinter oder vorgeschaltete Werbung kann ich allerdings keine Haftung oä übernehmen, das ist eine andere Website, die mir nicht untersteht. Zu dem angegeben Zeitpunkt war der Inhalt genauso, wie ich angegeben habe).

Ich bin keine Musikerin, ich höre nur sehr intensiv und dies wurde glücklicherweise von einem Lehrer geschult, der uns Schülern eines Tages aufgab, Variationen aus einem Musikstück herauszuhören und dafür Antonίn Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ auswählte. So begann es bei mir mit der klassischen Musik.

Die Sinfonie/Symphonie Aus der neuen Welt fasziniert mich bis heute und sie passt gerade in diesem Moment zu meinem Leben: Vieles in ihr wirkt heiter und tänzerisch und doch sind wie aus der Ferne drohende Untertöne zu hören und Themen werden plötzlich dramatisch. Das nimmt meine Stimmungen auf und trägt doch darüber hinaus. Kann ich sagen, ich fühle mich von der Musik verstanden? Ich komme jedenfalls etwas über diese merkwürdige Zeit und bekomme einen anderen Blick darauf. Es tut mir schlicht gut. Erfüllt und hoffnungsvoller komme ich wieder zurück auf meinen Platz, ob im Konzertsaal, im Wohnzimmer, am Schreibtisch oder sogar im Auto.

  • Dvořák: 9. Sinfonie (»Aus der Neuen Welt«), 1893, hr-Sinfonieorchester unter Andrés Orozco-Estrada, hier von 2018 aus der Alten Oper Frankfurt: https://youtu.be/jOofzffyDSA , 4.4.2022.

Etwas später war meine Mutter einmal so großzügig und nahm mich (da war ich 15) mit nach Salzburg, wo sie für horrendes Geld zwei Karten für den Rosenkavalier erstanden hatte. Obwohl ich damals ein widerspenstiger Teenager war, hat mich die Musik aber doch erwischt und ich bin immer noch sehr glücklich darüber. Meine Mutter hat, als sie danach auf der Straße von einer Dame angesprochen wurde, sofort erneut zugegriffen und somit zwei weitere Karten, diesmal für die Pathetic von Tschaikowsky erstanden. Ich durfte wieder mit ihr mit und konnte dort mit der Musik mitschweben. Sie ist sanft, doch kaum weniger gewaltig als das eben genannte Stück und kann mich erwischen und gefühlsmäßig neu aufstellen. Gerade jetzt beim Schreiben höre ich sie wieder an. Gut, dass es diese Stücke immer noch gibt und wir sie auch heute noch, immer neu eingespielt, hören können. Danke an die Musiker und Orchester und Dirigenten.

  • Tschaikowsky’s Pathetic, Symphonie Nr. 6 in B Minor, 1893, hier von 2014, Orchestre de France unter Daniele Gatti, Théâtre des Champs Elysées: https://youtu.be/nUG8O4q0NsY ,4.4.2022.

Im Moment sind wir noch mitten in der Passionszeit (deshalb sind Ostereier auch noch ein wenig unpassend; versteht man sie tatsächlich als Tradition und nicht als reines Design, geht das Schmücken mit ihnen eigentlich erst ab Ostersonntag früh los), dann könnte man sich tatsächlich auch mal ein Requiem anhören. Die sind ja bewusst etwas schwermütiger gehalten, aber sogar das kann, z.B. in solch aufreibenden Zeiten wie dieser, wirklich wohltun.

Durch den „Amadeus“-Film, 1984, bin ich damals auf das Requiem von Mozart gestoßen. Es ist übrigens wahr: Mozart starb während der Komposition. Zwei Drittel hatte er schaffen können. Kann man das heraushören oder –fühlen? Ich habe sie jedenfalls immer, immer wieder angehört, dabei bin ich bestimmt eine fröhliche, junge Frau gewesen. Und sie rührt mich immer noch an, die Klangfülle, die Moll Harmonien, vielleicht ist das gerade jetzt auch etwas für Euch!

  • Mozart: Requiem, 1791, Orchestre national de France unter James Gaffigan, von 2017, Basilique de Saint-Denis: https://youtu.be/Dp2SJN4UiE4 ,5.4.2022.

Jahrzehnte später mit Christoph, wieder in Salzburg, unverhofft waren wir eingeladen zum Lobgesang von Mendelssohn. Erst Orchester, dann zusammen mit Chor und Solisten: „Hüter, ist die Nacht bald hin?“, wie passend ist diese Symphonie auch heute?

  • Mendelssohn: Symphony No. 2 „Hymn of Praise“, 1840, hier von 2015, englisch, Eastman School Symphony Orchestra unter David Chin: https://www.youtube.com/watch?v=QQg-8NeIQDc , 4.4.2022.
  • Mendelssohn Bartholdy: ‚Lobgesang‘, also deutsch, 1840, hier von 2005, Riccardo Chailly and the Leipzig Gewandhaus Orchestra, https://youtu.be/6ZvyRyth3nU ,4.4.2022.

Und doch irgendwie verrückt, wir kamen erfüllt an diesem Abend in unser Hotel zurück, wie kann man dann nur den Fernseher anmachen? Na, genau das taten wir dennoch und es begann genau in diesem Moment genau in dem Sender, der aufflimmerte, „Into the Woods“, ein Broadway Musical, dass ich 1988 zum ersten Mal hören durfte. Ja, man weiß später tatsächlich noch die Jahreszahlen und Umstände, auch noch das Bühnenbild dazu, wenn man Musik, die nahegeht, zum ersten Mal hören darf. Christoph war damals nicht dabei gewesen und so freute ich mich jetzt, dass wir diesmal zusammen von vorne bis hinten das gesamte Musical, mitten in der Nacht, zu sehen und zu hören bekamen.

Musical ist ja Musik und Text, beides muss für uns stimmen, damit wir uns darauf einlassen können. Und dieses Stück hat Witz und Charme und Weisheit. Glücklicherweise auch in der Filmfassung, die ich Dir leider nicht als Link senden kann.

Aber es lässt sich ein Stück daraus finden, von Barbra Streisand gesungen, einmalig, das verlinke ich hier:

Eine Geschichte zu Händels Messiah kann man lesen von Stefan Zweig. Sehr beeindruckend, wie dieses Stück entstanden ist, es ranken sich etliche Legenden darum. Wie Händel, der kranke Hüne, durch das Schreiben dieses Oratoriums wieder ins Leben kam.

Ich selbst bin 2010 dadurch, dass ich während eines Delfinschwimmen Kurses durch Key West radelte, zu meiner Lieblingskirche dort gekommen und damit zu diesem Stück und damit auch zum Studium. Jedes Mal, wenn der Chor dort das Halleluja anstimmte, war ich noch lange hinterher damit beschäftigt, meine Tränen abzuwischen. Denn in dieser Kirche hebt sich das Dach, wenn alle anstimmen und der Klang wird auf die Zuhörenden reflektiert. Da bleibt kein Auge trocken!

Gar nicht erwähnt habe ich Bach, jedenfalls nicht in diesem Rundbrief, aber ansonsten schon sehr häufig, weil das Weihnachtsoratorium – und auch der Text – mir regelmäßig inneres Glück spendet. Aber diese Zeilen hier oben waren auch nur ein kleiner Ausflug in die klassische Musik, um ein wenig an sie zu erinnern, als Stütze in diesen Tagen. Dennoch gibt es damit schon einige Stunden zu hören, wenn Ihr Euch darauf einlassen wollt.

Bestimmt habt Ihr auch solche Erlebnisse oder Musikstücke, die Euch jedes Mal berühren und mit denen Euch vielleicht eine Geschichte verbindet? Vielleicht auch etwas Ausgefalleneres, die hier erwähnte Musik ist ja sehr geläufig. Schreibt doch mal dazu, ich würde das auch gerne hören!

Wir können das Erlebnis, dass Musik uns wohltut, vielleicht sogar rettet, natürlich ganz genauso mit Songs von heute erleben. Filmmusik z.B. ist ja bewusst dafür geschrieben, Gefühlswelten zu erzeugen und die Hörenden mitzureißen.

Ich musste gerade auch an folgende Geschichte denken:

Stevie Wonder hatte 1973 einen Autounfall und fiel dabei ins Koma. Ein Freund hat ihm schließlich „Higher Ground“ vorgespielt, ein Stück, das Wonder frisch geschrieben, aufgenommen und herausgebracht hatte (er selbst spielt jedes Instrument dabei), es handelt von einer zweiten Chance im Leben. Als es ihm vorgespielt wurde, waren seine Finger, die er im Takt mitbewegte, das erste Zeichen eines Aufwachens.

Von daher: Es ist nur wichtig, dass uns die Musik – genauso der Text – in guter Weise berührt, dann hilft sie über unsere Traurigkeiten, unsere Ängste, unsere Sorgen hinweg in höhere Ebenen. Das könnte uns jetzt vielleicht guttun.

2012 schrieb ich einmal: „Kann es uns gelingen, den Blick für das Schöne zu behalten, ohne die zu ignorieren, denen es nicht gut geht?

Kann es uns gelingen, aufmerksam gegen Missstände zu sein, ohne dabei „aus dem Paradies zu fallen“ (weil wir vom Baum der Erkenntnis gegessen haben)?

Also: Kann es uns gelingen in paradiesischem Zustand zu leben, eben die Schönheit des Lebens in vollen Zügen zu genießen, und gleichzeitig die weniger Glücklichen zu achten und dorthin mitzunehmen?

Ich selbst habe ja manchmal eine Art selektive Wahrnehmung: Ich gehe normalerweise gar nicht erst in Gegenden herum, in denen es gefährlich oder schlimm ist. Es ist eine Art Selbstschutz oder unbewusster Lebenserhalt, sowohl meiner körperlichen Gesundheit, wie auch meiner Seele. Oder vielleicht machten auch die Gefahren einen Bogen um mich herum? In der Schule z.B. wurde an den Tischen neben mir mit Drogen gehandelt. aber ich wurde in Ruhe gelassen – ja, sie wurden mir noch nicht einmal, auch nicht ein einziges Mal, angeboten. Ich bin dankbar, wie heile ich durch meine Jugend gekommen bin! Und heute will ich immer noch die schönen und guten Momente des Lebens wahrnehmen. Wahrnehmen in doppelter Hinsicht, nämlich sehen und ergreifen.

Ich weiß um die Probleme um mich herum, das ist so, schon durch meinen Beruf. Dennoch und gerade deshalb will ich, ganz bewusst, immer wieder das Gute sehen und glauben, – weil es dann eher gelingen kann. Sind wir hoffnungslos, haben wir doch schon verloren.

So sitze ich also, heute wie damals, manchmal eine ganze Stunde lang bei Musik und verdaue alles Gehörte und Erlebte… Und danach mache ich weiter. irgendwie geht es mit Musik besser.“

Vielleicht lässt uns Musik ja Dinge verstehen, die ansonsten über unseren Verstand gehen?

„Dreißig Jahre weilte er auf der Erde und als er sie verließ, war sie bereichert, neu und durch seinen Besuch gesegnet.“ Das sagte Leonard Bernstein über Mozart.

Ja, das können wir immer noch spüren und an uns geschehen lassen.

Ich grüße herzlich!

Cornelia Cornels-Selke

Morgen / 25.3.2022

Foto: fff_Hamburg, März 22

 

Dieser Rundbrief ging an meine Rundbriefempänger am 24.3.2022, hier ist er nachträglich eingestellt.Wenn Sie gerne meine Rundbriefe erhalten möchten, dann schreiben Sie bitte eine Email mit dem Titel: Ich möchte die Rundbriefe erhalten.

Danke! CCS

 

Ob ich mit meinen bisherigen Worten oder Prognosen richtiglag oder daneben, auch ich muss mir hier und jetzt meinen Weg suchen, mich neu orientieren, neu schauen: Was ist stimmig, wo setze ich meinen nächsten Schritt, wie stehe ich zu dem oder dem? Genauso wie alle anderen muss ich irgendwo zwischen Realitätsflucht und Nachrichtensucht meine Informationen finden.

Der Blick in die weite Welt tut weh, aber informieren müssen wir uns, Bildung und Weiterbildung sorgen dafür, dass wir nicht einfach anderen hinterherlaufen.

Um das auszuhalten, ist es nicht nur erlaubt, sondern bitter nötig, sich Auszeiten zu nehmen und in die nahe Umwelt/Mitwelt zu gehen, sie zu genießen und uns zu erbauen. Meist haben wir diese andere Welt, die Natur, die gerade im Frühling ist, ganz in unserer Nähe, wir müssen vielleicht nur einmal hinaus. Sie befreit uns von dem surrenden Kopf, gibt unserer Seele einen Schutzraum, tröstet, heilt und nährt uns. Sind wir zu weit oben, also aufgeregt, dann bringt sie uns runter und zur Ruhe. Sind wir zu weit unten, also deprimiert, dann hebt sie uns an und belebt. Nicht umsonst ist um jedes Kurhaus herum ein Park. Die Natur wird gebraucht für unsere Gesundheit und Stabilität. Hoffentlich könnt Ihr Euch das gönnen.

Natürlich müssen wir uns dann wieder unseren Aufgaben stellen, aber wir haben dann mehr Kraft dafür und die brauchen wir, wer weiß wie sehr und wie lange.

„Ich habe nach wie vor das Gefühl, wir könnten etwas an unserer Transformation arbeiten und versuchen, etwas Gutes aus dieser ganzen Situation zu machen und vielleicht eine klitzekleine Drehung vor einem weiteren Vorangehen vollziehen.“ (Buchholz, den 12.05.2020). Das schrieb ich und es scheint immer noch, bzw. immer stärker, der Fall zu sein. Und auch das finden wir in Mußestunden in natürlicher Umgebung: Besinnung. Auf uns selbst, auf das Wichtige im Leben, auf unsere Möglichkeiten, daran mitzuhelfen.

Denn ich bin kaum fatalistisch, viele Probleme sind menschengemacht, ich glaube also, dass wir auch etwas zu ihrer Lösung beitragen können.

Foto: fff_Hamburg, März 22

Vielfach wird ja jetzt an die Johannesoffenbarung im Neuen Testament (Offb 6,1–8) erinnert, also quasi an den Weltuntergang. „Prof. Dr. Nils Neumann vom Institut für Theologie an der Leibniz-Universität in Hannover sagt dazu: „Parallelen zwischen der Ankunft der apokalyptischen Reiter in der Bibel und den heutigen Ereignissen zu sehen, liegt nahe.“ Ihm zufolge ist es aber problematisch, die Aussage des Textes aus dem antiken Zusammenhang zu reißen und sie eins zu eins auf die Gegenwart zu übertragen. „Eine tragfähige Interpretation des Textes sollte meines Erachtens anerkennen, dass die Schrift mit antiken Mitteln auf antike Herausforderungen reagiert“, sagt er. „Den Text als antiken Text anzuerkennen, befreit uns von dem Druck, heutige Personen als Akteure des Bösen oder Ereignisse als apokalyptische Geschehnisse deuten zu müssen.“

Die Botschaft der Johannesoffenbarung, sich nicht auf die Seite des Bösen ziehen zu lassen, könne jedoch auch heute dazu anregen, sich selbst zu fragen, inwiefern man inkonsequent ist und von bösen Strukturen profitiert. „Sollten wir das an uns bemerken, kann die Johannesoffenbarung uns einen dringenden Anlass geben, uns zu ändern.“ (Zitat: https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/03/wer-waren-die-reiter-der-apokalypse?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE , 23.03.22.)

Da gebe ich ihm Recht. Wenn wir vielleicht im Großen auch nicht viel ändern können, um uns herum ist unser Handeln jedenfalls entscheidend. Und unsere Haltung.

Angesichts des Todes, der Endlichkeit unseres Lebens, angesichts eines Krieges, angesichts der traurigen Bedrohung der Natur durch menschliches Handeln (von der ich eben noch schrieb, wie gut sie uns doch tut), fragen wir uns, was im Leben wichtig ist. Ist es Profitmaximierung? Ist es Selbstoptimierung? Oder haben wir nun neue Antworten?

Ich selbst würde sehr, sehr gerne etwas zur Hoffnung beitragen und den Glauben an das Gute stärken. Also möchte ich auch etwas dafür tun. Und es hilft mir, dies nicht alleine tun zu müssen.

„Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.“

Jean Paul

Foto: fff_Hamburg, März 22

Ich selbst werde also morgen nach Hamburg zu einer der vielen, weltweiten Fridays for Future Demos gehen und spüren, dass ich nicht alleine bin, sondern dass es viele, viele, viele gibt, die ebenfalls Natur, Tiere, Erde und Himmel und so auch das Klima schützen, die Klimagerechtigkeit und den Frieden fördern wollen.

Wir tun dort einander wohl und verdeutlichen eine Haltung für das Leben auf Erden und seinen Fortbestand. Das ist schon eine gute Verknüpfung. Und gibt mir auch neue Ideen dafür, was dann wieder mein nächster Schritt sein könnte.

Vielleicht dient es auch Euch?

Ich wünsche sehr, dass wir 1. So heile wie möglich durch diese Zeit kommen und dabei 2. Um uns herum Wärme und Freundlichkeit verschenken können.

Hoffnungsvoll

Eure Cornelia

Quelle, siehe Bild, Sep.21

 

Geschafft!

Nun habe ich es tatsächlich geschafft, liebe Freunde und Freundinnen, und mein Diplom in der Tasche. Diplom Theologin, so darf ich mich jetzt nennen. Ach, Wahnsinn, acht Jahre wunderschönes Studium mit irre viel Lernstoff habe ich hinter mir – und es echt genossen!

Der letzte Tag mit den vielen mündlichen Prüfungen war noch einmal sehr nervenaufreibend und danach stand ich erst neben mir und konnte es auch gar nicht richtig begreifen, aber langsam fängt doch ein inneres Empfinden dafür an und ich entdecke Dankbarkeit in mir, für das Studium genauso wie für den Abschluss des Studiums.

Dankbarkeit ist ja mehr als pflichtschuldiger Dank und fühlt sich auch viel besser an. Es ist ein tiefgreifendes Gefühl von echter Wertschätzung gegenüber einem Menschen, einem Zustand, einer Situation, vielleicht sogar gegenüber dem Leben an sich oder der Schöpfung.

Und das ist schon eine besondere Empfindung. Eben noch quasi geschockt und wund von der Anspannung, kehrt bei mir jetzt etwas ganz Anderes ein und auch mein Körper merkt das erheblich.

Die Auswirkungen von Dankbarkeit auf den Körper sind inzwischen ganz gut belegt: Neben dem Hochgefühl für unsere Psyche, wirkt sie sich auch aus z.B. auf den Blutdruck, der sich reguliert (der systolische Blutdruck senkt sich um 10%, der diastolische um 16%) und genauso auf die Herzfrequenz.

Stress reduziert sich um 28%, wenn man sich täglich einmal an all das erinnert, worüber man wahrhaft dankbar ist und um 23% gesunkene Cortisolwerte sind zu verzeichnen.

Der HbA1c Wert sinkt zwischen 9 und 13% und somit scheint der Körper den Blutzucker besser unter Kontrolle zu haben. Dankbarkeit senkt auch die körperlichen Entzündungswerte um 7%.

Die Schlafqualität verbessert sich und zwar um bis zu 76%.

Dankbarkeit trägt also zu einem deutlich verbesserten Wohlbefinden bei, auch das Risiko, eine Depression zu bekommen, sinkt um 41%.

Hält man sich daran, für einen Zeitraum von mehr als 21 Tagen Dankbarkeit in sich zu erspüren und zu pflegen, hat man ein Gesundheitsritual entwickelt, welches eine höhere Lebenszufriedenheit erzeugt – ganz ohne Rezeptkosten oder Nebenwirkungen. – und nebenbei wird man offener und hilfsbereiter, unsere Mitmenschen haben also auch etwas davon, wenn wir dankbar sein können.

Ich selbst kann Euch berichten, dass ein Mensch, der in einem Moment große Dankbarkeit empfindet, also einmal aufmacht für die Schönheit in seinem Leben oder des Lebens um ihn herum, sofort neue, weitere Gründe zum Dankbarsein entdeckt. Die empfundene Dankbarkeit öffnet ihn noch einmal mehr, sodass er noch tiefer empfinden und erleben kann. So ist Dankbarkeit ein Schlüssel zum Glück. Glück wiederum führt zu mehr Dankbarkeit und wir finden uns wieder in einer Spirale nach oben – weg von all der Hetze und dem Stress und dem Streit, die alle weit unter uns bleiben.

Also bevor Ihr Medikamente einsetzt, die tief in die Biochemie des Körpers eingreifen, probiert es mal mit Dankbarkeit, um Euch und Eurer Gesundheit Gutes zu tun.

Ihr erinnert Euch an das von mir vorgeschlagenen Erfolgsjournal? Ja, dann schreibt doch abendlich jeweils drei bis fünf Dinge auf, für die Ihr dankbar seid, über die Ihr Euch freut, die Euch gut gelungen sind oder was Ihr gelernt habt. Da habt Ihr gleich bessere Träume und am nächsten Morgen einen besseren Start.

Das alles empfinde ich nun von Tag zu Tag mehr! Dass es nun auch noch heller wird und dem Frühling entgegengeht und ich neuen Berufserfahrungen, macht es richtig schön und schön-spannend.

Aber natürlich geht das auch ohne anstrengende Prüfung, einmal hinausgehen und Schneeglöckchen begucken dürfte schon helfen – wenn, ja, wenn wir offen sind für das Leben und seine Geschenke.

Vielleicht kann ich Euch damit etwas anstecken an einem sonnigen Tag im Februar?

Ich grüße Euch jedenfalls sehr herzlich und vielleicht sehe ich ja die eine oder den anderen von Euch, denn behandeln geht jetzt ja auch wieder besser.

Eure Cornelia

 

PS: Literatur und Quellen:

Cheng, Sheung-Tak; Tsui, Pui Ki; Lam, John H. M. (2015): Improving mental health in health care practitioners: randomized controlled trial of a gratitude intervention. In: Journal of consulting and clinical psychology 83 (1), S. 177–186. DOI: 10.1037/a0037895.

Emmons, Robert A.

  • The Little Book of Gratitude: Create a life of happiness and wellbeing by giving thanks. Gaia Verlag, 2016.
  • Derselbe und McCullough, Michael E.: Counting blessings versus burdens: an experimental investigation of gratitude and subjective well-being in daily life. In: Journal of personality and social psychology 84 (2), 2003, S. 377–389.
  • Derselbe und Krause, Neal; Ironson, Gail; Hill, Peter C.: General feelings of gratitude, gratitude to god, and hemoglobin A1c: Exploring variations by gender. In: The Journal of Positive Psychology 12 (6), 2017, S. 639–650. DOI: 10.1080/17439760.2017.1326520.

Mills, P. J., Redwine, L., Wilson, K., Pung, M. A., Chinh, K., Greenberg, B. H., Chopra, D.: The Role of Gratitude in Spiritual Well-being in Asymptomatic Heart Failure Patients. Spirituality in Clinical Practice, 2(1), 2015, S. 5–17. http://doi.org/10.1037/scp0000050

Wood, A. M., Joseph, S., Lloyd, J., & Atkins, S.: Gratitude influences sleep through the mechanism of pre-sleep cognitions. Journal of Psychosomatic Research, 66, 2009, S. 43-48. DOI: 10.1016/j.jpsychores.2008.09.002

Einmal ausatmen, bitte.

Dies war der Rundbrief kurz vor Weihnachten 2021, hier steht er als Nachtrag

So wie ich einmal im Frühling schrieb, dass ich diesen wundervollen Fliederduft in mich einziehe und eigentlich nur einatmen möchte, so möchte ich jetzt einmal ausatmen.

Viele Nachrichten, viele Meinungen, viele Gedanken, viele Aufgaben, viele Termine – puh – einmal ausatmen, bitte. Wir überfordern uns selbst.

So wie wir unsere Zeiträume füllen und immer mehr füllen und auch die Freizeit nicht mehr frei ist, so bringen wir uns mit unserer Fülle und Schwere auch in die Räume um uns herum. Wir suchen und beanspruchen Platz.

Hinter unserem Haus ist ein kleines Wäldchen, dort würden gerne Vögel leben, es würde dort gerne die Natur gedeihen. Aber es herrscht in den Familien, die angrenzend wohnen, eine zu hohe Katzendichte. Nachts streifen die Hauskatzen durch das Wäldchen und kämpfen um ihr Revier. Frühmorgens kommen Spaziergänger mit Hunden, professionelle Hundeausführer mit jeweils vielen Hunden und Gruppen von Menschen, die sich mit ihren Hunden zum Gang treffen, alle Hunde laufen frei, zu dritt/zu viert streifen sie durchs Unterholz. Kleine Schlängelpfade ziehen sich durch das Gehölz, auch Radfahrer nutzen die. Kinder bauen Höhlen, Anrainer entsorgen ihre Gartenabfälle und die Stadt fällt und sägt und schreddert. Vor einer Weile schon wurden Lampen entlang des kleinen Weges aufgestellt, die durch die Nacht leuchten. Mit Laubbläsern werden Teile des Wald(!)-weges freigemacht. Wir überfordern den kleinen Wald. Er ist ein Beispiel für das Geschehen um uns herum. Wir überfordern unsere Umgebung.

Wir sind einfach überaktiv.

Es fehlt der Freiraum. Und ich meine damit kaum einen weiteren Raum zum weiter-Befüllen. Fülle, Völlerei belasten uns in Wahrheit. Sondern ich meine einen Freiraum in Zeit und Umgebung, den wir in Ruhe lassen, den wir frei lassen.

Lasst uns doch mal ausprobieren, wie das ist, nichts zu tun. Noch nicht einmal Musik zu hören, keinen Film zu sehen, auch nicht zu lesen (ich, die ich gerade Tausende von Seiten lesen muss, kann Euch sagen, gerade möchte ich noch nicht einmal mehr lesen). Sogar davon kann man mal Pause machen.

Denn so ein Freiraum kann nun tatsächlich uns erfüllen, mit Ruhe, mit Frieden, mit Sicherheit, mit Kraft, mit Gesundheit oder einfach mit Freude am Dasein.

Ich kam neulich am Morgen herunter ins Wohnzimmer. Die Sonne schien herein, ansonsten herrschte Ruhe. Und ich spürte, dass der Raum mit Frieden gefüllt war. Ein unhörbares „Aaaah“ ergoss sich in den leeren, stillen Raum. Es war wunderschön: beruhigend, befriedend, entlastend, beglückend und wiederum dadurch erfüllend. Ich habe mich einfach nur hingesetzt und nichts getan, auch keinen Kaffee o.ä. geholt. Ich wollte diesen Moment nicht vertreiben, er musste auch nicht aufgewertet werden. Er war vollkommen und ich wollte einfach in ihn eintauchen.

Und dann, wenn wir wieder ausgeatmet, wieder aufgeatmet haben, können wir auch wieder mit Freude an das gehen, an das wir tatsächlich gehen wollen, wieder wollen, weil wir Pause haben durften.

Dann lesen wir wieder, aber wir sind sensibler geworden und wählen nun bewusst aus. Wir essen, aber nicht alles, wir wählen aus. Wir tun wieder, aber nicht alles, wir wählen aus. Das klingt nach Luxus und das ist es auch. Freiräume sind ein hohes Gut, sie bedeuten Genuss.

So lasst, wenn es hoffentlich gelingt, bitte auch diese Weihnachten Platz und Raum und Zeit.

Ich wünsche sehr, dass es Euch damit gut ergehen möge und Ihr erfrischt daraus auftauchen könnt.

Eine gute, frohe Weihnachtszeit wünsche ich Euch.

Cornelia Cornels-Selke

www.cornels-selke.de

www.delfinbotschaft.de

Bitte macht mit

Natürlich sollte ich lernen, ich stehe kurz vor meinen Prüfungen

Aber, ich kann nicht mehr schlafen und sei das Bett auch noch so gemütlich. Denn ich weiß, dass gerade aktuell, nicht weit von Deutschland entfernt an der Grenze zu Europa/Polen, Menschen zeitgleich im Kalten und Nassen liegen, ohne Essen, Trinken, Unterstützung.

Fürchterliche Zustände, die uns kaum in Ruhe lassen können.

Darum bitte ich Euch, jeweils an Eurem Ort, mitzumachen.

Bitte schreibt Euren Bürgermeister, Eure Bürgermeisterin an und bittet Sie darum, dass Sie öffentlich Stellung beziehen und bekunden, dass sie bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen. Seien es pro Ort ein oder zwei, fünf oder zehn Menschen, wir haben den Platz.

Wir Deutschen waren auch einmal Flüchtlinge, aus dem Land, vor dem Krieg oder später vor dem Ostblock, keine/r ist davor wirklich sicher. Wie dankbar war man damals und sind es die Geflüchteten heute, eine Unterkunft finden zu können.

Hier unten findet Ihr den Brief, den ich gerade abgesandt habe. Ihr könnt ihn soweit umschreiben, dass es für Eure Gemeinde oder Stadt passt und dann einfach per Mail absenden (die Mailadresse Eures Bürgermeisters findet Ihr auf der Homepage der Gemeinde oder Stadt).

Einige Städte haben dies auch schon bekundet, sie würden durch uns Unterstützung erfahren.

Herzlichen, herzlichen Dank

Cornelia Cornels-Selke

 

 

PS: Der (etwas) vorgeschriebene Brief

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister …

 

Sie als Bürgermeister sind sicherlich auch der Meinung, dass man sehr schnell etwas für die Flüchtenden an der Grenze zu Polen tun muss.

Mit diesem Brief möchte ich Sie dahingehend unterstützen, dass Sie an gegebener Stelle kundtun, dass wir hier in … Platz haben und willens sind, geflüchtete Menschen aufzunehmen.

2015 haben wir in Deutschland das auch geschafft, so wird es uns bei dieser viel geringeren Anzahl von Menschen, die zu verteilen sind, auch gelingen.

Vor allem aber haben wir keine Ruhe, oder nur vermeintlich, wenn nicht weit von Deutschland entfernt Menschen im Kalten, ohne Zuhause, ohne Essen und Trinken, langsam aber sicher ihr Leben verlieren.

 

Sehr geehrter Herr … , dies ist ein offener Brief (innerhalb meines Kreises), bitte seien Sie so freundlich und lassen Sie uns recht zeitnah wissen, was Sie erreichen konnten.

 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Zeit und Ihr Tun!

 

Liebe Grüße

In eigener Sache

Rundbrief Ende September 2021, der hier nachträglich eingefügt wurde.

Diesmal bekommt Ihr einen ganz kurzen (etwas sachlichen) Rundbrief, entschuldigt bitte, ich habe ihn auch über einige Jahre hinausgezögert. Denn 2011 habe ich das letzte Mal meine Preise erhöht und seitdem zwar sehr vieles geändert, den Behandlungspreis aber so belassen können.

Leider ist es nun jedoch soweit: Der neue Preis von 90,00 € pro Behandlung/Beratung wird gültig ab dem 15. Oktober 2021. Gleichzeitig wird auch die telefonische Beratung etwas teurer: Sie kostet nun jeweils 25,00 €.

Ein paar Ergänzungen:

  • Ich werde weiterhin für Mutter-und-Kind-Behandlungen nur eine Behandlung abrechnen.
  • Weiterhin wird es bei Vorauszahlung eines Blockes von 5 Behandlungen eine 6. Behandlung kostenfrei dazu geben.
  • Natürlich könnt Ihr jetzt noch einen Block zum alten Preis abschließen, auch wenn die Behandlungen später stattfinden.
  • Ich kann in den nächsten zwei Wochen überhaupt nur noch 6 Behandlungen anbieten. Bitte schreibt mir, wenn Ihr interessiert seid, dann sehen wir uns nächste Woche noch.

Dies sind die Veränderungen und nötigen Mitteilungen dazu, ich hoffe, Ihr könnt noch etwas davon nutzen. Im Übrigen bleibt für diejenigen, die eine private Versicherung oder Zusatzversicherung haben, alles, wie gehabt, denn diese zahlen einen Großteil der Behandlungskosten.

Vielleicht sehe ich Euch ja noch die nächsten Tage, das wäre schön. Ansonsten wünsche ich Euch sehr, sehr schöne Herbsttage!

Zu anderen Themen gibt es dann wieder einen neuen Rundbrief, jetzt grüße ich Euch aus dem windigen Norddeutschland

Eure Cornelia

Next Exit

Quelle: @fff_hamburg

Dies ist als Rundbrief am 23.9.2021 abgesandt worden, hier also nachträglich eingestellt.

Ich bin vor einiger Zeit aus einem Traum erwacht, den ich tatsächlich noch erinnern konnte:

„Wir (wer auch immer das alles war) liefen einen Weg entlang, es ging bisher geradeaus (links war durchgehend eine Hecke, wo man eh nicht durchkam), jetzt kam ich an einen runden Platz, der sich nach rechts öffnete, es ging einerseits weiter geradeaus wie bisher, andererseits konnte ich hier nach rechts abbiegen. Ich wusste im Traum, dass eben dieses richtig war. Aber es waren einige schon an mir vorbei und den bisherigen, geraden Weg weitergelaufen. Dort sah es nicht anders aus als vorher, es wäre nicht zu begründen, warum ich hier rechts raus wollte, ich wusste einfach: „Hier müssen wir abbiegen!“

Diejenigen, die weitergelaufen waren, wären auch bereits nicht mehr einzuholen, um sie zu überzeugen, dass sie hier abbiegen müssten. Mir kam kurz der Gedanke, dass ich sie nur noch mit einem Lasso einfangen könnte, aber da ich kein Lasso dabeihatte und auch gar nicht damit hätte umgehen können, war das obsolet. Ich überlegte dennoch kurz, ihnen nach zu laufen, um sie zur Umkehr zu bewegen, obwohl es der falsche Weg war und dies Zeit und Energie für die falsche Richtung bedeutet hätte.

Letztlich war aber klar, dass ich diejenigen, die schon vorbei waren, nicht mehr erreichen konnte. Die Zeit war knapp und so scherte ich aus und lief nun rechts weiter. Ob mir jemand nachfolgte, kann ich nicht beurteilen, ich bin jetzt einfach weitergelaufen.“

Als ich aus diesem Traum erwachte, war ich sehr erleichtert. Ich fühlte mich von ihm aufgefordert und bestätigt, nicht alle bekehren, überzeugen oder mitnehmen zu müssen, sondern einfach den (möglichst) richtigen Weg einzuschlagen, es würden dann schon die passenden Menschen hinterherkommen. Und dass entstresst mich gerade wirklich.

Es gibt so viele Themen – allen voran natürlich die Art und Weise, wie hier mit der Erde, der Natur und den Tieren umgegangen wird, bei denen ich wirklich, wirklich dringend Menschen dahingehend überzeugen möchte, dass es einmal für nächste Generation, aber eben auch für sie selbst besser ist, wenn wir alle auf gute Weise für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen sorgen.

Der Parents for Future Wagen in Düsseldorf warb auch für den 24.9.

Aber ich kann auch einfach meinen Teil tun, notfalls eben auf einen anderen Weg, in eine andere Richtung wechseln, und wer mitmöchte, kommt mit.

Insofern bekommt Ihr zu diesen akuten Problemen um uns herum jetzt keine Herleitung dazu, was, von wem, wie getan oder versäumt wurde und auch nicht, was, warum, wie getan werden muss. Ich kann diverse Schriften und Videos empfehlen, wenn es um Grundlagen- oder Hintergrundwissen oder Handlungsweisheit geht. Es tut tatsächlich gut, einen Wissensschatz aufzubauen, es macht einfach sicherer in Gesprächen und natürlich in eigenen Entscheidungen. Aber im Prinzip habe auch ich zu alledem schon sehr viel geschrieben und es ist nun gar keine Zeit mehr für gute Worte, sondern wir sollten bereits ins Handeln gekommen sein.

Und das ist meine Bitte: Macht mit, ja geht sogar voran, auf dem Weg zu Lebensrettung, Lebenserhalt und Lebensförderung. Und zwar für alle Geschöpfe und die Erde selbst.

Dann fallen automatisch Massentierhaltung, Tiertransporte, vergiftetes Trinkwasser, Wald-, Moor- oder auch Dorfzerstörung, aber auch Zank, Stress und Burn Out hinter Euch, Ihr seid raus aus diesem teils brutalen Monopoly Spiel.

 

„Wir sind Leben, das leben möchte, inmitten von Leben, das leben möchte.“

Albert Schweitzer

 

Ich grüße Euch herzlich

Eure Cornelia

 

Es muss nicht immer Kaviar sein – Probiere es mal mit Downsizing

Alle Bilder: Thüringer Wald 2021

Buchholz, den 07.01.2021

Liebe Freundin, lieber Freund

Ein frohes neues Jahr wünsche ich Dir. Es fühlt sich schon so alt an? Vielleicht, weil wir in unserer Welt immer noch mit den gleichen, alten Problemen zu tun haben wie 2020? Ja, manch eine/r ist „gefrustet“, auch privat ist ja nicht nur deshalb plötzlich alles easy, weil es einen Jahreswechsel gegeben hat. Aber, das ist doch recht häufig das normale Januargefühl. Der ist manchmal so ein bisschen verbraucht, oder? Man würde, statt ins Jahr hinein zu gehen, gerne noch ein bisschen Winterschlaf halten und sich verwöhnen lassen.

Und dann komme ich mit so einer Überschrift: „Es muss nicht immer Kaviar sein“?  Typisch, Cornelia, was willst Du schon wieder von mir? Aber:

J.M. Simmel gab mir diesen Titel und ich bin damit gleich direkt im Thema:

Ein Bekannter, der gerne nach Dänemark fährt, in die Ferien oder auch ins verlängerte Wochenende, wohnt bei uns in der Umgebung in einem großen, schönen, edel eingerichteten Haus.

Und eines Tages kommt er zurück aus dem Urlaub, den er mit seiner Frau wiederum in Dänemark in einem niedlichen, kleinen Ferienhäuschen aus Holz verbracht hat, und sagt zu mir: „Wir verkaufen das große Haus!“

In Dänemark, in dem kleinen Haus, das sie dort immer buchen würden, gehe es ihnen viel besser, sagt er: Sie würden sich viel mehr sehen und auch miteinander sprechen. In ihrem großen Haus würden sich die beiden Peoplechen gewissermaßen verlaufen und deshalb hauptsächlich über ein Haustelefon miteinander kommunizieren. Hier aber gebe es nur einen großen Raum und sie würden sich dadurch eigentlich immer sehen und seien immerfort im Gespräch und hätten einfach mehr Nähe. Es gehe ihrer Beziehung dadurch viel besser. Sie seien dadurch viel mehr „miteinander und beieinander“ statt alleine unterwegs.

Und das ziehen sie durch: Das große Haus, mit den vielen, großen Räumen, wird gleich samt allen Möbeln verkauft. Ein kleines, mit weniger und kleineren Räumen, wird von dem Geld gekauft. Es bleibt noch etwas übrig von dem eingenommenen Geld. Sie müssen jetzt auch viel weniger heizen, sie sparen Kosten für die Herrichtung des Gartens etc..

Und: Sie fühlen sich wieder wie „Prinz und Prinzessin“, denn sie sind frisch verliebt, sie haben sich in den kuscheligeren Räumen gewissermaßen wiedergefunden. Und nebenbei: Er isst jetzt weniger, sie raucht weniger.

Also das nenne ich „Downsizing“: Viel, viel weniger Energie, Zeit, Geld für die Hülle. Daraus folgen mehr Kraftreserven, mehr Zeit für das Sein und nebenbei vielleicht weniger Geldsorgen, auf jeden Fall weniger Geldaufwand und dadurch wieder mehr Zeit, also Freiheit.

Den Beiden geht es jetzt also erst richtig gut, obwohl – nein, weil – sie den Überkonsum gestrichen haben (der hat sie tatsächlich nicht weiter gebracht oder bereichert, sondern ihr Leben verarmen lassen).

Kennt Ihr das Das Easterlin-Paradox? 1974 wies Richard Easterlin nach, dass die Erhöhung des Bruttoinlandprodukts (Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen) ab einer bestimmten Schwelle nicht mehr zwangsläufig mit einer Verbesserung des subjektiven Glücksgefühls einhergeht.

Quelle: https://info.arte.tv/de/das-easterlin-paradox-wenn-geld-nicht-mehr-gluecklich-macht

Wann haben wir eigentlich angefangen, soviel zu sammeln? Mein Vater sprach mit mir manchmal über „den Krieg“ und die Zeit danach und er sagte: „Es war das große Nichts“. Und natürlich haben damals nach dem Krieg die jungen Manschen und die älteren, die es noch konnten, wie verrückt gearbeitet und aufgebaut: Kleine Wohnung gemietet, größere Wohnung, kleines Haus gekauft, größeres Haus…. Vielleicht hätten sie gegen Ende der 70ger Jahre lieber aufgehört, aber es war ja jeder froh über jeden Aufschwung (das alte Trauma noch im Nacken und an die eigenen Kinder weitergegeben).

Und so wurde aus einem nachvollziehbaren Sicherheitsbestreben bei manchen eine Gier nach mehr. Fast alles wurde damit angetrieben.

(Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben.)

John Steinbeck

Ich sehe da auch, wie die heutigen Krankheiten mit dem Zustand unserer Erde zusammenhängen.

Die Entwicklung ist mittlerweile dergestalt: Während sich die Menschen krank arbeiten, um „haste was, dann biste was“ zu erreichen, überwiegen inzwischen die künstlich vom Menschen hergestellten Sachen mit ihrer Masse die Masse aller Lebewesen weltweit. Das nennt man übrigens Anthropozaen, das Menschenzeitalter.

Ist es wirklich so nötig, soviel anzuhäufen (und gleichzeitig alles leer zu schöpfen und außerdem gleichzeitig soviel Müll zu hinterlassen)?

Quelle dazu: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/anthropozaen-kuenstlich-hergestellte-produkte-ueberwiegen-erstmals-die-masse-aller-lebewesen-weltweit-a-9f577654-7140-4199-a20f-39fcb30e78fa

Fragt Ihr Euch nicht auch ab und zu: Ist ein Mensch reicher, der Erde, mit all ihren Schätzen, Pflanzen, Tieren, Wasser um sich herum, bewohnen darf – oder einer, der das alles nicht mehr hat, weil er es zu Geld gemacht hat, das jetzt irgendwo liegt?

Weniger Geld für weniger Dinge auszugeben, könnte sowohl uns, wie auch unsere Umwelt entlasten.

Nun muss ich mich einmal etwas berichtigen: Ich hatte am 3.5.2019 geschrieben. „Wenn jeder von uns grob 80 Mio. Deutschen nur 1% (ein Prozent) verändert, ist das ein Riesenschupps und eine gut sichtbare Veränderung in Deutschland. Und wenn 40 Mio. wieder nichts tun, dann schaffen die anderen 40 Mio. vielleicht auch zwei Prozent Veränderung?“

Das ist so nicht mehr ganz richtig, es gibt inzwischen neue Berechnungen. Natürlich würde solcherlei Einschränkung immer noch etwas bringen, allerdings ist inzwischen geklärt, dass es doch ein paar, gar nicht so viele, Menschen gibt, die sich etwas mehr einschränken sollten – weil sie halt auch viel mehr ausstoßen: „Laut einer am Montag veröffentlichen Untersuchung der Hilfsorganisation Oxfam ist das reichste 1 Prozent für mehr als doppelt soviel Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich wie die gesamte ärmste Hälfte der Weltbevölkerung. Die Studie konzentriert sich auf die Jahre 1990 bis 2015, in denen sich die Treibhausgas-Emission weltweit verdoppelt hat. Oxfam hat sie vor der am Dienstag beginnenden Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung in New York veröffentlichte. „Für den Konsumrausch einer reichen Minderheit zahlen die Ärmsten den Preis,“ sagt Ellen Ehmke, Expertin für soziale Ungleichheit bei Oxfam Deutschland.“

Quelle: https://kontrast.at/co2-ausstoss-verursacher/

Kurzer Film mit Maja Göpel, 44, bei J.Thadeusz, die sich äußert zum Thema Überkonsum: https://twitter.com/i/status/1330090969388228610 (Auch unten im PS niedergeschrieben).  ( Ich empfehle wirklich  ihr Buch, „Unsere Welt neu denken – Eine Einladung“, da schreibt sie sehr verständlich komplexe Zusammenhänge auf, was uns in unsere heutige Situation gebracht hat und was wir nun für unser Überleben tun können). Sie ist Ökonomin und was sie aufzeigt, ist jenseits von, man müsse alles aufgeben

Und dennoch sollten wir voran gehen. Denn mit Vorangehen, stecken wir am besten an. Wir müssen deshalb keine Aktivisten werden, nur aktiv. Die Zukunft geht uns ja etwas an. Außerdem kommen wir damit raus aus Abhängigkeiten und raus aus der Angst:

Erinnert Ihr Euch an das „knappe“ Klopapier? Wenn man den Menschen sagt, etwas werde knapp, dann setzt der Run auf diese Dinge erst richtig ein. Plötzlich kommt die alte Angst wieder und damit, bei einigen, die Gier. So ist es auch mit dem 1972 veröffentlichten Bericht „Die Grenzen des Wachstums” des Club of Rome geschehen. Seitdem hat ein noch stärkerer Run auf die Schätze der Erde eingesetzt als vorher.

Quelle: The Limits To Growth, Dennis L. Meadows et al., 1972 (deutsch: Die Grenzen des Wachstums, 1972, ISBN 3-421-02633-5)

Die Menschen kriegen Angst und fangen sofort an, mehr zu arbeiten und zu hamstern (und sich über die viele Tagesmühe zu beklagen).

Nein: Downsizing müsste chic werden: Entspannte Heiterkeit beim Spaziergang als den neuen Luxus betrachten, das könnten wir doch mal probieren und den anderen von unseren Erfahrungen erzählen. Und es ist auch beeindruckend, wenn ich diejenigen Menschen betrachte, die sich von Ballast befreit haben. Wie befreit sie aussehen! Sie atmen auch freier.

Einige gehen also voran und andere sehen an ihnen: Es scheint, schöner so zu sein. Sie wollen es vielleicht zumindest einmal ausprobieren, im Urlaub vielleicht, in einer kleinen Hütte (wenn das mal wieder geht). Und dann könnten wir gemeinsam in diese Richtung laufen, statt Sieger und Verlierer zu kreieren.

Der Club of Rome in einem kleinen Film dazu: Quelle: https://youtu.be/RCqbW9zK6K8

Es wäre doch soviel leichter jetzt zu beginnen und die Zeit zu nutzen, als abzuwarten und dann von den Ergebnissen erschreckt zu werden:

Dazu wirklich gute Recherche von der Süddeutschen Zeitung bezüglich CO2 Budget mit vielen Themen – und Countdown: Quelle:https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/klimakrise-die-sz-klimazentrale-e2038

Und eine animierte Grafik, die es besonders deutlicht zeigt:  https://twitter.com/GretaThunberg/status/1335653055191199744

Quelle:https://twitter.com/GretaThunberg/status/1335653055191199744 und die schwedische Zeitung: Dagens Nyheter, DN.se .

Wenn wir absolut nichts an unserer Haltung dem CO2 Ausstoß gegenüber verändern, also weiterhin Tier- und Umwelt (Pflanzenreich, Erde, Wasser, Luft –  man nennt es heute „MIT“welt) verbrauchen und vermüllen, sind es also noch knapp 7 Jahre, dann wäre das 1,5°C Limit erreicht, was immense Auswirkungen auf unser Leben hätte. Einige Teile der Welt haben dies schon jetzt bei 1,2°C, wie sie uns mitteilen und auch an sie müssen wir also denken. Daher kommt der Ausdruck:  Klimagerechtigkeit. Die gilt es ebenfalls zu verfolgen.

Wenn wir aber sofort beginnen zu handeln, dann haben wir noch „Zeit“ bis ca. 2036 (die Pläne der Regierungen sehen dies leider weltweit kaum vor)

Das ist nicht neu! Das ist schon kommuniziert worden auf der COP25 in Madrid Ende 2019.

Hier ein Video der gesamten Veranstaltung. Thunbergs Rede beginnt ab etwa 37:00.  https://www.youtube.com/watch?v=apu1TUZG9Rw&feature=youtu.be

Ich glaube – und wünsche gleichzeitig wirklich – dass 2020 das Wendejahr war. Das Jahr zum Innehalten, Erkennen, Wenden. Noch ist nicht viel davon sichtbar, aber später werden wir merken: 2020, da war die Wende. Die nächsten Schritte in 2021 (letztlich auch bei den Wahlen), werden aufzeigen, dass es eine neue Richtung gibt, die Ersten des Schwarmes sind schon unterwegs.

Das ist auch für unser Leben, für unsere Gesundheit gut.

Tatsächlich, wenn Du diese Zeilen liest und gesund bist, hast Du im letzten Jahr etwas richtig gemacht und außerdem ganz viel Glück gehabt.

Lass uns die Erkenntnis, was zu tun ist, mit dem Impuls, leben zu wollen, zusammenbinden und in diesem Jahr auch auf andere Dinge als Corona anwenden.

Sehr, sehr herzliche Grüße zum neuen Jahr,

sendet

Eure Cornelia Cornels-Selke

 

PS:

  1. Ein Redeauszug. Kurze Mitschrift der Aussage von Maja Göpel:

„… wenn wir in die Geschichte gucken sind typischerweise Kriege über Ressourcenengpässe entstanden, sind Sicherheitsfragen durch eine Versorgungsunsicherheit entstanden. …

Sie tun immer so, als wollte ich den Leuten den Spaß verderben oder irgendwas.

Hier geht es darum, einfach das, was die Wissenschaft und die Beobachtungen (und da haben wir Gott sei Dank auch durch die Digitalisierung inzwischen ziemlich gute Datenbasen) uns sagen, was sich verändert und dass es nicht positiv ist.

Und dann versuchen wir –  im Auftrag der Bundesregierung übrigens, die die politischen Ziele gesetzt hat, das zu verhindern (diese Konsequenzen) – Lösungen zu formulieren           und Möglichkeiten zu formulieren.

Wir gucken dann, was sind typischerweise die Treiber:

Und Überkonsum (ja, das ist ein Wort, da wird wahrscheinlich die halbe Bundesrepublik wieder aufschreien, was das überhaupt ist, aber es ist ein Begriff in der Wissenschaft): Wenn wir uns angucken, wie die Verteilung dessen ist, was Menschen,  unterschiedliche Menschen auf diesem Planeten, jeder Einzelne für sich ein Individuum, pro Kopf in Anspruch nehmen auf diesem Planeten. Und dann gibt es so etwas wie Überkonsum, weil eine Grundversorgung, im Sinne von: „Ich bin gut versorgt“, längst erreicht ist und dieses hohe Konsumniveau in einem Teil des Planeten dazu führt, dass wir nicht genug Ressourcen haben, um denjenigen auf diesem Planeten genug zu geben, die noch nicht genug materiell versorgt sind.“

  1. Ein Redeauszug, Greta Thunberg, COP25, Madrid, Ende 2019:

„In Kapitel 2 auf Seite 108 des im letzten Jahr veröffentlichten IPCC-Berichts SR 1.5 heißt es, dass, wenn wir eine Chance von 67% haben wollen, den globalen Temperaturanstieg auf unter 1,5 ° C zu begrenzen ab 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen CO2 Emissionen in diesem Budget vorhanden war.

Und natürlich ist diese Zahl heute viel niedriger, da wir jedes Jahr etwa 42 Gigatonnen CO2 ausstoßen Mit den heutigen Emissionswerten wird das verbleibende Budget innerhalb von acht Jahren aufgebraucht sein. Diese Zahlen sind keine Meinungen oder politischen Ansichten von irgendjemandem. Dies ist die derzeit beste verfügbare Wissenschaft. Obwohl viele Wissenschaftler diese Zahlen für zu moderat halten, sind dies die Zahlen, die vom IPCC akzeptiert wurden.

Bitte beachten Sie, dass diese Zahlen global sind und daher nichts über den Aspekt der Gerechtigkeit aussagen, der unbedingt erforderlich ist, damit das Pariser Abkommen global funktioniert. Das bedeutet, dass reichere Länder ihren gerechten Beitrag leisten und viel schneller auf Null kommen müssen, um dann ärmeren Ländern zu helfen…

Das Budget für eine Chance von 67% ist das beste vom IPCC angenommene Szenario. Und jetzt haben wir weniger als 340 Gigatonnen CO2 übrig, um dieses Budget fair aufzuteilen Warum ist es so wichtig, unter 1,5°zu bleiben? Schon bei 1° sterben Menschen an der Klimakrise. Die Grenze von 1,5° fordert die Wissenschaft, um eine Destabilisierung des Klimas zu vermeiden. Damit wir die bestmögliche Chance haben, irreversible Kettenreaktionen wie schmelzende Gletscher, polares Eis und auftauenden arktischen Permafrost zu vermeiden. Jeder Bruchteil eines Grades ist wichtig. Das ist also meine Botschaft. …

Sagen Sie mir bitte, wie reagieren Sie auf diese Zahlen…? Wie reagieren Sie auf die Tatsache, dass im Grunde nichts dagegen unternommen wird, ohne die geringste Wut zu empfinden? Und wie kommuniziert man das, ohne alarmierend zu klingen?

Ich würde es wirklich gerne wissen.

Seit dem Pariser Abkommen haben globale Banken 1,9 Billionen US-Dollar in fossile Brennstoffe investiert. Einhundert Unternehmen sind für 71% der weltweiten Emissionen verantwortlich.

Die G20-Länder machen fast 80% der Gesamtemissionen aus.

Die reichsten 10% der Weltbevölkerung verursachen die Hälfte unserer CO2-Emissionen, während die ärmsten 50% nur ein Zehntel ausmachen.

Wir haben zwar einige Arbeiten zu erledigen, aber einige mehr als andere.

Ohne das Gesamtbild zu sehen, werden wir diese Krise nicht lösen. Ganzheitliche Lösungen zu finden, ist das, worum es bei der COP gehen sollte, aber stattdessen scheint es für die Länder eine Art Gelegenheit geworden zu sein, Schlupflöcher zu finden und ihre Ambitionen nicht zu erhöhen. Die Länder finden kluge Wege, um keine echten Maßnahmen zu verhindern!

…Hoffnung. Ich habe es gesehen, aber sie kommt nicht von den Regierungen oder Unternehmen. Die Hoffnung kommt von den Menschen auf der Straße. Die Menschen, die die Situation jetzt begreifen und aufwachen. Die Menschen sind bereit für Veränderungen.

Die Hoffnung ist, dass die Menschen die Kraft entdecken, die in der Demokratie steckt. Nicht nur am Wahltag, sondern jede Sekunde und jede Stunde. Es ist die öffentliche Meinung, die die freie Welt regiert. Tatsächlich ist jede große Veränderung im Laufe der Geschichte von den Menschen auf der Straße gekommen. Wir müssen nicht warten. Wir können sofort mit der Änderung beginnen. Wir, die Menschen…“

  1. Eine weitere animierte Grafik zum Verständnis:

https://twitter.com/i/status/1325851930128650241 , Quelle: https://t.co/gd1zBlmYkB?amp=1

  1. Also sowohl Nationen, wie einige Menschen innerhalb der Nationen müssen mehr einsparen:

„Nehmen wir die 50 Milliarden jährlich, die wir an klimaschädlichen Subventionen bezahlen“  (Ein Redeauszug, Rede von Marco Bülöw):

https://twitter.com/i/status/1338470245258973186 , .

 

 

Frohe Weihnachten

Weihnachten 2020

Liebe Freundin, lieber Freund

Ich bin erstaunt, wie angerührt ich bin.

Vorab kurz erzählt: Als Christoph und ich frisch verliebt und verheiratet waren, da gab es zum Heiligabend einen kleinen Tannenbaum im Ballen. Den haben wir später nach draußen gepflanzt, sobald es jeweils ging. Das war aber manchmal etwas spät und manche dieser Bäme haben es nicht geschafft anzuwachsen (einmal zum Beispiel hatten wir in dem Bäumchen, das im Topf auf der Veranda stand, recht schnell ein Amselnest. Die jungen Amselchen waren erst Ostern flügge und für den Baum war das leider zu spät).

Aufgrund dieser Erfahrung und mit wachsender Kinderschar habe ich mir dann irgendwann einen richtig großen, schönen, prächtigen Weihnachtsbaum gewünscht, bis unter die Decke, voll mit Lichtern und schönen Kugeln für ein Weihnachten wie im Märchen, mit ganzer, großer Familie, sodass die Kinder immer diese schöne Erinnerung behalten können.

Und mein Mann hat großzügig alles, alles mitgemacht: Das mit dem Ballen und wieder Einpflanzen und das mit der Größe und dem herrlichen Glanz in großer Familie.

Und dieses Jahr, da wollte ich einfach keinen Baum schlagen lassen. So viele haben die letzten Dürrejahre nicht überstanden und wir sägen einen ab? Nein. Ging gar nicht.

Mein Mann war wieder ganz dabei.

Schweren Herzen haben wir abgesagt bei den lieben Menschen, die uns immer einen schönen ausgesucht, reserviert und fertig gemacht hatten. Und wir sind losgezogen und haben gesucht, denn es war gar nicht so einfach, einen zu finden, der ordentlich balliert ist, mit einem ordentlichen Ballen ausgestattet wurde, nicht gespritzt, der es also auch wirklich schaffen wird, draußen wieder anzuwachsen. Der Baum ist natürlich nicht so groß. Er steht auf einem Hocker, damit er etwas höher ist.

Das nennt mal wohl „Downsizing“ (zu diesem Thema schreibe ich aber lieber im nächsten Brief mehr, zum Ende 2020 und zum neuen Jahr, denn da gehört es hin und könnte dort vielleicht einen Impuls für einen gesundenden Wandel geben)

Von den vier Kisten Weihnachtsschmuck (nur für den Baum) fand nicht einmal ein Drittel auf ihm Platz. Auch keine großen Kugeln oder meine wunderbaren Key Wester Weihnachtsmänner, auf Delfinen und Manatees reitend oder in Badehose (alle viel zu schwer).

Zum Größenverhältnis passten nur ein paar kleine, goldene und rote Kugeln und ein paar Glaskugeln und viel weniger Kerzen, aber alle selbst gemachten, leichten Strohsterne.

Das alles, bzw. das bisschen, habe ich also angebracht und beguckte mir das kleine Bäumchen und (ja, tatsächlich auch jetzt noch, wenn ich dran denke) ich war angerührt. Es kamen mir Tränen, weil mir plötzlich so klar wurde, dass dieser Baum hier in unserem Wohnzimmer lebt. Immer noch. Und auch weiterhin. Und alles miterlebt…

Er erlebt diesen Schmuck und die Kerzen, aber er wird auf die Wiese (Ihr erinnert Euch an die Wiesenpatenschaft, die ich übernommen habe?) gepflanzt werden und kann da weiter wachsen und groß werden und ich werde ihn gießen, wenn es trocken ist.

Es glänzt jetzt vielleicht nicht so doll, – aber er schimmert. Und dieses Schimmern nehme ich irgendwie wahr, wenn ich ihn ansehe und bin so voller Freude. Ich sehe mir selber staunend zu, wie ich dasitze und Glück empfinde.

Ich hoffe und wünsche sehr, dass auch Ihr einen Grund finden könnt, in diesem speziellem Jahr (bei so vielem, trotz allem und so manchem Besonderen) Glück zu empfinden.

Und weiter „Ja“ zu sagen zu diesem Leben hier auf Erden. Und wenn da kein Frieden ist, dann Frieden zu bringen. Und wenn da keine Liebe wohnt, Liebe zu schenken. Und wenn da keine Gerechtigkeit herrscht, selbst doch gerecht zu handeln. Und wenn da aber das Recht des Stärkeren herrscht, dann selbst doch Gemeinsamkeit und ein Miteinander zu pflegen. Das könnten wir von Weihnachten mit ins neue Jahr bringen.

Wir haben gemerkt, dass gerade dieses Miteinander – auch auf die Ferne – uns gut durch das Jahr 2020 getragen hat. Bestimmt trägt es uns auch weiter!

Deshalb, in herzlicher Verbundenheit: Frohe Weihnachten!

Eure Cornelia

PS: Wollt Ihr doch gerne mal in die Kirche? Hier könnt Ihr in der Sankt Georgenkirche in Eisenach eine kurze Andacht, die Christvesper, mit Lesung, viel Musik und kurzer Predigt wahrnehmen: https://www.youtube.com/watch?v=84-eRCzfNdo

PPS: Und natürlich könnt Ihr auch jetzt noch bei einer Petition gegen das Abholzen eines gesunden Waldes mit vielen alten Bäumen aufgrund einer Autobahn unterschreiben: www.stoppa49.org

 

Diese E-Mail wurde von Avast Antivirus-Software auf Viren geprüft.
www.avast.com

2020: Jetzt sind wir dran. Alle zusammen für die Erde.

Thüringer „Wald“ 2020

 

Liebe Freundin, lieber Freund.

Sieh, diese Welt ist voller Wunder, voller erstaunlicher Zusammenhänge, die wir kaum begreifen.

Seit sie entstanden ist, und seitdem der Mensch auf der Erde wandelt, sind schließlich nach mehreren Jahrtausenden verschiedene Gesetzmäßigkeiten durch den Menschen herausgefunden worden. Manchmal denkt er auch, er hätte schon alles entschlüsselt.

Doch ein Gesetz haben wir anscheinend noch nicht entdeckt: Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es heraus.

All die aktuellen Ereignisse, die uns zur Zeit auf der Erde begegnen… Man könnte von Chaos sprechen, wenn es nicht so logisch wäre… haben mit unseren vorherigen Handlungen zu tun.

Schauen wir als Beispiel auf die USA:

  • Es wurden die Sicherheitsstandards für die Öl-/Frackingindustrie gesenkt (sie hat es grad nicht leicht, Gewinne zu machen, da sie zu viel auf den Mark geschmissen hatte und dadurch die Preise verfielen). Und: Daraus resultiert, dass nun Tausende von Frackinglöchern nicht richtig verschlossen wurden / werden mussten.[i] Diese teils leckenden Löcher (es entweicht z.B. Methangas) sind natürlich brandgefährlich – und wir haben auch Brände, entlang der gesamten Westküste der USA, Nicht nur Kalifornien, auch Oregon ist jetzt schon betroffen.
  • Klimawandel wird geleugnet, die Klimaabkommen boykottiert.[ii] Und: Große Hitzewelle in großen Teilen der USA, teilweise verbunden mit einer Luftfeuchtigkeit von 80% und der Asche von den Bränden. Dann Temperatursturz um teilweise 35°C zu Schnee.[iii] Und zeitgleich neben den erwähnten Bränden an der Westküste, ist, nach Laura,[iv] gerade wieder ein weiterer Hurrikan, Sally, mit großen Überschwemmungen an Land gekommen. Der nächste, Teddy, schon unterwegs
  • Corona wird geleugnet, lange, besonders vom jetzigen Präsidenten, der nur halbherzig Maßnahmen empfahl, dann behauptet, man habe so etwas ja nicht kommen sehen können. Ein bestehendes Gesundheitssystem wurde unter ihm großenteils sogar demontiert. Und so finden wir mit die höchsten Zahlen an Erkrankten und Toten genau in diesem Land.
  • Wir haben seit langem Missachtung eines großen Bevölkerungsanteils. Und wir haben schlimme Bürgerkämpfe.[v]
  • Wir finden hier in den USA große Ablehnung von Flüchtenden aus anderen Ländern. Und die Amerikaner müssen nun an vielen Stellen selbst flüchten (durch die Brände in Kalifornien und Oregon z.B. oder in Louisiana und Alabama, weil dort Häuser durch die Hurrikans zerstört wurden).[vi]
  • https://www.youtube.com/watch?time_continue=57&v=kNrj87Q-4Yk&feature=emb_logo, 08.09.2020, guter Song von Barbra Streisand dazu.

Es kommen jetzt die Quittungen des Nichterkennens und Nichthandelns. Und dies nicht nur in den Vereinigten Staaten, sie waren nur ein Beispiel für Ursache und Wirkung. Es herrschen Überflutungen nicht nur in den USA, sondern auch in Indien und Bangladesch und auch in Italien und Österreich. Es herrschen Wahnsinnstemperaturen, nicht nur in Trier (38,6°C dieses Jahr)[vii] sondern auch in der Arktis (45°C dieses Jahr)[viii] und der Antarktis (warm wie in Los Angeles am selben Tag)[ix] Es herrscht Dürre nicht nur in Spanien, sondern auch vor der Haustür, in den Wäldern rings um uns.[x] Es brennen die Wälder, nicht nur in Australien, sondern auch in Brasilien, wie auch in Kalifornien, wie in der Arktis, wie im UK.

Wir  können auch direkt in Deutschland erkennen, wie dort gehandelt wird und wohin uns dies führt:

  • Jetzt beginnt der Bau der Autobahn A26 von Hamburg nach York – durchs Moor. Obwohl wir wissen, dass Moore besonders wichtige Klimaretter sind und dass die Massenmobilität enden muss.
  • Der Dürre fallen Tausende von Bäumen zum Opfer (285.000 Hektar Wald). [xi]
  • Während Bäume sterben, soll gleichzeitig ein intakter Mischwald ebenfalls einer Autobahn (Dannenröder Wald vs A 49) weichen.[xii]
  • Und weiter wird CO2 in die Atmosphäre geblasen und sie damit weiter erwärmt. Nur ein Beispiel: Datteln4 wird in Betrieb genommen, obwohl Kohlekraftwerke veraltete Technologie darstellen und Kohle auf schlimme Weise abgebaut wird, seit jeher und immer noch: https://stillburning.net/ ,08.09.2020.
  • Die Politik entscheidet sich, noch einmal richtig Steuermilliarden in Kohlekraft zu stecken – bis 2038 (jetzt wird dagegen geklagt).
  • Aber ein erst 2015 in Betrieb genommenes, teures Industriebauwerk wie das Moorburger Kraftwerk soll anscheinend schon jetzt, 2020, vom Netz gehen, weil es sich gar nicht mehr rechnet.
  • Dem Tagebau Garzweiler sollen dennoch weitere Dörfer geopfert werden, in Keyenberg werden Häuser abgebaggert, die in Mühlrose sind schon auf der Liste, – legal? Und es ist doch klar, dass die Kohle unter ihnen nicht mehr benötigt wird.[xiii] Die Gegner sind inzwischen in den Hungerstreik gegangen.[xiv]
  • Tagebau wird dann bei Stilllegung geflutet mit dem knappen Wasser.[xv]
  • Wir wissen vom Insektensterben, aber Insektizide werden gekauft wie verrückt.[xvi]
  • Wir wissen von der Trinkwasser Belastung, aber gegüllt und gespritzt wird nach wie vor weiter. Die Kosten durch die Klage der EU gegen den deutschen Staat zahlen die Steuerzahler*innen und wir alle außerdem mit unserer Gesundheit. https://www.nabu.de/news/2019/07/26742.html09.2020.

Und so kann ich weiter und weiter schreiben.

Aber darum geht es nicht. Es geht mir nicht um das Aufzählen der Hiobsbotschaften.

Es geht um unsere Beziehung zu unserer Erde: Sie ist für uns unendlich wertvoll, eben lebensnotwendig. Hier wurden wir geboren und von ihr ernährt und gekleidet, hier haben wir unsere Wohnung. Dieser Planet stellt alles für uns zur Verfügung. Er sorgt für alle und alles.

Und jetzt müssen wir für ihn sorgen!

Die ganzen privaten Wünsche, das ewige Arbeiten für etwas Geld und etwas mehr Geld und noch etwas mehr, jede/r sorgt irgendwie nur für sich und wenig um mehr. Die Überforderung schon im Alltag, jetzt mit Corona noch mehr, dieser Stress, für das ganz alltägliche Auf und Nieder. Das alles nützt dem Planeten kaum. Wir verbrauchen Ressourcen wie sonst mehrere Generationen und wir holen sie aus den entlegensten Winkeln der Erde.

Jetzt müssen wir mal etwas zurückgeben. Jetzt müssen wir den Blick weiten und die Not der Erde erkennen – und handeln.

Hand aus’s Herz: Was tust Du für diese Erde?

  • Siehst Du, dass die Bäume welken? Gibst Du ihnen Wasser, um ihren Durst zu lindern? In Deinem Garten, vor Deinem Haus/ Deiner Wohnung an der Straße?
  • Wunderst Du Dich, dass es früher mehr Schmetterlinge gab? Gibst Du ihnen ein wildes Eckchen in Deinem Garten auf Deinem Balkon, auf Deinem Fensterbrett, wo sie sich in Ruhe verpuppen können? Oder schneidest Du beim „Aufräumen“ jeden Lebensraum weg?
  • Hast Du von den gequälten Schweinen gelesen? Siehst Du sie auf den Autobahnen in den zahllosen Tiertransporten? Isst Du sie trotzdem noch oder kannst Du damit jetzt aufhören?
  • Atmest du gern? Was tust Du für eine saubere Luft?
  • Wer sind eigentlich „die Anleger“, von denen man hört, sie seien angeblich nicht an einem Wechsel der Fonds von Kohle zu Solarenergie interessiert? Das sind doch wir alle, denn wir haben unser Geld auf dem Konto von irgendeinem Kreditinstitut liegen. Zahlen wir Zinsen, oder haben wir Guthaben, dann wird dieses Geld irgendwo investiert. Wann schaust Du Deiner Bank oder Sparkasse, wohinein sie investieren? Und wenn sie damit die Erde kaputt machen, gibst Du Dein Geld dann woanders hin?
  • Was wählst Du? Denkst Du dabei auch an die Gesundheit Deines Planeten und die Zukunft darauf?

Wenn mit dieser Erde Schlimmes geschieht, dann, wir müssen es ehrlich betrachten, dann sind wir nicht Opfer, sondern Täter.

Also lass uns umkehren, jetzt, hier und heute, zu unserem eigenen Glück. Denn sie ist voller Liebe für ihre Geschöpfe, sie hat diese Qual durch uns nicht verdient.

 

Was sind die größten Klimasünder?[xvii] Da können wir anfangen zu handeln! Tatsächlich geht das ganz leicht:

Stromanbieter wechseln[xviii]

Bank wechseln

Auto stehen lassen[xix]

Fleisch und Tierprodukte vermindern

Ökoprodukte statt Gespritztes kaufen

Müll vermeiden

 

Und wer rettet das Klima? Auch da können wir anfangen, geht ganz leicht:

Moore schützen, Torffreie Erde für den Garten kaufen

Bäume erhalten und pflanzen

Mindestens 20% des Grundstückes / des Balkons tüchtig verwildern lassen.

Boden entsiegeln

 

Und komm mit am 25.9.2020 zur Fridays for Future Demo!

 

In  Buchholz

Hamburg

 

Bei Dir zu Hause: https://fridaysforfuture.de/save-the-date/ 17.09.2020.

 

Ich bin auch da und viele, viele andere mehr. Es bringt Spaß und gibt Hoffnung – und es macht bei den Entscheidern Druck, sie trauen sich nämlich nur dann vom althergebrachten Pfad abzuzweigen und das Neue zu wagen, wenn sie merken: „Da ist Druck, die Wähler*innen wollen das wirklich“.

Ich freue mich jedenfalls, dass Du mit mir auf dem Weg bist, hier und jetzt für diese schöne Erde zu sprechen und zu handeln!

Es erfüllt mich mit Hoffnung und Zuversicht darin, dass dieser wundervollen Vielfalt auf Erden ein Überleben, ein neues Aufleben beschieden sein wird!

 

Eine für Alle – jetzt geben wir etwas zurück: Alle für Eine

Eure Cornelia

Klimaaktion – mit Coronaabstand https://twitter.com/i/status/1253728651385937928 ,08.09.2020.

 

 

Anhang:

Ich mache mal eine Liste auf (wenn Ihr sie nicht in Gänze ertragt, könnt Ihr Ihr sie vielleicht zumindest überfliegen):

Kurze Erklärung vorab! Achtung: Dieser Rundbrief ist voller Links. Mittendrin und auch am Ende gebe ich Euch meine Quellen an, um zu untermauern, was ich behaupte. Diese Links führen fast alle auf fremde Seiten und ich verweise mit ihnen also nur auf deren inhaltlichen Stand zum Zeitpunkt meiner Erstveröffentlichung. Ich gebe zu den Links die Daten an, an denen ich die Seiten besucht habe und den entsprechenden Inhalt gefunden habe, aber ich kann keine Garantie oder gar Haftung dafür übernehmen, was in Zukunft auf diesen Seiten geschieht, da sie nicht mir gehören.

Das Jahr 2020 (nur von März bis September…).

Von den Bränden in Australien – Juni 2019 bis März 2020 – und von Corona hatte ich schon in vorherigen Briefen geschrieben, an dieser Stelle hier zähle ich ein paar weitere Ereignisse von 2020 auf.

Klimastreik war online

 

  • Wir hatten kurz vorher noch eine Aktion begonnen, ein Dankschön an die Fahrradfahrer, die wir aber nicht zu Ende führen konnten (Hamburg, Bremen, München und dann war erstmal Pause)

delfinbotschaft.de/?p=970

 

In Berlin wurde währenddessen von vielen durch Platzhalter demonstriert:

Fight every Crisis wurde der Protest genannt, in Bezug auf Corona und Klima sollten dieselben Anstrengungen unternommen werden, so die Botschaft.

 

https://twitter.com/i/status/1272468641913745413 , kurzer Film dazu.

 

 

 

 

  • Ende Mai erwarteten uns die Szenen um George Floyd und seinen Tod, wie von anderen rassistische Gewalttaten, auch die Szene, wie ein älterer Herr von den Polizisten zu Boden geworfen wird, sodass er schwer verletzt liegen bleibt. Es gab Reaktionen in Deutschland und aller Welt dazu https://twitter.com/i/status/1301829110575124482 .

Jungfernstieg und Rathausmarkt in Hamburg, 2.6.2020.

Und Trump reagierte mit dem Bibelmissbrauch vor einer Kirche für seine Zwecke….

Das war die Reaktion auf Norderney.

 

 

 

Kurzer Film dazu: https://twitter.com/i/status/1278225609517404160 08.09.2020.

Sie jedenfalls nennen es das Kohleeinstiegsgesetz. „Sozial wäre, wenn die Kohlekonzerne Entschädigungen zahlen für all die Zerstörung, die sie schon angerichtet haben“

https://taz.de/Niederlagen-fuer-US-Oelindustrie/!5698428/  ,08.09.2020.

Währenddessen: Immer wieder auf Demos, Mahnwache und hier Menschenkette, 10.7.2020, im Hamburger Stadtpark.

Viele entdecken das Homeoffice in seiner ganzen Möglichkeit und ich träume seitdem von leereren Straßen und Büroflächen, die fast klimaneutral zu Wohnungen werden können.

Die Grafiken und Bilder von anderen kann ich Euch hier leider nicht zeigen.

 

Zu der Rauchentwicklung am Amazonas: https://www.hrw.org/news/2020/08/26/brazil-amazon-fires-affect-health-thousands ,17.09.2020.

 

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_88477388/maut-affaere-e-mails-bringen-andreas-scheuer-in-die-bredouille.html  ,17.09.2020. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mobilfunkgesellschaft-rechnungshof-wirft-scheuer-vor-das-finanzministerium-getaeuscht-zu-haben/26132808.html?ticket=ST-13449-jzcMrmR2i6gVfQzfa9Cr-ap5 17.09.2020.

https://twitter.com/seawatch_intl/status/1300723255012134912 17.09.2020.

Demo „wir haben Platz“ in Hamburg: https://twitter.com/i/status/1302611580761313282 ,17.09.2020. Und in Berlin:

 

 

 

 

 

Wetter/Klima: https://twitter.com/i/status/1305902949508538369

https://twitter.com/i/status/1301213686888103936 über die Plug-in-Hybride, die viel mehr verbrauchen, als sie zugeben, dafür staatliche Förderung bekommen und glatte 70 km elektrisch fahren (ohje, deutsche Autoindustrie, das ist ja nicht wirklich fortschrittlich)

Trailer zu dem Film „Greta“ https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/films/news/i-am-greta-thunberg-documentary-release-date-cinemas-uk-watch-trailer-b467948.html ,17.09.2020.

Zur US Wahl ein Tipp von former President B. Obama: https://twitter.com/i/status/1306246468563423232 ,17.09.2020.

Zum Feuer, besonders zu Kalifornien: https://twitter.com/i/status/1304312864992366592 17.09.2020.

 

Und es brennt immer noch. https://twitter.com/derspiegel/status/1306263135930769410 17.09.2020. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/waldbraende-in-den-usa-und-klimakrise-die-katastrophe-ist-da-a-6fd2a5e2-6de6-49eb-b9d7-a9990aa59eac?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph , 17.09.2020.

 

[1] https://www.wiado.de/meldepflichtige-krankheiten/ ,08.09.2020.

 

[i]Quellen für die Endnoten im Brief: Frackingland ist abgebrannt: https://taz.de/Umweltdesaster-in-USA/!5702587/ ,08.09.2020. Dazu eine Anm.: Fracking in Deutschland: https://klima-der-gerechtigkeit.de/2020/06/15/fracking-in-deutschland-wirklich-verboten-ein-bisschen-erlaubt-oder-sogar-bald-wieder-en-vogue/ ,17.09.2020.

[ii] https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/usa-steigen-offiziell-aus-pariser-klimaabkommen-aus-a-1294875.html ,08.09.2020.

[iii] https://www.severe-weather.eu/global-weather/colorado-snow-denver-mk/ ,17.09.2020.

[iv] https://twitter.com/i/status/1299020560668688385 zu Laura, 17.09.2020. https://heated.world/p/a-post-laura-heat-wave-has-no-name 17.09.2020.

[v] https://www.zdf.de/nachrichten/politik/usa-protest-marsch-washington-rassismus-polizeigewalt-100.html#xtor=CS5-62 ,17.09.2020.

[vi] https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantische_Hurrikansaison_2020 ,08.09.2020. https://twitter.com/billmckibben/status/1305591130608857088 ,17.09.2020.

[vii] https://www.schwaebische.de/sueden/bayern_artikel,-bisher-hoechste-temperatur-2020-386-grad-in-trier-gemessen-_arid,11255933.html , https://twitter.com/i/status/1296473806362611720 08.09.2020.

[viii] https://www.merkur.de/welt/wetter-arktis-hitzewelle-deutschland-klimawandel-folgen-warnung-sibirien-waldbrand-duerre-zr-13831197.html , https://twitter.com/FridayForFuture/status/1275720126789234697/photo/1 ,08.09.2020.

[ix] https://www.br.de/nachrichten/wissen/rekordhitze-antarktis-so-warm-wie-los-angeles,RrnmRhC ,08.09.2020.

[x] https://www.gfz-potsdam.de/medien-kommunikation/meldungen/detailansicht/article/neue-satellitendaten-zeigen-ausmass-der-duerresommer-2018-und-2019/ , 08.09.2020.

[xi] https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schaeden-in-deutschlands-waeldern-groesser-als-angenommen-16911551.html ,17.09.2020. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/faellstopp-fuer-buchen-100.html

[xii] https://twitter.com/keinea49/status/1301220128789594112 ,17.09.2020.

[xiii] https://twitter.com/i/status/1254328755016929281 , https://www.alle-doerfer-bleiben.de/  08.09.2020.

[xiv] https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/garzweiler-braunkohle-gegner-treten-in-hungerstreik-extinction-rebellion-protest-a-cc583995-0967-43ba-a267-a515a8b25ed4 ,17.09.2020.

[xv] https://www.klimareporter.de/erdsystem/eine-lausitzer-sumpflandschaft ,08.09.2020. https://www.zdf.de/politik/frontal-21/wassernotstand-in-der-lausitz-100.html , 17.09.2020.

[xvi] https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/pestizide-107.html ,08.09.2020.

[xvii] https://de.statista.com/infografik/20253/unternehmen-in-der-eu-mit-den-hoechsten-co2-emissionen/ ,17.09.2020. https://taz.de/Bericht-von-Interpol-zu-Plastikabfaellen/!5710376/ ,17.09.2020.

[xviii] Und eine Plug and Play: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/stecker-solar-balkon-pv-101.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE ,17.09.2020.

[xix] Geht schon, wie man sieht: https://www.fastcompany.com/90456075/here-are-11-more-neighborhoods-that-have-joined-the-car-free-revolution ,17.09.2020.